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Nach dem dramatischen Sieg der DFB-Frauen im EM-Viertelfinale kann sich die verletzte Kapitänin Giulia Gwinn eine Spitze in Richtung der Französinnen nicht verkneifen.

Zürich – Trotz ihrer schweren Verletzung aus dem Eröffnungsspiel bleibt Kapitänin Giulia Gwinn das Herz der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Die 26-Jährige bewies nach dem dramatischen Viertelfinal-Sieg im Elfmeterschießen gegen Frankreich einmal mehr ihre Führungsqualitäten – diesmal mit einem aussagekräftigen Instagram-Post, der den entscheidenden Unterschied zwischen den Teams verdeutlicht.

Giulia Gwinn teilt gegen Frankreich aus: DFB-Frauen siegen als Team

In ihrer Instagram-Story teilte Gwinn, die trotz ihrer Verletzung im Viertelfinale bei der Mannschaft war, ein Foto aus der Vogelperspektive vom entscheidenden Elfmeter gegen Frankreich, den DFB-Torhüterin Ann-Kathrin Berger parieren konnte. Das Bild zeigt im Hintergrund die deutsche Mannschaft eng zusammengerückt und die Arme umeinander gelegt, während die französischen Spielerinnen einzeln dastehen.

Gwinns Kommentar: „DAS ist ein TEAM“ – garniert mit einem großen roten Herzen. Mit dem Post verteilt Gwinn eine Breitseite gegen die Französinnen. Der Kontrast zwischen dem deutschen Zusammenhalt und der französischen Vereinzelung wird bewusst hervorgehoben. Insbesondere, nachdem die DFB-Frauen im Spiel über 100 Minuten in Unterzahl agieren mussten.

Giulia Gwinn zwischen Himmel und Hölle – Verletzungen, Erfolge und Privates der DFB-KapitäninDie Karriere von Giulia GwinnFotostrecke ansehenFrauen-EM: DFB-Kapitänin antwortet auf Kritik von Französin

Besonders pikant: Frankreichs Selma Bacha zeigte sich nach dem Spiel als schlechte Verliererin und sprach von einem unverdienten Weiterkommen Deutschlands. „Sie haben nichts geboten, sie haben gut verteidigt, sie waren aggressiv, aber wir haben sie von A bis Z dominiert“, erklärte die 24-Jährige.

Gwinns Antwort darauf ist eindeutig: Teamgeist schlägt Individualkönnen! Das Mannschaftsgefüge ist bei den DFB-Frauen so stark wie lange nicht und lässt Parallelen zur Männer-EM 1996 ziehen. Auch damals musste Deutschland zahlreiche Ausfälle verkraften, kämpfte sich aber durch Teamgeist zum Titel. Gwinns Post unterstreicht, dass dieser Zusammenhalt auch 2025 das Erfolgsrezept der DFB-Frauen ist.

DFB-Kapitänin Giulia Gwinn hob nach Viertelfinal-Sieg gegen Frankreich den deutschen Teamgeist hervor.DFB-Kapitänin Giulia Gwinn hob nach dem Viertelfinal-Sieg gegen Frankreich den deutschen Teamgeist hervor. © IMAGO / Jan Huebner und Instagram / giuliagwinnDeutschland mit Personalsorgen vor EM-Halbfinale gegen Spanien

Jenen Zusammenhalt im deutschen Team wird es auch im anstehenden Halbfinale (alle TV-Infos hier) am Mittwoch (23. Juli) gegen den amtierenden Weltmeister Spanien brauchen – insbesondere weil die Personalsorgen groß sind. Neben Gwinn fallen auch die ebenfalls verletzte Sarai Linder sowie Kathi Hendrich und Sjoeke Nüsken jeweils gesperrt aus.

Spanien gilt als großer Turnierfavorit. Die Weltmeisterinnen schossen bisher die meisten Tore (16), kassierten von den verbliebenen Teams die wenigsten Gegentreffer (3) und gewannen ihre bisherigen vier EM-Spiele bei diesem Turnier souverän. Ein Hoffnungsschimmer für Deutschland: Auch gegen Frankreich war das Team der Underdog – und setzte sich schließlich mit überragendem Teamgeist durch. (LuHa)