Putin-Vertrauter spottet über Merz
„Dumme Entscheidungen und Kriegstreiberei“
26.08.2025 – 07:27 UhrLesedauer: 1 Min.
Kirill Dmitrijew, Leiter des staatlichen russischen Anlagefonds: Der Banker hat sich in mehreren Posts über Bundeskanzler Friedrich Merz lustig gemacht. (Quelle: IMAGO/Roman Naumov)
Bundeskanzler Friedrich Merz hat angesichts der wirtschaftlichen Lage in Deutschland Reformen angekündigt. Dafür erntet er Spott aus Russland.
An drei aufeinanderfolgenden Tagen äußerte sich der russische Investitionsbeauftragte Kirill Dmitrijew auf der Plattform X zur Situation in Deutschland. Dabei ließ dabei kaum eine Gelegenheit aus, sich über die Bundesregierung lustig zu machen.
In seinem ersten Kommentar reagierte Dmitrijew auf die neuen Wirtschaftszahlen. Er schrieb: „Dumme Entscheidungen und Kriegstreiberei führen zu Rezessionen. Fallstudie Deutschland.“ Auch in den folgenden Tagen setzte er nach: Als Merz beim CDU-Landesparteitag in Osnabrück erklärte, der Sozialstaat sei in seiner aktuellen Form nicht mehr tragbar, spottete Dmitrijew: „Vielleicht ist die Krise gar nicht vom Himmel gefallen – sondern der Preis für schlechte Politik. Und diese schlechte Politik geht weiter.“
Seine dritte Wortmeldung zielte auf Merz’ Einschätzung zur Welthandelsorganisation (WTO), die laut dem Bundeskanzler nicht mehr funktioniere – vor allem, weil die USA sich nicht mehr an internationale Regeln hielten. Dmitrijew reagierte erneut mit Ironie: Der Kanzler solle vorsichtig sein, um „Daddy“ Donald Trump nicht zu verärgern. Zugleich fragte er süffisant, ob Deutschland womöglich über eine Rückkehr zur Partnerschaft mit Russland nachdenke.