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News zum Ukraine-Krieg: Seit Wochen intensiviert Russland seine Luftangriffe. Erneut ist der Westen der Ukraine das Ziel. Der Ticker.
Update, 22.36 Uhr: Die von russischen Angriffen immer wieder schwer getroffene Ukraine soll nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj schon bald bessere Waffen zum Schutz der eigenen Städte haben. „Wir nähern uns einer mehrstufigen Vereinbarung über neue Patriot-(Flugabwehr-)Systeme und den dazugehörigen Raketen“, sagte Selenskyj in seiner Videobotschaft.
Demnach investiert das Land zudem in die Drohnenproduktion, speziell die Herstellung von Abfangdrohnen. Weiterhin werde die Ukraine mit Gegenangriffen auf russisches Territorium reagieren. Dies sei sehr effektiv, sagte Selenskyj.
Russland startet neue Angriffe im Ukraine-Krieg – Luftalarm in Kiew
Update, 19.21 Uhr: Russische Streitkräfte haben am Samstag offenbar erneute Drohnenangriffe auf Ziele in der Ukraine ausgeführt. Am Nachmittag wurde in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Luftalarm ausgelöst. Luftabwehrkräfte seien in der gleichnamigen Oblast im Einsatz gewesen. Das meldet die ukrainische Luftverteidigung via Telegram.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Kriegsverbrechen im Ukraine-Krieg: Kiew erhebt neue Vorwürfe gegen russische Einheit
Update, 14.00 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR wirft der russischen 155. Marinebrigade laut The Kyiv Independent ein neues Kriegsverbrechen vor. Auf einer heute veröffentlichten Audioaufnahme demnach ein Kompaniechef zu hören sein, der den Befehll erteilt, einem ukrainischen Soldaten den Kopf abzuschlagen, auf eine Lanze aufzuspießen und dann wegzuwerfen. Der Kyiv Independent konnte die Echtheit des Clips nicht überprüfen. Die derzeit im Gebiet Sumy stationierte Brigade wird zahlreicher Kriegsverbrechen beschuldigt. Soldaten werden mit Gräueltaten in Butscha, Irpin und Hostomel in Verbindung gebracht.
Slowakei stellt Einigung zu neuen Russland-Sanktionen wegen Ukraine-Krieg in Aussicht
Update, 12.25 Uhr: Die Slowakei will Ministerpräsident Robert Fico zufolge bis Dienstag eine Einigung mit den anderen EU-Staaten über das von ihr blockierte 18. Paket an Russland-Sanktionen erreichen. Dabei gehe es um Sicherheiten, dass sein Land bei dem von der Europäischen Union geplanten vollständigen Ende der russischen Gaslieferungen keine Nachteile erleide, sagte Fico laut Reuters. Am Dienstag wollen die EU-Außenminister in Brüssel über die Lage im Ukraine-Krieg beraten.
Update, 11.05 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat bei seinem Besuch in Nordkorea die Fortsetzung der militärischen Allianz beider Länder betont. „Unsere koreanischen Freunde haben ihre eindeutige Unterstützung gegenüber allen Zielen der militärischen Spezialoperation und den Handlungen der russischen Führung und der russischen Armee bekräftigt“, sagte Lawrow nach einem Gespräch mit seiner nordkoreanischen Amtskollegin, Choe Son Hui. Mit „militärischer Spezialoperation“ bezeichnet Moskau offiziell den Krieg gegen die Ukraine.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die UkraineFotostrecke ansehenUkraine-Krieg Zwei Tote bei neuen russischen Luftangriffen
Update, 10.00 Uhr: Bei den russischen Luftangriffen in der Nacht sind in der westukrainischen Region Tscherniwzi (Czernowitz) zwei Menschen getötet und vier durch einen Einschlag schwer verletzt worden. Das teilte der Militärgouverneur Ruslan Saparanjuk bei Telegram mit. Zehn weitere Personen hätten leichte Verletzungen erlitten. Saparanjuks Angaben nach wurde Tscherniwzi mit Drohnen und Raketen angegriffen.
Update, 8.30 Uhr: Russland hat in der Nacht erneut die Ukraine angegriffen und dabei vor allem im Westen des Landes Schäden angerichtet. Der Bürgermeister der westukrainischen Großstadt Lwiw, Andrij Sadowyj, teilte mit, dass neben Wohnhäusern auch ein Kindergarten beschädigt worden sei. Aber auch im Osten und in der Zentralukraine gab es Schäden. Charkiw wurde in den frühen Morgenstunden neben Drohnen auch von Gleitbomben getroffen. Bei den Angriffen habe es zwei Verletzte gegeben, teilte Militärgouverneur Oleh Synjehubow mit. In der Region Kirowohrad südlich von Kiew wurden mehrere Wohnhäuser beschädigt.
