Kiel. Die Islamwoche an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) im vergangenen Mai wird erneut Thema im Bildungsausschuss des Landtags. Die FDP-Fraktion hat Redebedarf zur Aufklärung der Vorfälle rund um den Vortrag des Salafisten Sertac Odabas und eine geschlechtergetrennte Sitzordnung im Hörsaal der Kieler Hochschule. Der Fall soll am 18. September erneut im Bildungsausschuss besprochen werden.

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Die extremistischen Vorfälle im Rahmen der Islamwoche an der Kieler Uni, die von der Islamischen Hochschulgruppe (IHG) organisiert worden war, seien „völlig inakzeptabel und skandalös“ gewesen. „Sie müssen weiter aufgearbeitet werden und klare Konsequenzen haben“, sagte Christopher Vogt, Vorsitzender und hochschulpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, zu seinem Berichtsantrag.

Islamwoche Uni Kiel: FDP will mehr über eingeleitete rechtliche Schritte wissen

Es sei „unerträglich, dass die Räumlichkeiten der größten Hochschule unseres Bundeslandes für die Verbreitung salafistischer Inhalte und die Geschlechtertrennung missbraucht wurden“. Dies dürfe sich nicht wiederholen.

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Nach Ansicht der FDP blieben im Bildungsausschuss am 10. Juli, als die Islamwoche bereits Thema im Landtag war, viele Fragen offen. Die Liberalen interessiert insbesondere, welche rechtlichen Schritte gegen Beteiligte eingeleitet wurden, und wie man zukünftig sicherstellen wolle, dass Räume der Universität „nicht mehr derart missbraucht werden können“.

Islamwoche Uni Kiel: Aufarbeitung nach Auftritt von Sertac Odabas läuft noch

Die Uni Kiel hatte kürzlich auf Nachfrage der Kieler Nachrichten berichtet, dass die Hochschulführung in Abstimmung mit der Rechtsaufsicht des Wissenschaftsministeriums rechtliche Schritte eingeleitet hatte, nachdem man der IHG zuvor den Status als Hochschulgruppe aberkannt hatte.

„Da das Verfahren noch läuft, können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen geben“, sagte Claudia Ricarda Meyer, Kanzlerin der Uni Kiel. Ein denkbarer Ausgang wären eine Zwangsexmatrikulation oder ein Hausverbot für einzelne Personen.

Brisant ist, dass die Arbeitsgruppe der IHG, die die Organisation der Islamwoche an der Uni Kiel übernommen hatte, teilweise aus Personen bestand, die nicht an der Hochschule studieren.

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FDP-Politiker Vogt fordert von der Uni ein „überzeugendes Konzept, um Extremismus zukünftig angemessen begegnen zu können, ohne den notwendigen demokratischen Diskurs zu unterbinden“. Dazu brauche es „mehr Wachsamkeit und weniger Naivität“.

KN