Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ bekommt Zuwachs. Mit dem FC Schalke 04, dem 1. FC Magdeburg, dem 1. FC Schweinfurt und dem TSV Schwaben Augsburg schließen sich vier weitere Traditionsvereine dem Bündnis an. Ziel ist eine verbindliche und faire Regelung für den Aufstieg aus allen fünf Regionalligen in die 3. Liga.
Schalkes Sportvorstand Frank Baumann betont: „Ein Meistertitel sollte automatisch zum Aufstieg führen. Alles andere schadet dem sportlichen Wettbewerb und der Glaubwürdigkeit des Systems.“
Mehr Planungssicherheit, mehr Fairness
Die Bewegung wurde im Februar 2025 in Chemnitz gegründet – als Reaktion auf das jährlich wiederkehrende Dilemma der Regionalliga-Relegation. Aktuell steigen nur drei Meister direkt auf, zwei müssen sich in nervenaufreibenden Entscheidungsspielen messen – mit ungewissem Ausgang.
Frank Baumann warnt vor wirtschaftlichen Folgen: „Ohne verlässliche Rahmenbedingungen wird es immer schwerer, nachhaltige Strukturen aufzubauen. Das betrifft nicht nur den sportlichen Erfolg, sondern auch den finanziellen Unterbau der Vereine.“
Haeder: „Ein System, das Misstrauen säht“
Tommy Haeder vom Chemnitzer FC, Sprecher der Initiative, begrüßt die prominente Verstärkung deutlich:
„Wir freuen uns riesig über die vier neuen Partner, besonders natürlich über Schalke und Magdeburg. Das sind Vereine mit großer Strahlkraft, die weit über ihre Regionen hinaus gehört werden. Dass sie sich uns anschließen, ist ein starkes Signal. Das aktuelle System säht Misstrauen und zementiert Ungleichheit. Es kann nicht sein, dass der sportliche Erfolg eines Meisters vom Zufall abhängt – oder von zwei Spielen, in denen ganze Saisons entschieden werden. Das gefährdet nicht nur Existenzen, sondern untergräbt das Vertrauen in den Fußball. Wir kämpfen dafür, dass jeder Meister auch aufsteigen darf – unabhängig davon, in welcher Region er spielt. Dieses Ziel eint inzwischen 40 Klubs – aus allen Ecken des Landes.“
Ziel: Reform ab Saison 2027/28
Die Initiative will beim DFB-Bundestag 2025 die Einsetzung einer offiziellen Arbeitsgruppe erreichen. Der Reformbeschluss soll 2026 folgen, damit die neuen Regeln zur Saison 2027/28 gelten. Die Botschaft ist eindeutig: Meister müssen aufsteigen – gerecht, verlässlich und bundesweit einheitlich.
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