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Der Sommer 2025 nimmt Fahrt auf. Neue Wettermodelle warnen: Europa steht womöglich ein historischer Hitzesommer bevor. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Nach dem extrem warmen Juni legt das europäische Wettermodell ECMWF mit seinen aktuellen Prognosen für Juli und August noch einmal nach. Beide Monate sollen deutlich über dem langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 liegen – besonders der Juli.

In großen Teilen West- und Mitteleuropas werden Abweichungen von 2 bis 3 Grad erwartet, lokal sogar bis zu 4 Grad. Der August dürfte ebenfalls 1 bis 2 Grad zu warm ausfallen. Solche Werte wirken auf den ersten Blick harmlos – doch sie sind es nicht. In der Meteorologie bedeuten 2 bis 4 Grad über dem Schnitt im Monatsmittel keine kleinen Schwankungen, sondern flächendeckend mehr Hitzetage, längere Trockenphasen und massiv erhöhte Belastung für Mensch, Natur und Infrastruktur.

Die Karte mit den Höchstwerten für Montag (14. Juli). Wetterzweiteilung in Deutschland: Im Osten gibt es in den kommenden Tagen zeitweise Regen und kühle Luftmassen, im Westen wird es dagegen wieder sehr warm bis heiß. © Wetterdienst Q.met / www.wetterdata.de Wetter in Deutschland: Warum 2 bis 4 Grad mehr ein echtes Problem sind

Viele unterschätzen die Auswirkungen solcher Wetter-Abweichungen. Dabei sind mehrere Grade über dem Durchschnitt nicht einfach „etwas wärmer als sonst“, sondern Ausdruck einer drastischen Verschiebung des sommerlichen Klimas. Es bedeutet: mehr Tage über 35 Grad, kaum nächtliche Abkühlung, und höhere Waldbrandgefahr. Die Auswirkungen betreffen besonders verletzliche Gruppen – ältere Menschen, Kranke, Kinder – aber auch Landwirtschaft, Verkehr und Stromversorgung.

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Und wichtig: Deutschland ist dabei kein Maßstab für ganz Europa. Nur weil es hier derzeit nicht überall brütend heiß ist, heißt das nicht, dass der Sommer keine extreme Seite hat. Schon jetzt erleben viele Regionen Europas Bedingungen, die alles andere als normal sind.

Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen solltenPolarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.Fotostrecke ansehenWetter in Deutschland: Hitzerekorde, Brandgefahr, Urlaubsrisiken – der Sommer spitzt sich zu

Das europäische Wettermodell hatte schon im Mai einen außergewöhnlich heißen Sommer angekündigt – und bisher liegt es damit goldrichtig. Westeuropa verzeichnete im Juni neue Temperaturrekorde. Von Großbritannien über Frankreich bis hin zur Iberischen Halbinsel wurden historische Höchstwerte gemessen. Das ist keine ferne Zukunft – das ist bereits Realität. Und es geht weiter: Die kommenden 14 Tage zeigen erneut starke Hitze über weiten Teilen Westeuropas.

Noch kritischer wird die Lage im Süden: Für Italien, den Balkan und Griechenland melden die neuesten Daten bis zu 45 Grad. Das birgt massive Risiken – gesundheitlich wie ökologisch. Urlauber sollten gewarnt sein: Die Gefahr ist real, auch wenn sie bei uns nicht immer sofort spürbar ist. Europa endet nicht an der deutschen Grenze.