Gelsenkirchen. Die 1938 während der Reichspogromnacht zerstörte Synagoge soll in Gelsenkirchen wieder erlebbar werden. Was die Gemeinde jetzt sucht.
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Gelsenkirchen und die jüdische Gemeinde Gelsenkirchen haben ein neues Projekt mit Hilfe von großzügigen Sponsoren auf den Weg gebracht: die virtuelle Synagoge von 1885.
Das Ückendorfer Digitalstudio mxr-storytelling erweckt die historische Synagoge, die 1885 in der Neustraße, heute Gildenstraße, eingeweiht und 1938 während der Reichspogromnacht zerstört wurde, mit einer detailgetreuen 3D-Rekonstruktion wieder zum Leben.
Suche nach alten Fotos für originalgetreue Rekonstruktion
Grundlage für die digitale Arbeit sind alte Baupläne, historische Zeichnungen sowie das Abbild des Gebetshauses auf einer Gedenkmünze. Für eine möglichst originalgetreue Umsetzung ist das Team noch auf der Suche nach Fotografien – insbesondere von der Frontansicht. „Falls noch alte Fotos oder Filme vorhanden sind, wären wir sehr dankbar, wenn Sie uns unter anfrage@jg-ge.de kontaktieren würden“, erklärt die Gemeinde.
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Im Umfeld des Gedenktages am 9. November wird das Modell der Öffentlichkeit präsentiert und zugänglich gemacht. Geplant sind Renderings, die das historische Bauwerk aus verschiedenen Perspektiven zeigen. Darüber hinaus wird die Synagoge als interaktives 3D-Modell im Internet veröffentlicht und kann mittels Augmented Reality (AR) auf dem eigenen Smartphone virtuell betrachtet werden.