Berlin. Leserbriefe an die Berliner Morgenpost: Ihre Meinung ist uns wichtig. Eine Auswahl von Zuschriften finden Sie hier.
Zum Artikel „Gericht erlaubt Umbenennung der Mohrenstraße“ vom 10. Juli
Jeder gebildete , geschichtsbewusste Bürger weiß, dass die Bezeichnung Mohr seine Wurzeln im Althochdeutschen des achten Jahrhunderts hat. Damals wurden die Menschen aus Nordafrika so bezeichnet. Eine Straße oder Apotheke so zu benennen war und ist eine Wertschätzung dieser dunkelhäutigen Menschen. Es ist geistige Tieffliegerei und eine Klitterung der Geschichte daraus eine Diskriminierung zu machen. Diese Entwicklung ist keine Innovation -sondern gefährlicher ein Weg- wo eine schlecht gebildete Minderheit fatale Entscheidungen treffen kann. Die Mohrenapotheken im deutschen Sprachraum haben ebenso keinen rassistischen Hintergrund, sondern die Bezeichnung der Apotheke würdigte in der damaligen Zeit das Heilwissen und die Produkte des afrikanischen Kontinent. Die Apotheken waren stolz den Namen führen zu dürfen, da sie damit afrikanische, exotische Kräuterkompetenz widerspiegelten.
Thomas Schaufuß, per E-Mail
Ich habe mit vielen Menschen über diese Umbenennung gesprochen und niemanden gefunden der Verständnis dafür hat. Eher besteht der Eindruck, dass sich in Berlin immer stärker die Tendenz durchsetzt dass Menschen mit fragwürdigem eigenen Geschichtsverständnis, getrieben von gleichgesinnten Minderheiten, Entscheidungen treffen, die nicht den Vorstellungen einer breiten Mehrheit der betroffenen Bevölkerung entsprechen. Insofern ist die Wortwahl ihres Artikels auch nicht ganz treffend – nicht der Bezirk hat 2021 die Umbenennung vorangetrieben, sondern seine grüne Führung. Ich war kürzlich in mehreren Städten im Süden unseres Landes unterwegs. Mohrengasse oder Mohrenapotheke habe ich dort mehrfach gesehen ohne dass jemand darüber nachdenkt dies zu ändern. Es gibt also noch Vernunft in Deutschland!
Kurt Röhr per E-Mail
Die Anwohner wollen es nicht, die Mehrheit der Berliner findet es mindestens überflüssig. Egal. Hauptsache ich setze meine überzogenen, spinnerten Ideen um. Koste es, was es wolle. Es müssen ja eh andere zahlen. Seit der Causa Gelbhaar betrachte ich das Demokratieverständnis der Grünen mit großer Sorge. Wenn man es immer besser weiß als die Mehrheit und die Durchsetzung erzwingt, tritt man die Demokratie mit Füßen. Das sollte sich jede demokratische Partei ganz groß hinter die Ohren schreiben. Die Feinde der Demokratie nutzen diese auch so schon genug aus, um ihre verdrehten „Wahrheiten“ unter das Volk zu bringen. Da muss man denen nicht auch noch einen roten Teppich ausrollen.
Karin Ulrich per E-Mail
Zum Artikel: „Experte: Was gegen verbotene Autorennen hilft“ vom 16. Juli
Das wesentliche Problem nennt der Experte nicht, denn die Fahrer müssen von der Justiz individuell erkannt werden. Mit dem Argument: „Ich bin nicht gefahren“ laufen viele Verfahren ins Leere. Konsequente Fahrzeughalterhaftung ist die Lösung. Wer sein Auto nicht selbst fährt oder verleiht ist für alle Vergehen persönlich haftbar, es sei denn, der Verursacher meldet sich freiwillig bei der Justiz. Das würde auch viele weitere Verfahren im Straßenverkehr (Falschparken, Geschwindigkeitsüberschreitungen) deutlich vereinfachen.
Gerald Gruner per Mail
Zum Zitat des Tages vom 15. Juli von Britta Haßelmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen
Es gibt fake news, die leider nicht auszulöschen sind. Die Überschwemmung im Ahrtal hatte nichts mit dem Klimawandel zu tun, auch wenn Frau Haßelmann das weiterhin behauptet. Schwere Überschwemmungen im Ahrtal gibt es schon seit Jahrhunderten.
Robin Krusche per E-Mail
Morgenpost Späti
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Britta Haßelmann zuzuhören, ist für mich eine echte Herausforderung. Ständig klagt sie in besserwisserischer Manier und aus einer moralisch überhöhten Position. Besonders in ihren Äußerungen zu den politischen Belangen der Union scheint sie sich als die moralische Instanz aufzuspielen. Dabei liefert sie keinen konstruktiven Beitrag, sondern zeigt stets nur auf die Fehler anderer, um sich selbst in einem besseren Licht erscheinen zu lassen.
Michael Ayten per E-Mail
Zum Artikel: „Alle Ebenen waren einbezogen“ über den Mobbing-Fall eines Berliner Lehrers vom 11. Juli
Wieder mal ein unglaublicher Fall von typischem Behörden Pingpong, bei dem alle nur ein Ziel haben – sich aus der Verantwortung zu ziehen! Persönlich habe ich höchsten Respekt vor Herrn Inácio-Stech und wünsche ihm, dass er das alles gut übersteht. Was mich allerdings an der ganzen Affäre stört ist Folgendes: Zum Einen wird viel zu wenig über seine „Schänder“ berichtet und über die Frage wie mit diesem sich ausbreitenden Phänomen der religiös-kulturell bedingten Homophobie (ja, ausbreitenden) umzugehen ist. Zum Anderen finde ich es geradezu tolldreist, dass genau die politische Seite, die die migrationsbedingten gesellschaftlichen Veränderungen permanent abstreitet und leugnet diese Angelegenheit als Behördenversagen skandalisiert, die gesellschaftliche Entwicklung und die zu befürchtenden Folgen aber ignoriert.
Thomas Ehlebracht per E-Mail