„Wenn man uns nicht kennt, hofft man bei dem Bandnamen Stuntgirls auf knackige Mädels, stattdessen kommen zwei Typen im besten Alter um die Ecke“, lacht Chrit Jacquorie auf die Frage nach der Idee hinter dem Bandnamen. Bei der Fahndung nach einer Firmenbezeichnung für ihr Duo haben Chrit Jacquorie (Gitarre/Gesang) und Benni Paxmann (Schlagzeug/Gesang) lange gesucht. „Bei dem Vorschlag Stuntgirls mussten wir beide grinsen, der ist es dann geworden“, erinnert sich Benni Paxmann.
Die beiden erfahrenen Musiker, die seit vielen Jahren nicht nur musikalisch Komplizen sind und bei der Kapelle Hey Hey gemeinsam gerockt haben, befinden sich auf einer Mission. „Wir kriegen sie alle – ob in der Kneipe nebenan oder im Stadion“, bringt es Jacquorie auf den Punkt. „Stadionrock für jede Bühne“ ist die Devise der beiden, die jetzt seit mehr als fünfzehn Monaten im Kollektiv ihre Ziele verfolgen.
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Während andere Musikschaffende bei ihren Konzerten eine Materialschlacht mit Verstärkern, Boxen und anderem Equipment betreiben, sind die Stuntgirls auf dem minimalistischen Trip. Der Plan, die komplette Band mit Equipment in ein Taxi zu bekommen, funktioniert. Und mit Paxmanns Mini-Schlagzeug und Jacquories Mini-Amps klingen die Stuntgirls auf der Bühne überraschend fett. Sie greifen mit Effekten in die musikalische Trickkiste. Im Gepäck haben die Herren Jacquorie und Paxmann einen gepflegten Indie-Rock, den sie genüsslich zelebrieren.
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Herzerfrischend ist die augenzwinkernde Aussage des Duetts, dass sie in ihrem Repertoire Songs haben, die ABBA gerne geschrieben hätten – nur mit mehr Rock und Schmutz. Die beiden Musiker sind Brüder im Geiste, die sich die Arbeit bei den Stuntgirls teilen. Während der Gitarrist für die Songs und die Texte zuständig zeichnet, kümmert sich der Schlagzeuger um das Drumherum. Ein dritter Bruder ist Studiobetreiber und Labelboss Sasha ‚Siro‘ Sirovica. In dessen Nota-Falsa-Studio werkeln die Stuntgirls immer mal wieder an neuen Songs, die sie im August auf ihrem Album „Two Chords & A Lie“ verewigen wollen. Auch bei der Produktion der neuen Songs setzten sie auf aussagekräftige Texte, abgefahrene Gitarrenriffs und auf ein pumpendes Schlagzeug.
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Live machen die Stuntgirls am Mittwoch, 30. Juli, im Rahmen des Aachener Stadtglühens 2025 im Brander Eschenpark am Marktplatz Station. Beginn ist um 21 Uhr. Weitere Informationen gibt’s online unter www.stuntgirls.de.
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