Die italienische Bank Unicredit lässt sich von der Opposition der Bundesregierung und der Commerzbank-Führung nicht bremsen: Am Montag gab die Bank aus Mailand bekannt, dass sie weitere rund sechs Prozent an Derivaten in Aktien und Stimmrechte der Commerzbank umgewandelt hat. Ihre Beteiligung liegt nun bei 26 Prozent. Die verbleibenden Derivate sollen „zu gegebener Zeit“ getauscht werden, sodass Unicredit dann über einen Anteil von 29 Prozent an der Commerzbank verfügt, teilte die italienische Bank mit. Sobald sie die Schwelle von 30 Prozent überschreitet, müsste Unicredit nach dem Gesetz allen Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreiten, das sich am Drei-Monats-Durchschnittskurs orientiert.