Berlin – Das war es schon wieder mit dem Krimi-Gastspiel. Corinna Harfouch verabschiedet sich vom Berliner „Tatort“. Im kommenden Frühjahr wird sie ein letztes Mal als Kriminalhauptkommissarin Susanne Bonard ermitteln. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat nun den Abschied der beliebten Schauspielerin offiziell gemacht.

Der „Tatort“ aus Berlin gehört seit Jahren zu den Dauerbrennern im Krimi-Format. Allerdings gab es immer wieder wechselnde Besetzungen

Der „Tatort“ aus Berlin gehört seit Jahren zu den Dauerbrennern im Krimi-Format. Allerdings gab es immer wieder wechselnde Besetzungen

Foto: rbb/Gordon Muehle

So heißt ihr letzter Fall

Die finale Folge mit der 70-jährigen Harfouch trägt den Arbeitstitel „Gefahrengebiet“ und dreht sich um den mysteriösen Tod eines Obdachlosen. Eine RBB-Sprecherin bestätigte diese Details. Schon länger ist bekannt, dass Harfouch nach nur einer Handvoll Folgen dem „Tatort“ den Rücken kehrt.

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„Es wäre ja auch absurd“, erklärte Harfouch im letzten Jahr, „wenn ich mit 75 immer noch ‚Tatort‘-Kommissarin wäre und im Rollstuhl die Verbrecher jage.“ Ein Abschied, der sicherlich viele Fans melancholisch stimmen wird.

Meret Becker war die Vorgängerin von Corinna Harfouch im „Tatort“ aus Berlin. Sie machte 2022 Schluss

Meret Becker war die Vorgängerin von Corinna Harfouch im „Tatort“ aus Berlin. Sie machte 2022 Schluss

Foto: picture alliance/dpa

Wie es mit dem Krimi aus Berlin weitergehen soll, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Harfouch ermittelte nach dem Ausstieg von Meret Becker im Jahr 2022 an der Seite von Mark Waschke (Kriminalhauptkommissar Robert Karow) in der Hauptstadt. Der Berliner wird nach rund zehn Jahren wohl weiter auf Verbrecherjagd in Berlin gehen.

Ex-Intendantin freute sich noch über Einstieg

Zu Harfouchs Dienstantritt hatte sich die heute umstrittene und aus dem Amt geschiedene damalige RBB-Intendantin Patricia Schlesinger (64) noch euphorisch geäußert: „Es war unser Wunsch und trotzdem eine Überraschung. Sie beherrscht wie keine andere Schauspielerin ein Stilmittel, das in Deutschland im Film selten Anwendung findet: Understatement. Damit hat sie die besten Voraussetzungen, in Berlin eine Kommissarin zu sein.“

Und, tschüss! Corinna Harfouch steigt nach nur drei Jahren aus dem „Tatort“ aus

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Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Harfouch selbst gilt als eine der etablierten und renommierten Schauspielerinnen Deutschlands, die immer wieder ihrem eigenen Bauchgefühl vertraut. Seit mehr als 40 Jahren gehört sie zu den bekanntesten Gesichtern im TV und will auch künftig noch drehen oder für Theaterprojekte auf der Bühne stehen. Nur eben in der erfolgreichsten deutschen Fernsehreihe aller Zeiten nicht mehr.