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Stand: 18.08.2025 05:09 Uhr

US-Präsident Trump behauptet, Präsident Selenskyj könne den Krieg gegen sein Land „fast sofort“ beenden, wenn er auf die Krim und eine NATO-Mitgliedschaft verzichte. Außenminister Wadephul will keine deutschen Soldaten in der Ukraine stationieren.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick.

05:09 Uhr


Selenskyj will Russland zu Krieg zwingen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will Russland gemeinsam mit den USA und Europa zu einem Frieden zwingen. „Ich hoffe, dass unsere gemeinsame Stärke mit Amerika und mit unseren europäischen Freunden Russland zu einem echten Frieden zwingen wird“, schrieb er bei Telegram. Er sei US-Präsident Trump für die Einladung dankbar. „Wir alle wollen diesen Krieg gleichermaßen schnell und verlässlich beenden.“

05:00 Uhr


Selenskyj in Washington eingetroffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist vor seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington eingetroffen. Das gab Selenskyj auf X bekannt. Er betonte, der Ukraine-Krieg müsse „schnell“ beendet werden, ein Frieden müsse zugleich „dauerhaft“ sein.

04:45 Uhr


Zeitplan für Treffen im Weißen Haus

Das Weiße Haus hat den Zeitplan für das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj und den Vertretern aus Europa und von der NATO bekanntgegeben. Das bilaterale Treffen mit Selenskyj findet demnach um 13:15 Uhr Ortszeit (19:15 Uhr MESZ) statt. Für 15 Uhr Ortszeit (21 Uhr MESZ) ist der Gipfel mit den europäischen Staats- und Regierungschefs – unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz – angesetzt.

04:37 Uhr


Meldungen über russische Angriffe auf Charkiw und Odessa

Auch wenige Stunden vor dem geplanten Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump geht der Krieg in dem von Russland angegriffenen Land unvermindert weiter. In der Nacht zu Montag gab es nach ukrainischen Angaben mehrere Verletzte bei einem russischen Raketenangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw.

Explosionen waren nach Angaben der Nachrichtenagentur RBK-Ukraine auch in Odessa zu hören. Mit Verweis auf Bürgermeister Hennadij Truchanow schrieb die Nachrichtenagentur von einer russischen Drohnenattacke.

04:25 Uhr


Trump: Selenskyj kann Krieg „fast sofort“ beenden

Vor dem heutigen Trefen im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einer Verhandlungslösung im Krieg mit Russland aufgefordert. Selenskyj könne den Krieg „fast sofort“ beenden, wenn er dies wolle, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Als Bedingungen nannte er den Verzicht der Ukraine auf die Halbinsel Krim sowie auf eine NATO-Mitgliedschaft.

01:08 Uhr


Moskau pocht laut russischem Diplomat auf gegenseitige Sicherheitsgarantien

Russland hat seine Zustimmung zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine an glaubwürdige Zusicherungen für die eigene Sicherheit geknüpft. Dies erklärte der russische Gesandte bei den internationalen Organisationen in Wien, Michail Uljanow, auf X. Russland stimme der Forderung vieler EU-Staaten nach Garantien für die Ukraine zu, habe aber das gleiche Recht, auch für Moskau wirksame Sicherheitsgarantien zu erwarten.

01:07 Uhr


Witkoff: Putin hat NATO-ähnlichen Garantien für Kiew zugestimmt

Der russische Präsident Wladimir Putin soll sich damit einverstanden erklärt haben, dass die USA und Europa der Ukraine Sicherheitsgarantien anbieten, die dem Beistandspakt der NATO ähneln. Putin habe bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Alaska am Freitag eingewilligt, eine solche Absprache zum Bestandteil eines möglichen Friedensschlusses zwischen Russland und der Ukraine zu machen, erklärte Trumps Sondergesandter Steve Witkoff. „Wir konnten folgendes Zugeständnis erreichen: Dass die Vereinigten Staaten einen Schutz ähnlich dem von Artikel 5 bieten können, was einer der wahren Gründe ist, warum die Ukraine in der NATO sein will“, sagte Witkoff in der Sendung „State of the Union“ des US-Nachrichtensenders CNN.

Es sei das erste Mal, dass er ein entsprechendes Einverständnis der russischen Seite vernommen habe, sagte Witkoff. Die Übereinstimmung mit Blick auf robuste Sicherheitsgarantien sei bahnbrechend. Russland werde sich gesetzlich verpflichten, keine weiteren Gebiete der Ukraine zu erobern.

01:05 Uhr


Politikwissenschaftler Masala: Donbass wäre „gute Ausgangsposition“ für Kreml

Der Politikwissenschaftler Carlo Masala befürchtet verheerende Konsequenzen für die Ukraine, sollte Russland im Zuge von Friedensgesprächen auf einer Abtretung des gesamten Donbass im Osten des Landes bestehen. Das Gebiet verfüge über gut gesicherte Festigungsanlagen, man spreche auch von der „Festung des Donbass“, erklärte der Experte der Bundeswehr-Universität München im ZDF. „Wenn man die sozusagen zugesprochen bekommt, dann hat man im Falle eines weiteren zukünftigen Angriffes auf den ‚Rest‘ der Ukraine natürlich eine sehr gute Ausgangsposition.“ Die Russen könnten so nicht nur näher an die Hauptstadt Kiew heranrücken, es werde auch schwieriger für die Ukrainer, Angriffe abzuwehren. 

Seit dem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin am Freitag in Alaska mehren sich unbestätigte Medienberichte, dass Trump die Möglichkeit für ein schnelles Friedensabkommen sieht, wenn die Ukraine Russland den gesamten Donbass überlässt. Inbegriffen seien auch strategisch wichtige Gebiete, die russische Streitkräfte bisher nicht unter ihre Kontrolle bringen konnten.

 

01:02 Uhr


Wadephul: Deutsche Soldaten in Ukraine „würde uns überfordern“

Wie kann ein mögliches Friedensabkommen abgesichert werden? Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich dazu im Podcast des Medienportals table.media geäußert. Deutschland werde bei einer möglichen Friedenssicherung eine wichtige Rolle übernehmen müssen, sagte er. Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien. Die USA hätten angedeutet, dazu bereit zu sein. Nun müsse man sehen, wie das gemeinsam mit den Europäern umsetzbar sei. Deutsche Soldaten in der Ukraine lehne er jedoch ab.

Man habe verabredet, sich auf das NATO-Territorium zu konzentrieren. Die Bundeswehr habe bereits eine Brigade in Litauen stationiert. Zusätzlich noch deutsche Soldaten in der Ukraine stationieren „würde uns voraussichtlich überfordern“, sagte Wadephul. Mit Blick auf mögliche Friedensgespräche sei er „vorsichtig optimistisch“. Es gebe eine Chance, dass ernsthaft über die Beendigung der Kampfhandlungen und dann über einen Frieden gesprochen werde. In dieser Erwartung reise Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Donald Trump nach Washington. „Das täte er nicht, wenn er nicht die Erwartung hätte, dass es eine Möglichkeit gibt.“

00:57 Uhr


Der Liveblog vom Sonntag

Laut US-Außenminister Rubio ist nach dem Treffen von Trump und Putin ein Waffenruhe noch nicht vom Tisch. Neben Merz und von der Leyen reisen auch die Staats- und Regierungschefs von Italien, Frankreich und Finnland nach Washington.