An den Aktienmärkten in der Region Asien und Pazifik geht es vorsichtig nach oben. Die richtigen Impulse fehlen, die grünen Vorzeichen werden von teils dünnen Handelsumsätzen begleitet.Die Preise für Öl steigen in der frühen asiatischen Handelssitzung, da die Hoffnungen auf ein US-Indien-Zollabkommen schwinden. Ein Vertreter der Trump-Administration erklärte, dass die beiden Länder voraussichtlich keine Einigung mehr erzielen werden. Damit dürften die US-Zölle auf Waren aus Indien am Mittwoch um 12:01 Uhr ET auf 50 Prozent verdoppelt werden. „Anleger bleiben angespannt, da zusätzliche Zölle auf Einfuhren aus Indien als Reaktion auf dessen Käufe von russischem Rohöl über dem Markt schweben“, heißt es von ANZ Research. Für den morgigen Handelstag dürften die Geschäftszahlen von Nvidia den entscheidenden Impuls für die Risikofreude der Anleger liefern. Der KI-Chipriese legt nach Handelsschluss an der Wall Street seine Zahlen vor.
Stabiler als zuletzt läuft es momentan für das verarbeitende Gewerbe in China. Die Gewinne großer Industrieunternehmen in China sind in den ersten sieben Monaten 2025 um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken, wie offizielle Daten zeigten. Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von mindestens 20 Millionen Yuan (oder rund 2,81 Millionen Dollar erzielten von Januar bis Juli zusammen Gewinne von 4,02 Billionen Yuan, so das Nationale Statistikamt (NBS). Im Juli gingen die Gewinne großer Industrieunternehmen um 1,5 Prozent im Jahresvergleich zurück – ein geringerer Rückgang als im Juni mit minus 4,3 Prozent. Besonders im verarbeitenden Gewerbe legten die Gewinne mit plus 6,8 Prozent deutlich stärker zu als im Juni.
Für die Aktie von Woolworths geht es gleich um 13 Prozent nach unten. Der australische Einzelhandelsriese meldete für 2024/25 deutliche Gewinnrückgänge um bereinigt 17 Prozent, senkte die Dividende, steigerte aber den Umsatz leicht. Sondereffekte drückten zusätzlich auf den Nettogewinn. Der Ausblick ins neue Jahr ist positiver. Vorstandschefin Amanda Bardwell bezeichnete das vergangene Geschäftsjahr als „enttäuschend“, äußerte aber Zuversicht für das neue Geschäftsjahr.