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Bad Honnef – Der Umweltskulpturenpark auf der Insel Grafenwerth hat am Sonntag bedeutenden Zuwachs erhalten. Mit zahlreichen Gästen aus Kunstszene, regionaler Politik und Presse wurde das sechste Kunstwerk der Öffentlichkeit präsentiert: der „Klima Aal“ des österreichischen Künstlers Markus Jeschaunig.
Vorständin und Stifterin Dr. Beate Kummer würdigte die neue Installation mit bewegenden Worten: „Die Aalskulptur passt hervorragend auf die Insel, weil damit nicht nur eine bedrohte Tierart besondere Aufmerksamkeit erlangt sondern auch auf den besonderen Bezug des Aals in Bad Honnef hingewiesen wird. Im Rhein ist der Bestand massiv zurück gegangen, deshalb freuen wir uns in besonderer Weise, dass Markus Jeschaunig mit seiner Arbeit dem Thema noch mehr Öffentlichkeit bietet.“
Begleitet wurde die feierliche Enthüllung von einer besonderen Aktion des Fischereiverbandes Westfalen-Lippe: Nach dem Kunstevent durften die Gäste gemeinsam 600 lebende Aale in den Rhein aussetzen.
Auch Bürgermeister Otto Neuhoff unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Engagements: „Die ehrenamtlichen Klimainitiativen sind in nicht genug zu würdigen, denn ohne dieses Engagement würden Klima- und Umweltschutz nur schwer nahe an die Bürger herangetragen werden können.“
Der Umweltskulpturenpark auf Grafenwerth wurde im Juni 2022 eröffnet und erfreut sich seither wachsender Beliebtheit bei Besuchern aus nah und fern. Mit der Bronze-Skulptur des „Klima Aals“ erweitert er nun seine Attraktivität um ein Werk, das sowohl künstlerisch als auch ökologisch Zeichen setzt.
Künstler Markus Jeschaunig erklärte: „Das Projekt Klima Aal greift eine der vielen gefährdeten Arten heraus und macht sie zum Protagonisten: den Aal. Der europäische Aal ist nicht nur ein bedeutendes Tier der Natur- und Kulturlandschaft des Rheins, sondern kann als Golfstromwanderer zwischen Nordatlantik und europäischen Binnengewässern als weit gereister Zeuge wichtiger globaler Klimavorgänge betrachtet werden. Die Skulptur eines pfeilgeraden Aalkörpers, in Form einer drei Meter hohen Säule aus Bronze, steht in erster Linie für Biodiversität und soll die BesucherInnen des Parks zum Nachdenken über komplexe ökologische Zusammenhänge einladen.“
Auch Jurymitglied Jesse Magee, selbst Künstler, hob die Symbolkraft hervor: „Der Klima-Aal verkörpert und repräsentiert in besonderer Weise die Wandlungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit dieses einzigartigen Fisches an veränderte Lebensräume. Auch wir befinden uns in einer Welt des ständigen Wandels und müssen uns immer wieder an neue Rahmen- und Lebensbedingungen anpassen.“
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Würdigung durch den amtierenden Aalkönig, den Meteorologen Sven Plöger. Er betonte die Verbindung zwischen Kunst, Geschichte und Umwelt: „Der Klima Aal steht zukünftig als Denkmal auf der Insel und in unmittelbarer Nähe zum Aalschokker, dem historischen Aalfangschiff, es ist eine tolle Verbindung, um auf Umwelt- und Klimaveränderungen in besonderer Weise hinzuweisen.“
Mit der Enthüllung des „Klima Aals“ wird nicht nur die kulturelle Landschaft Bad Honnefs bereichert, sondern auch ein starkes Zeichen für den Schutz bedrohter Arten und den bewussten Umgang mit ökologischen Herausforderungen gesetzt.
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