Ukraine-Krieg: Erneut heftige Luftangriffe auf Westen der Ukraine
Update, 7.00 Uhr: Russland hat Medienberichten zufolge in der Nacht erneut Regionen im Westen der Ukraine angegriffen. Orte weit ab der Frontlinie seien mit Drohnen und Raketen attackiert worden, schrieb The Kyiv Independent. Unter Berufung auf eigene Reporter hieß es, in den westlichen Städten Lwiw und Czernowitz seien Explosionen zu hören. Ebenso habe der öffentlich-rechtliche Sender Suspline eine Explosion in der Stadt Lutsk gemeldet. Wie The Kyiv Independent weiter berichtete, hatte die Luftwaffe vor ballistische Raketen und Drohnen aus Russland gewarnt, die Richtung Westen zielten. Unter Berufung auf Behördenangaben waren Drohnen in der Nacht auch im Anflug etwa auf die Regionen Ternopil und Wolhynien, so das Portal.
Generalmajor zum Ukraine-Krieg: Hohe dreistellige Zahl weitreichender Waffen für Kiew
Update vom 12. Juli, 6.10 Uhr: Für ihre Verteidigung gegen die russischen Angriffe braucht die Ukraine Waffen – viele und vor allem weitreichende. Deutschland finanziert nun Hunderte davon, sagt der Leiter des Sonderstabs Ukraine im Verteidigungsministerium, Generalmajor Christian Freuding. Er sprach im ZDF-„heute journal“ von „einer hohen dreistelligen Stückzahl“. Die ersten Systeme sollen demnach schon Ende des Monats bei den ukrainischen Streitkräften ankommen. „Wir brauchen Waffensysteme, die weit auch in die Tiefe des russischen Raumes reichen, die angreifen können – die Führungseinrichtungen, Flugplätze, Flugzeuge“, sagte Freuding.
Neue Reaktion aus den USA?
Update, 20.21 Uhr: US-Präsident Donald Trump richtet eine kryptische Warnung an Russland. Auf die Frage eines Journalisten, ob er von jüngsten den russischen Angriffen auf Charkiw im Ukraine-Krieg gehört habe, sagte Trump laut Bericht von The Independent am Freitag: „Ich weiß. Sie werden sehen, was passiert.“
Trump hatte sich bereits in den vergangenen Tagen frustriert über Russlands Präsidenten Wladimir Putin geäußert und für Montag eine „wichtige Erklärung“ zu Russland angekündigt. Spekuliert wird über mögliche US-Sanktionen gegen Russland oder weitere Waffenlieferungen für die Ukraine.
Der russische Statthalter meldet die vollständige Einnahme von Luhansk. (Archivbild) © LIBKOS/AP/dpa
Update, 19.40 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben von den USA und den europäischen Verbündeten neue Waffenlieferungen in Aussicht gestellt bekommen. „Allen Berichten nach sind die (gestoppten) Waffenlieferungen wieder aufgenommen worden“, sagte der Staatschef in einer Videobotschaft.
Kommende Woche seien Gespräche zur militärischen Unterstützung im Ukraine-Krieg unter anderem mit dem US-Sondergesandten Keith Kellog geplant. „Wir bereiten auch neue europäische Rüstungspakete vor“, sagte Selenskyj. Zudem erwarte er „starke Schritte“ bezüglich neuer Sanktionen gegen Russland.
Ukraine News: Drohnenangriff auf russisches Flugzeugwerk in Region Moskau
Update, 18.45 Uhr: Die Ukraine hat ein Flugzeugwerk in der Region Moskau mit Drohnen angegriffen. Das meldet Andrij Kowalenko, Leiter des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, auf Telegram. Das Werk Luchowizki ist demnach auf die Produktion und Modernisierung von MiG-Kampfflugzeugen sowie die Weiterentwicklung von Shahed- und Geran-Drohnen spezialisiert. Über Folgen des Angriffs äußerte sich Kowalenko nicht.
Verluste für Putin: Kiew zerstört Teil von Russland-Gaspipeline
Update, 17.26 Uhr: Der ukrainische Nachrichtendienst (DIU) hat im Ukraine-Krieg nach eigenen Angaben einen Abschnitt einer russischen Gaspipeline bei einer Spezialoperation zerstört. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf DIU-Quellen. Die Pipeline versorge demnach Unternehmen der russischen Rüstungsindustrie in den Gebieten Tscheljabinsk, Orenburg und Swerdlowsk.
Die Operation habe der Geheimdienst am Donnerstag durchgeführt. Es habe eine starke Explosion mit anschließendem Großbrand in der russischen Stadt Langepas gegeben. Eine DIU-Quelle erklärte, dass die Wiederherstellung und Prüfung der Gasleitung etwa einen Monat dauern wird – der Schaden belaufe sich nach Geheimdienst-Schätzungen auf mindestens 1,3 Millionen US-Dollar.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Geheimdienst greift Russland-Kommandoposten an
Update, 15.46 Uhr: Vertreter des ukrainischen Geheimdienstes haben nach eigenen Angaben in der vorübergehend besetzten Stadt Melitopol eine erfolgreiche Operation durchgeführt haben. Bei der Operation im Ukraine-Krieg wurden nach Angaben des ukrainischen Nachrichtendienstes fünf Mitglieder der russischen Garde getötet und ein russischer Kommandoposten zerstört.
