Bochum. Zwei Vereine gehen mit Rückstand in die neue Kreisliga-Saison. Das liegt daran, dass der Fußballverband vor einigen Jahren seine Regeln verschärft hat.

Am Sonntag startet die Kreisliga in Bochum. Wie jedes Jahr bedeutet das: Alles auf null und los geht‘s, oder? Nicht ganz: Einige Teams starten mit Minuspunkten, werden vor dem Saisonstart mit minus drei Zählern in der Tabelle geführt. Das liegt an einer Regel, die seit einigen Jahren gilt: Wenn eine Mannschaft nach dem 1. Mai nicht zu einem Spiel antritt, bekommt sie einen Punktabzug für die Folgesaison. Heißt also: Wer nicht spielen will, muss fühlen.

  • „Spielverzicht, oder Nichtantreten ab dem 01.05. eines jeden Spieljahres führt (neben der Spielwertung des nicht ausgetragenen Spiels gemäß SpO-WDFV Paragraf 43 Abs. 2 Nr. 3) zum Abzug von drei Punkten für die betroffene Mannschaft in der folgenden Spielzeit.“ (Quelle: Kreis Bochum)

Genau diese Regel hat zwei Kreisligisten erwischt: Den TuS Heven II und den SC Croatia II. Zusätzlich mussten beide Vereine Ordnungsgelder als Strafe für den Nichtantritt zahlen.

Kreisliga Bochum: Heven II und Croatia II gehen damit mit Hypothek in die neue Saison

Croatia II trat nicht am 18. Mai bei BW Grümerbaum II an. Das Ergebnis: 2:0-Wertung des Spiels für Grümerbaum und drei Punkte Abzug für die neue Saison für Croatia. Am ersten Spieltag hat Crotia spielfrei, sodass sie erst am 31. August gegen Vöde III, den Rückstand wieder aufholen können.

Der TuS Heven II aus Witten geht in seine zehnte Saison in der Kreisliga B, diese beginnt mit drei Punkten Minus. Am 11. Mai war Heven gegen Hattingen nicht angetreten, bekam ebenfalls eine Niederlage – und minus drei Punkte für die neue Spielzeit. Ausgleichen können sie das am Sonntag um 17 Uhr bei Weitmar 45 III.

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Warum die Regelung?

Die Regel wurde in ganz NRW eingeführt, weil es in vielen Kreisen Probleme mit Spielverzichten zum Ende der Saison gab, was den Wettbewerb um Auf- und Abstieg stark beeinflussen kann. Deswegen werden Nichtantritte zum Ende der Saison härter bestraft als beispielsweise im Herbst. „Unser Ziel ist es, einen fairen Wettbewerb für alle zu ermöglichen“, sagte Markus Müller, Vorsitzender vom Verbandsausschuss vom Westdeutschen Fußballverband, als die neuen Regeln eingeführt wurden.