Die chinesische Regierung will am Atomwaffenarsenal des Landes festhalten. An Dreiergesprächen mit den USA und
Russland über atomare Abrüstung werde China nicht teilnehmen, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun. Chinas Teilnahme an trilateralen Gesprächen zu erwarten, sei „weder plausibel noch
realistisch“. 

US-Präsident Donald Trump hatte die atomare
Abrüstung als ein großes Ziel bezeichnet und behauptet, dass Russland und China dazu ebenfalls bereit seien. Ähnliche Gespräche hatte er bereits ergebnislos während seiner ersten Amtszeit angeregt, schon damals hatte China seine Teilnahme daran verweigert.

Nach Einschätzung des chinesischen Außenministeriumssprechers sind China
und die USA „in Bezug auf ihre nuklearen Fähigkeiten überhaupt
nicht auf dem gleichen Niveau“. Er forderte, dass die Länder mit den größten
Atomwaffenarsenalen erst einmal ihrer „besonderen und vorrangigen
Verantwortung für die nukleare Abrüstung ernsthaft nachkommen“ sollten. Sein Land halte seine nukleare Rüstung „auf dem für die nationale
Sicherheit erforderlichen Mindestniveau“ und trete „mit keinem Land in
einen Rüstungswettlauf ein“.

Nach den jüngsten Zahlen des
Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Russland über 4.309
einsatzfähige nukleare Sprengköpfe, die USA über 3.700. Insgesamt halten
Moskau und Washington demnach mehr als 87 Prozent aller weltweiten
Atomwaffenbestände. China verfügt demnach nur über 600 nukleare Sprengköpfe, hat diese aber binnen eines Jahres um 100 aufgestockt.

Nukleare Aufrüstung

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