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Ein neues Buch offenbart anstößige Details über Prinz Andrews Verhalten während einer offiziellen Reise nach Thailand im Jahr 2006.
London – Ein neues Enthüllungsbuch bringt das britische Königshaus in Bedrängnis. Der renommierte Historiker Andrew Lownie (64) hat in seiner Biografie „Entitled: The Rise and Fall of the House of York“ brisante Details über Prinz Andrew (65) zusammengetragen. Der in Ungnade gefallene kleine Bruder König Charles III. (76) könnte das Ansehen der Royals weiter beschädigen.
Prinz Andrew (Mitte) posiert mit thailändischen Polizeibeamten auf dem Rückweg nach Großbritannien, nachdem er an den Feierlichkeiten zum 60. Thronjubiläum des thailändischen Königs teilgenommen hatte. © Tang Chhin Sothy/AFP
Besonders anstößig sind die Schilderungen über Andrews offizielle Reise nach Thailand im Jahr 2006. Der Herzog von York war damals als Vertreter der Krone zum 60-jährigen Thronjubiläum des thailändischen Königs gereist. Doch laut Lownies Recherchen nutzte Prinz Andrew die diplomatische Mission auch für andere Zwecke. Das US-amerikanische Nachrichtenportal The Daily Beast berichtet aus dem Buch von Zeugenaussagen, wonach mehr als 40 Frauen während eines Wochenendes in Andrews Hotelsuite in Bangkok gebracht worden seien. „Kaum war eine weg, kam oft ein andere“, wird ein Zeuge zitiert.
Prinz Andrew: Dem Buch zufolge nutzte der Lieblingssohn der Queen seine royale Position aus
Die britische Boulevardzeitung Daily Mail konzentriert sich darüber hinaus auf die Verbindungen zwischen Prinz Andrew und dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66, † 2019). Laut Lownie soll Epstein die intimsten Geheimnisse des Prinzen an ausländische Geheimdienste verkauft haben. „Andrew war ein nützlicher Idiot, der ihm Ansehen, Zugang zu führenden Politikern und Geschäftsmöglichkeiten verschaffte“, enthüllte schon Tina Brown (71) in ihrem Buch „The Palace Papers“. Epstein habe damit geprahlt, Prinz Andrew wegen seiner Verbindungen zu benutzen.
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Prinz Andrew (65), der dritte Sohn der verstorbenen Queen Elizabeth II. (96, † 2022), geriet durch seine langjährige Freundschaft mit Epstein in einen Skandal, der seine royale Laufbahn beendete. Die Verbindung zu dem ehemaligen Investmentbanker begann bereits in den 1990er-Jahren. Sie wurde Andrew 2019 durch das berüchtigte BBC-Interview zum Verhängnis, in dem er sich zu den Vorwürfen äußerte und dabei unglaubwürdig wirkte.
Besonders belastend war die Anschuldigung der verstorbenen Virginia Giuffre (41, † 2025), die behauptete, als Minderjährige von Epstein an den Prinzen „weitergereicht“ worden zu sein. Nach massivem öffentlichen Druck und einem außergerichtlichen Vergleich mit Giuffre entzog Queen Elizabeth II. ihrem Sohn 2022 alle militärischen Ehrentitel und royalen Schirmherrschaften. Seitdem lebt Prinz Andrew praktisch im royalen Exil und hat sich aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen. Laut Daily Mail arbeitet Prinz William (43) offenbar daran, seinen Onkel Andrew endgültig vom Landsitz der Königsfamilie zu entfernen. Verwendete Quellen: thedailybeast.com, dailymail.co.uk, Tina Brown: „Palace Papers: Die Windsors, die Macht und die Wahrheit“ (Droemer HC, 2022), Andrew Lownie: „Entitled: The Rise and Fall of the House of York“ (William Collins, 2025, ab 14. August)