Auf „Zeitschleifen“ die Vergangenheit der Städteregion erleben: Das ist das Ziel mehrerer Radrouten, die mit Infotafeln einen Einblick in die Geschichte der Region bieten. Dabei geht es etwa um die im Zuge des Braunkohleabbaus „Verschwundenen Orte“ und die Bedeutung des „Schwarzen Goldes“ für die Städteregion. Diese beiden Routen im nördlichen Teil des Landkreises wurden bereits eröffnet.
„Bis zum Beginn der Radfahrsaison 2025“ sollten ursprünglich die weiteren Routen „Rothe Erde“, „Kupfererbe“, „Schleife der Befreiung“, „Wasserkraft“ und „Eifelblüten“ (siehe Karte) fertiggestellt sein. Das hat sich jedoch verzögert, auch wenn einige Ankerpunkte, vor allem in der Eifel, zeitig eröffnet werden konnten. Wie die Städteregion nun auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, wird „die Ausschilderung der Zeitschleifen aktuell vorgenommen und soll bis Anfang August abgeschlossen werden, sodass die Zeitschleifen ab dann auch befahrbar sind“. Insgesamt umfassen sie 16 Rast- und Erlebnisorte. Entsprechende Marketingmaßnahmen, wie etwa die Veröffentlichung der Zeitschleifen auf den gängigen Freizeit- und Outdoorportalen, sind ebenfalls im Laufe des Augusts geplant.
Insgesamt sieben „Zeitschleifen“-Routen gibt es bald in der Städteregion. Foto: Städteregion Aachen
Etwas länger dauert es an der Stolberger Burg, an der noch Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen seitens der Stadt Stolberg durchgeführt wurden. Die Pläne der Städteregion seien von diesen Arbeiten abhängig gewesen. „Nach aktuellem Stand ist geplant, die Arbeiten an der Burg bis Ende August fertigzustellen“, heißt es seitens der Städteregion.
Alle weiteren Ankerpunkte, etwa der Wassergarten am Heilsteinhaus, an der Tourist-Info Kalterherberg, der Pumptrack Kalterherberg, die Plattform Woffelsbach, der Westwall Roetgen und die Außenausstellung an der Wanderstation in Roetgen, sowie die Rast- und Erlebnisorte sind hingegen bereit für die Radtouristen.
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Die bereits eröffnete Route „Schwarzes Gold“ befasst sich mit der Bergbaugeschichte in Alsdorf, Herzogenrath und Baesweiler. Doch es geht auch ins Grüne, etwa ins Wurmtal. Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier:
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Flacher geht es bei der Route „Verschwundene Orte“ zu. Rund um Eschweiler und Inden sind mehrere Dörfer dem Kohleabbau zum Opfer gefallen. Große Teile des Tagebaus sind bereits renaturiert, Gedenktafeln und Infopunkte erinnern jedoch weiterhin an Pattern, Pier, Lohn und weitere Orte. Für Alt und Jung ist dieser Blick in die Vergangenheit gleichermaßen interessant. Einen Bericht finden Sie hier:
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