Stand: 08.08.2025 06:13 Uhr
Bezahlbare Wohnungen zu schaffen ist eines der zentralen Ziele des rot-grünen Hamburger Senats. Pro Jahr will er 10.000 neue Wohnungen genehmigen. Bislang bleiben die Genehmigungen aber deutlich unter dieser selbstgesetzten Zielmarke.
2.800 Wohnungen hat der Senat nach Angaben der Stadtentwicklungsbehörde in diesem Jahr bereits genehmigt. Das sind zwar 200 Wohnungen mehr als im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt. Aber dass der Senat sein erklärtes Ziel von 10.000 Wohnungen in diesem Jahr knackt, glaubt selbst die SPD-Fraktion in der Bürgerschaft nicht.
Hamburg-Standard soll Bauen beschleunigen
Mit der neuen Bauordnung ab dem kommenden Jahr und dem sogenannten Hamburg-Standard will die Stadt das Bauen beschleunigen und günstiger machen, etwa durch Vereinfachungen beim Schall- und Brandschutz. Die Baubranche begrüßt die Maßnahmen, wünscht sich aber auch Standardisierungen für Sanierungen. Derzeit gibt es Pilotprojekte für 1.200 neue Wohnungen des Hamburgs-Standards.
Linke: Günstigeres Bauen muss auch in Mieten einfließen
Die Linksfraktion in der Bürgerschaft kritisiert allerdings, dass der Senat keine Vorgaben für die Mieten macht. Die zukünftig eingesparten Baukosten müssten sich auch im Mietpreis widerspiegeln.
Vertreter der norddeutschen Länder haben sich in Hamburg getroffen. Um billiger zu bauen, wollen sie künftig enger zusammenarbeiten.
Im Jahr 2024 sind 39 Prozent mehr Wohnungen gebaut worden als im Jahr davor – so das Statistikamt Nord.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.08.2025 | 06:00 Uhr