Dresden. In der Fußball-Landesklasse Ost stand am Sonnabend ein Dresdner Derby an: Die SG Striesen empfing Aufsteiger Blau-Weiß Zschachwitz. Die mit Spannung erwartete Partie entpuppte sich alsbald als untypisches Derby, nämlich als ein einseitiges, denn der Favorit setzte sich mit 6:1 (3:0) deutlicher durch als angenommen.
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Striesener Torschützen unter sich: Arno Stephan (l.) und Philip Schweizer bejubeln Stephans Tor zum 5:0.
Quelle: Jochen Leimert
Die Gäste konnten vor 163 Zuschauern die ersten Minuten zwar noch ausgeglichen gestalten, den Hausherren den Spielfluss erschweren, doch das gelang ihnen mit zunehmender Spielzeit nicht mehr so gut. Als Levin Thäsler in der 17. Minute den Ball am zweiten Pfosten ins Netz der Blau-Weißen drückte, wurden die Gastgeber immer selbstbewusster und erhöhten durch Eric Zimmermann auf 2:0 (29.). Zimmermann setzte dann im Anschluss an eine Ecke auch einen Kopfball in die Maschen (45.+2). Ein weiterer Dämpfer für den Außenseiter.
Striesen baut klare Führung nach der Pause weiter aus
Nach der Pause erhöhte Philipp Schweizer mit einem Schuss unter die Latte auf 4:0 für Striesen (47.). Dann traf der eingewechselte Arno Stephan nach Schweizers Zuspiel aus zehn Metern ins lange Eck (60.). Während den Zschachwitzern nach vorn kaum etwas gelang, traf der ebenfalls eingewechselte Sebastian van Gahlen zum 6:0 (72.).
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Der Striesener Stadionsprecher Hannes Sebastian hatte seine Freude am Derby: Die Heimelf gewann mit 6:1. Da griff Sebastian nur allzu gern zum Mikrofon.
Quelle: Jochen Leimert
Fünf Minuten vor dem Ende musste Schiedsrichter Nico Ban das Spiel für 20 Minuten unterbrechen, weil ein Gewitter über der Bärensteiner Straße niederging, Hagelkörner und Wassermassen auf den schnell völlig durchweichten Rasen niederprasselten. Als der Regen aufgehört hatte und die Mannschaften wieder auf dem Platz standen, gelang den Zschachwitzern noch der Ehrentreffer: Ferdinand Klappan drosch einen Freistoß unhaltbar ins linke Eck (90.+1).
Das Gegentor stört mich schon, denn wir wollten die Null halten.
René Boden,
Trainer der SG Dresden-Striesen
Striesens Coach René Boden gefiel der Schlusspunkt der Partie nicht: „Das Gegentor stört mich schon, denn wir wollten die Null halten. Es war natürlich schwierig, nach einer längeren Pause nochmal fünf Minuten konzentriert rauszukommen. Aber natürlich sind wir froh, haben 6:1 gewonnen. In den ersten zehn Minuten hatten wir ein bisschen Mühe, ins Spiel zu finden, aber spätestens mit dem 1:0 hatten wir die Partie im Griff.“ SGS-Kicker Tim Schröter sagte: „Wir haben die Zschachwitzer tiefstehend erwartet, damit gerechnet, dass wir mehr Spielanteile bekommen. Dass die Tore dann so gefallen sind, war für uns eine super Sache. Wir konnten zeigen, dass wir Fußball spielen können.“
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Der Ex-Striesener Luis Birkner (r. gegen Striesens Yannick Born) hatte sich die Rückkehr an die Bärensteiner Straße anders vorgestellt.
Quelle: Jochen Leimert
Der Zschachwitzer Trainer Maik Uischner wollte da nicht widersprechen: „Striesen hatte die bessere Spielanlage, ist deutlich weiter als wir. Wir müssen noch viel arbeiten, lernen, dass in der Liga oft die Räume fehlen, alles schneller geht. Wir müssen begreifen, dass wir hier nicht mehr mit drei, vier Kontakten, sondern eher mit ein, zwei spielen müssen.“
DNN