Die Bundespolizei hat am vergangenen Samstagmorgen in einer Kontrollstelle am Rastplatz Königsberg an der Autobahn 44 einen Van mit zehn Personen angehalten. Sie waren zuvor von Belgien nach Deutschland eingereist.
Wie die Bundespolizei erst am Freitag mitteilte, konnten im Fahrzeug mehrere Plastiktaschen und Kartons mit Kosmetikprodukten, Elektroartikeln, technisches Zubehör und Zahnhygieneprodukte im Wert von über 80.000 Euro festgestellt werden. Auch im weiteren Verlauf der Durchsuchung stellten die Beamten mehrere Geldbündel von über 17.000 Euro sicher, berichtet die Polizei.
Des Weiteren wurden noch ein erwachsener Hund und zwei Welpen aufgefunden, die sich nicht „in tiergerechter Verfassung“ befanden. Auch verfügten die Eigentümer nicht über die für die Einfuhr benötigten Nachweise.
Nach Einschaltung des Veterinäramtes der Städteregion Aachen wurden die zwei Welpen und der Mischlingshund sichergestellt. Hier lagen Verstöße gegen das Tierschutz- und Tierseuchengesetz vor. Die Verstöße wurden zur Anzeige gebracht. Die Hunde wurden im Anschluss in eine sichere Obhut übergeben.
Bei den sichergestellten Gegenständen im Wert von über 80.000 Euro und dem vorgefundenen Bargeld konnten keine Eigentumsnachweise beigebracht werden. Da die genaue Herkunft des Geldes vor Ort nicht bestimmt werden konnte, wurde die Gemeinsame Finanzermittlungsgruppe Polizei/Zoll beim Landeskriminalamt NRW eingeschaltet. Das Geld wurde im Rahmen eines Clearingverfahrens sichergestellt. Die Feststellung der genauen Herkunft des Geldes ist nun Bestandteil der weiteren Ermittlungen.
Die vermutliche Hehlerware wurde der Kriminalpolizei am Polizeipräsidium Aachen übergeben. Diese arbeitet laut Pressemitteilung mit Hochdruck in ihren Ermittlungen im In- und Ausland, um festzustellen, ob die Ware aus kriminellen Handlungen stammt. Ergebnisse diesbezüglich stehen zurzeit noch aus.