Auf dem Gelände einer der Produktionsstätten, wo Russland eine Logistikbasis, Unterkünfte für das Personal und ein militärisches Transportzentrum eingerichtet haben soll, habe es eine Explosion gegeben. „Infolge der Explosion wurde auch eine Station für Satellitenkommunikation zerstört, die von der russischen Militärführung zur Koordinierung der Besatzungstruppen vorgesehen war“, schreibt der ukrainische Nachrichtendienst auf Telegram.
Ukraine News: Kreml wartet auf Trump-Erklärung zu Russland
Update, 14.36 Uhr: Der Kreml wartet auf eine von US-Präsident Donald Trump für Montag angekündigte „wichtige Erklärung“ zu Russland. „Wir warten darauf und wollen verstehen, was er gemeint hat“, erklärte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow laut Reuters-Bericht vor der Presse in Moskau.
Trump hatte in einem Interview mit dem US-Sender NBC News erklärt, ein wichtiges Statement zu Russland abgeben zu wollen. Auch hatte der US-Präsident in dem Interview seine Kritik an Russlands Machthaber Wladimir Putin wiederholt.
Ukraine-News: Kreml reagiert auf Merz-Kritik
Update, 13.51 Uhr: Nach den verbalen Angriffen von Russlands Außenminister Sergej Lawrow gegen Bundeskanzler Friedrich Merz, legt auch der Kreml nach: Der Bundeskanzler sei Vertreter eines Konfrontationskurses gegenüber Russland und einer Mobilisierung Europas, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. „Wir sehen das, wir verstehen das, wir wissen das und wir berücksichtigen das in unseren weiteren Handlungen“, fügte er hinzu.
Ukraine News: Selenskyj wirft Russland gezielte Angriffe auf Zivilisten vor
Update vom 11. Juli, 13.05 Uhr: Bei russischen Angriffen auf die ostukrainische Großstadt Charkiw sind Behörden zufolge in der Nacht neun Menschen verletzt worden. „Unter den Verletzten sind auch Frauen in einer Entbindungsstation“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Glücklicherweise seien zumindest keine Kinder bei diesem Angriff verletzt worden. Selenskyj warf dem russischen Militär vor, bewusst auf Zivilisten zu zielen.
Seinen Angaben nach gab es auch Angriffe auf die Gebiete Dnipropetrowsk, Mykolajiw, Sumy und am Morgen im Gebiet Odessa. Russland werde keine Ruhe geben und weiter mit Bomben, Raketen und Drohnen attackieren. Daher sei die Stärkung der Flugabwehr oberstes Gebot.
Russlands Außenminister Lawrow attackiert Merz
Erstmeldung: Moskau – Moskaus Außenminister Sergej Lawrow hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgeworfen, antirussische Losungen wie zu Nazi-Zeiten für eine Militarisierung Deutschlands zu nutzen.
Es sei „völliger Unsinn“, Russland als Gefahr zu bezeichnen, sagte Lawrow in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur. „Ich hoffe, dass jeder Politiker mit einem gesunden Menschenverstand das begreift.“ Merz habe sich für einen Kurs der Militarisierung Deutschlands entschieden, sagte der Minister und kritisierte, dass der Kanzler keine „Mittel der Diplomatie“ gegenüber Moskau mehr sehe.
„Wenn Herr Merz der Meinung ist, dass die friedlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, muss er beschlossen haben, sich auf Kosten seines Volkes ganz der Militarisierung Deutschlands zu widmen, um dann wieder auf Nazi-Parolen herumzureiten – für eine Abwehr der Bedrohungen, die von Russland ausgingen“, sagte Lawrow. Er äußerte sich bei einer Pressekonferenz des Außenministertreffens der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean.
Merz sieht diplomatische Lösungschancen im Ukraine-Krieg am Ende
Merz löst mit seinen Äußerungen zu Russland immer wieder scharfe Reaktionen in Moskau aus und sieht sich Nazi-Vergleichen ausgesetzt. Moskau wirft dem Kanzler vor, zunehmend auf eine militärische Lösung des Ukraine-Konflikts zu setzen und Deutschland immer mehr in den Krieg hineinzuziehen.
Ukraine News: Russland laut Merz ein „verbrecherisches Regime“
Der Kanzler hatte am Mittwoch im Bundestag über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gesagt: „Die Mittel der Diplomatie sind ausgeschöpft, wenn ein verbrecherisches Regime mit militärischer Gewalt das Existenzrecht eines ganzen Landes offen infrage stellt und sich auf den Weg macht, die politische Freiheitsordnung des ganzen europäischen Kontinents zu zerstören.“
Russland führt seit mehr als drei Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Verhindern will Moskau nach eigenen Angaben etwa einen Nato-Betritt Kiews, weil das eine Bedrohung für die Sicherheit Russlands sei. Daneben erhebt Russland aber auch Gebietsansprüche gegenüber dem Nachbarn. (Red mit Agenturmaterial)