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August 2025 im Münchner Hauptbahnhof: große Pfützen, Sturzfluten vom DachAugust 2025: Große Pfützen, Sturzfluten vom Dach. © Merkur.de

Wer aktuell an einem regenreichen Tag am Münchner Hauptbahnhof unterwegs ist, könnte nass werden. Die Bahn wollte das Problem eigentlich schon längst behoben haben.

München – Es ist ein bitteres Bild, das der Hauptbahnhof abgibt. Allerdings nicht wegen der enormen Bauarbeiten, die unvermeidlich sind. Wer aktuell an einem sehr regnerischen Tag in München mit dem Zug ankommt, wird staunen: Von der Decke stürzen Wasserfälle, am Gleis bilden sich kleine Bäche und riesige Pfützen. Wer hier durch muss, kriegt nasse Füße, einen nassen Kopf oder muss gewaltige Sprünge wagen. So geschehen am Mittwoch, als ein starkes Gewitter über die Stadt fegte. Nur: Das Problem besteht schon lange, und sollte eigentlich längst behoben worden sein. Bereits im Januar, an einem regenreichen Tag, zeigte sich das gleiche Bild.

Januar 2025: Von links schießt das Regenwasser wie ein Wasserfall auf den Boden. Januar 2025: Von links schießt das Regenwasser wie ein Wasserfall auf den Boden. © Merkur.deWasser-Fiasko am Hauptbahnhof München: Desaströse Zustände in der Haupthalle

Damals erklärte eine Sprecherin unserer Redaktion: „Leider tritt in dem Bereich bei sehr starken Regenfällen bisweilen Wasser ein.“ Und weiter: „Wir bitten die Beeinträchtigungen zu entschuldigen und prüfen bereits kurzfristige Reparaturmaßnahmen im Dachbereich.“

Fotos zeigen bittere Zustände am Hauptbahnhof München

Gut ein halbes Jahr später scheint die Problematik also noch immer nicht geregelt zu sein. Und das, obwohl man bereits Reparaturen vorangebracht habe. Ein Bahnsprecher erklärt jetzt: „Die angekündigten Reparaturmaßnahmen an der Stelle fanden damals statt, führten allerdings leider nur zu einer teilweisen Verbesserung der Situation.“

Bauarbeiten am Münchner Hauptbahnhof

Die Fertigstellung des gesamten neuen Hauptbahnhofs ist für die zweite Hälfte der 2030er-Jahre geplant, wobei letzte Arbeiten bis 2038 dauern könnten .

Bittere Zustände am Hauptbahnhof München: DB wollte Problem beheben, schaffte es aber nicht

Die „zunehmenden Starkregenereignisse“ und großen Niederschlagsmengen hätten zur Folge, dass „die Entwässerungssysteme in ihrer aktuellen Form dafür nicht ausgelegt sind“, erklärt er weiter. Man arbeite daher an einer Lösung, und habe diese „an einer Stütze bereits erfolgreich getestet“. Abschließend heißt es: „Die Maßnahmen werden nun sukzessive an den übrigen betroffenen Stützen umgesetzt, sodass die Halle künftig auch bei Starkregen wieder trocken bleibt.“ Es ist also völlig offen, ob die Halle beim nächsten stärkeren Regen tatsächlich trocken bleibt. Es wäre wichtig, denn Leidtragende, neben den Reisenden, ist am Ende vor allem die Stadt, die keinen guten Eindruck hinterlässt.