Was der ukrainische Soldat Vladyslav berichtet, klingt wie aus einem Horrorfilm. Demnach sollen russische Soldaten Gefangene gefoltert und ermordet haben. Auch ihm sei die Kehle durchgeschnitten worden, doch er konnte sich retten. Er hofft, seine verlorene Stimme mit Operationen zurückzubekommen.
+++ 18:18 Medien: Alle Mitglieder von Nord-Stream-Sabotagekommando identifiziert +++
Deutschen Behörden ist es einem Medienbericht zufolge gelungen, alle Mitglieder des Kommandos zu identifizieren, das für die Sabotage der Nord-Stream-Pipelines im September 2022 verantwortlich sein soll. Es gehe um sieben ukrainische Tatverdächtige, berichten ARD, „Die Zeit“ und „Süddeutsche Zeitung“ nach gemeinsamen Recherchen. Gegen sechs von ihnen lägen Haftbefehle vor. Der siebte soll im Dezember bei Kämpfen gegen die russische Armee in der Ukraine getötet worden sein. Das Kommando soll aus einem Skipper, einem Koordinator – dem kürzlich in Italien festgenommenen Serhii K. -, einem Sprengstoffexperten und vier Tauchern bestanden haben. Ein Mitglied der Gruppe, der mittlerweile getötete ukrainische Soldat Wsewolod K., erhielt demnach im vergangenen Jahr bei der Bundeswehr im bayerischen Wildflecken eine militärische Ausbildung. Die Ermittlungen erhärten dem Bericht zufolge den Verdacht, dass die Gruppe den Anschlag mit Hilfe von ukrainischen Behörden ausführen konnte. So seien die Verdächtigen mit ukrainischen Original-Pässen durch Polen nach Deutschland gereist, die allerdings falsche Namen enthielten. Einer der Verdächtigen sei zudem im vergangenen Jahr in einem Auto des ukrainischen Militärattachés aus Polen in die Ukraine gebracht worden, um einer Festnahme zu entgehen. Die Bundesanwaltschaft wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern.
+++ 18:00 Selenskyjs rechte Hand nach Riad gereist +++
Eine hochrangige Delegation der Ukraine lotet mit Saudi-Arabien Wege zu einem möglichen Frieden aus. Präsidialamtschef Andrij Jermak hat sich eigenen Angaben zufolge deshalb gemeinsam mit Sicherheitsratschef Rustem Umjerow in Riad mit dem saudischen Verteidigungsminister und dem dortigen nationalen Sicherheitsberater getroffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Dienstag unter anderem die Golfstaaten als mögliche Gastgeber für Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin genannt.
+++ 17:30 Merz mit Vorwürfen gegen Putin: „Auch Moldau will er zurückholen“ +++
Kanzler Friedrich Merz sichert dem EU-Beitrittskandidaten Moldau die Unterstützung Deutschlands im Kampf gegen Desinformation und Cyberkampagnen aus Russland zu. Vor den im nächsten Monat anstehenden Parlamentswahlen in Moldau vergehe „kein Tag ohne massive hybride Attacken Russlands“, sagt Merz bei seinem Besuch in Chisinau. „Im Fadenkreuz steht die moldauische Demokratie online wie offline. Im Fadenkreuz steht die freiheitliche offene liberale Gesellschaft. Und deshalb hilft Deutschland und deshalb hilft Europa.“ Die ehemalige Sowjetrepublik ist permanent Ziel russischer Propaganda und Desinformation. Viele Moldauer fürchten, dass der Krieg in der Ukraine auf ihr Land übergreifen könnte – auch weil in Russland immer wieder eine Landbrücke bis nach Transnistrien gefordert wird. Mit Blick auf Kremlchef Wladimir Putin sagt Merz: „Auch Moldau will er zurückholen in die russische Einflusssphäre.“
+++ 17:07 Merz, Macron und Tusk stärken Moldau den Rücken +++
Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk stärken der proeuropäischen Regierung in der Republik Moldau mit einem gemeinsamen Besuch in der Hauptstadt Chisinau demonstrativ den Rücken. Sie sichern dem kleinen an die Ukraine grenzenden Land Unterstützung auf dem Weg in die Europäische Union und bei der Abwehr russischer Destabilisierungsversuche zu. „Sie sind uns in der Europäischen Union von ganzem Herzen willkommen“, betont Merz und würdigt die „entschlossenen und erfolgreichen“ Reformen, die auf dem Weg in die Europäische Union bisher angegangen worden seien.
