Soundcheck August 2025# 21
Galerie mit 23 Bildern: Signs Of The Swarm – Core Fest 2024 in Stuttgart
Vor zwei Jahren erlebten SIGNS OF THE SWARM mit „Amongst The Low & Empty“ einen Popularitätsschub – nicht zuletzt durch den Labelwechsel zu Century Media Records. Ihr Deathcore hob sich dank gezielter Würze von anderen Bands ab, sodass die Platte nicht schon nach fünfzehn Minuten alles gesagt hatte. Nun liegt mit „To Rid Myself Of Truth“ der Nachfolger vor, der stilistisch noch weiter ausgreifen soll. Versprochen werden Elemente aus Industrial und Metalcore. Wir sind gespannt.
SIGNS OF THE SWARM und die Sache mit der Wahrheit
Keine Sorge – SIGNS OF THE SWARM haben nur behutsam an den Stellschrauben gedreht. Die industriellen Elemente finden sich – wie beim Vorgänger – vor allem in der kühlen Schlagzeugarbeit. Metalcore und Deathcore waren ohnehin stets miteinander verwoben, doch auf für den Metalcore typische Merkmale wie Klargesang verzichten sie weiterhin.
Stattdessen poltert sich die US-amerikanische Band durch elf Songs und bringt zahlreiche Gäste mit. Am bekanntesten ist Will Ramos von LORNA SHORE, der in „Clouded Retinas“ dafür sorgt, dass uns gleich zwei Frontbiester anschreien. Dazu gibt es einen fiesen Breakdown und animalische Squeals – perfekt für Fans beider Bands.
Auf „Iron Sacrament“ ist mit Phil Bozeman von WHITECHAPEL ein weiteres Szene-Schwergewicht dabei, was den Zusammenhalt in der Szene unterstreicht. Weitere Beiträge kommen von 156/SILENCE und PRISON.
Der Sound ist für eine Deathcore-Platte entscheidend: Wenn die Bassdrum nicht direkt in die Magengrube trifft, verliert der Klang an Wucht. Hier haben die Musiker ihre Hausaufgaben gemacht. Produzent Josh Schroeder liefert einen druckvollen Mix – bei Konzerten sind auditive Ganzkörpermassagen garantiert.
„To Rid Myself Of Truth“ – weniger Ausreißer als gedacht
Als wir hörten, dass SIGNS OF THE SWARM mit „To Rid Myself Of Truth“ neue Wege einschlagen wollen, waren wir neugierig, aber auch skeptisch. Solche Experimente können zünden – oder scheitern. Entwarnung: Fans der bisherigen Alben werden auch mit dem neuen Werk warm, ebenso wie Deathcore-Freunde im Allgemeinen.