
AUDIO: Straßenumbau in Hamburg geändert: 400 Parkplätze sollen bleiben (1 Min)
Stand: 07.08.2025 17:52 Uhr
Das Parkraum-Moratorium des Hamburger Senats wirkt in einigen Hamburger Bezirken. Mehr als 400 Parkplätze sollen jetzt entgegen der ursprünglichen Planung nicht abgebaut werden. Sie sollten eigentlich Straßenumbauten zum Opfer fallen. Das ergab eine SPD-Anfrage an den Senat.
Es war Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) persönlich, der vor der Bürgerschaftswahl im März das Parkplatz-Moratorium verkündete und damit der grünen Verkehrsbehörde in die Parade fuhr. Tschentscher wollte den Ärger autofahrender Wählerinnen und Wähler bändigen, die regelmäßig nach Parkplätzen suchen.
Straßenplanung überarbeitet um Parkplätze zu erhalten
Nun meldet die SPD Vollzug, und die Grünen schweigen dazu. Der SPD-Verkehrsexperte Ole Thorben Buschhüter erfuhr, dass der Senat bisher über 400 Parkplätze nicht abbaute, weil die Straßenplanungen überarbeitet wurden. So bleiben etwa in Harburgs Haakestraße 80 Stellplätze erhalten, in der Osterbekstraße in Nord und im Weg „Am Friedhof“ in Wandsbek je fast 50. Buschhüter kommentiert: „Wir wollen die Mobilität für alle verbessern – auch für diejenigen, die auf ihr Auto angewiesen sind.“ Doch bei 60 Prozent der Baumaßnahmen wird kein Parkplatz gerettet – so fallen im Bezirk Mitte fast alle 690 Stellplätze weg.

Der Abbau von Parkplätzen ist ein Streitthema in Hamburg. Offenbar bleiben aber Hunderte Stellplätze erhalten, deren Wegfall ursprünglich geplant war.

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Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.08.2025 | 16:00 Uhr