+++ 16:39 Putin reist nach China – weiterhin kein Termin mit Kiew +++
Die Forderungen der Ukraine und ihrer westlichen Verbündeten nach raschen Friedensgesprächen mit Kremlchef Wladimir Putin prallen weiter an den Moskauer Kremlmauern ab. Putin breche zu einer bisher beispiellosen Reise nach China auf und bereite sich außerdem auf das Wirtschaftsforum in Wladiwostok am Pazifik vor, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Putin ist erst vom 31. August bis 3. September in China, wo er am Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Tianjin sowie an der Militärparade in Peking teilnimmt. Dann reist er weiter in den Fernen Osten Russlands zum Wirtschaftsforum. Peskow bestätigt zwar, dass es Kontakte gebe zwischen den russischen und ukrainischen Verhandlungsführern der bisherigen Treffen in Istanbul. Einen Termin für eine Fortsetzung der Gespräche dort gebe es nicht. Auf ein mögliches Treffen Putins mit Selenskyj, wie es US-Präsident Donald Trump angekündigt und das Kanzler Friedrich Merz und andere europäische Verbündete der Ukraine begrüßt hatten, geht Peskow indes gar nicht ein.
+++ 16:07 Neues Rheinmetall-Werk soll bis zu 350.000 Artilleriegeschosse im Jahr fertigen +++
Das neue Rheinmetall-Werk für Artilleriemunition in Niedersachsen soll bei voller Auslastung das größte Munitionswerk in Europa werden. Der Konzern plant, die Produktion des 155-Millimeter-Kalibers schrittweise zu erhöhen. Noch im laufenden Jahr sollen am Standort in Unterlüß rund 25.000 Schuss Munition produziert werden, 2026 sollen es rund 140.000 Schuss sein, ab 2027 beträgt die Jahreskapazität dann bis zu 350.000 Schuss, wie Deutschlands größter Rüstungskonzern mitteilt. Die Nachfrage nach so einer Munition ist mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 nach oben geschnellt, Rheinmetall gehört zu den wichtigsten Lieferanten des von Russland angegriffenen Landes. Auch bei der Bundeswehr und anderen westlichen Armeen ist der Bedarf gestiegen. Zudem errichtet der Konzern an dem Standort in der Lüneburger Heide eine Fabrik für Raketenmotoren und möglicherweise auch Gefechtsköpfe. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 15:39 Tote und Verletzte durch Artillerie- und Drohnenangriffe +++
Mehrere Menschen sind durch russische Angriffe in der Region Cherson in der Ukraine getötet oder verletzt worden. Das teilen regionale Behörden mit. Demnach starben ein 45-jähriger Mann und eine 40-jährige Frau, als ein Bauernhof in Nowoworonzowka mit Artillerie beschossen wurde. Die Stadt Cherson meldet mindestens drei Verletzte infolge von Drohnenangriffen und Artilleriebeschuss. Zudem starb ein 78-Jähriger durch einen Drohnenangriff am Rande der Stadt Beryslaw am vergangenen Samstag.
+++ 15:11 Cyberangriff auf Rosneft 2022: Anonymous-Mitglied angeklagt +++
Nach dem Cyberangriff auf die Deutschland-Tochter des russischen Energiekonzerns Rosneft im Jahr 2022 durch ein mutmaßliches Mitglied einer deutschen Anonymous-Gruppierung hat die Staatsanwaltschaft Berlin Anklage erhoben. Dem Angeschuldigten werden zwei Fälle des Ausspähens von Daten vorgeworfen, in einem Fall in Tateinheit mit Computersabotage in besonders schwerem Fall, teilen die Ermittler mit. Der Hacker soll nach den Ermittlungen des Bundeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft kurz nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine rund 20 Terabyte Daten entwendet und einzelne für kritische Infrastrukturen relevante Systeme gelöscht haben. Als Folge sei unter anderem das operative Geschäft für Tage unterbunden gewesen. Der Schaden soll in einen zweistelligen Millionenbereich gehen. Die Hacker des Anonymous-Kollektivs hatten sich nach der Cyberattacke zu dieser bekannt. Dem „Spiegel“ gegenüber begründeten sie den Angriff mit der Verbindung des Konzerns zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Rosneft-Konzern stehe „im Zentrum von Putin und seinem engsten Zirkel“, hieß es damals.
+++ 14:36 Stadt Tschernihiw: Verletzte nach Drohnenattacke +++
Die ukrainische Stadt Tschernihiw meldet zwei Verletzte nach dem Angriff einer russischen Kampfdrohne. Die Drohne sei im Stadtgebiet eingeschlagen, in der Folge sei ein Feuer in einem Geschäft ausgebrochen, heißt es von der Verwaltung. Die Stadt Tschernihiw liegt nordöstlich von Kiew und ist etwa 70 Kilometer von der russischen und 50 Kilometer von der belarussischen Grenze entfernt.
+++ 13:55 Ukrainischer Geheimdienst: Explosion an Ölpipeline, die Moskau versorgt +++
In der russischen Oblast Rjasan ist nach ukrainischen Angaben eine Hauptpipeline explodiert, die Öl an Moskau liefert. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Demnach sei nach einem Knallgeräusch ein großes Feuer in einem Abschnitt der Pipeline ausgebrochen. Die Explosion soll sich bereits gestern ereignet haben und so eine wichtige Versorgungsroute in die Hauptstadt Moskau abgeschnitten sein. Der Mitteilung zufolge wird die Pipeline seit 2018 von der Firma Transneft betrieben, die auch die russische Armee mit Treibstoff versorgt. Zuvor gab es bereits Meldungen von kilometerlangen Schlangen an russischen Tankstellen wegen Treibstoffmangels (Eintrag um 7:44 Uhr).
+++ 13:10 Russischer Atomkreuzer modernisiert: Ist die „Admiral Nachimow“ nur eine „Zielscheibe“? +++
Mit großem Aufwand modernisiert und zu Wasser gelassen, präsentiert Russland die „Admiral Nachimow“ als Zeichen seiner maritimen Stärke. Doch Experten sehen in dem überholten Atomkreuzer weniger eine echte Bedrohung als vielmehr ein Prestigeobjekt – und eine äußerst verwundbare Zielscheibe.
+++ 12:52 Kreml: Treffen zwischen Putin und Selenskyj braucht „gute Vorbereitung“ +++
Russland betont in Bezug auf ein Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj die Notwendigkeit einer „guten Vorbereitung“. Die Chefs der russischen und ukrainischen Delegationen seien im Gespräch, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. „Jeder weitere Kontakt auf hohem Niveau oder auf höchster Ebene muss gut vorbereitet sein, um effektiv zu sein“, fügte er hinzu. Ein Datum für ein mögliches Treffen könne er nicht nennen, sagte der Kremlsprecher weiter. Die Diskussionen um die westlichen Sicherheitsgarantien für die Ukraine sehe der Kreml „negativ“, fügte Peskow hinzu. Russland sei gegen die mögliche Stationierung europäischer Truppen in der Ukraine nach einem Friedensabkommen.
+++ 12:21 Selenskyj: Mehr als 100.000 Menschen nach Angriffen ohne Strom +++
In der Ukraine sind nach russischen Angriffen laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mehr als 100.000 Verbraucher in drei Regionen ohne Strom. Energieanlagen seien beschädigt worden, schreibt Selenskyj bei X. Der Angriff habe Stromausfälle in den Regionen Poltawa, Sumy und Tschernihiw verursacht.
+++ 11:41 Kiew: Mehr als 900 russische Soldaten innerhalb eines Tages „eliminiert“ +++
Kiew macht täglich Angaben zu den personellen Verlusten auf russischer Seite. Laut Ukraine sind es 920 russischen Soldaten, die am vergangenen Tag verletzt oder getötet worden sind. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums sind seit Beginn des Krieges im Februar 2022 insgesamt 1.078.750 russische Soldaten „eliminiert“ worden. Wie das Verteidigungsministerium in seinen täglichen Angaben zu den Verlusten Russlands verkündet, habe der Gegner seit Kriegsbeginn rund 11.000 Panzer, mehr als 23.000 gepanzerte Fahrzeuge und fast 54.000 Drohnen, die sich nicht mehr im Besitz des russischen Militärs befinden oder zerstört wurden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Moskau selbst hält sich mit Informationen zu eigenen Verlusten in der Ukraine zurück.
+++ 11:15 ntv-Reporter Weichert über Ostfront: „Russische Stoßtrupps sorgen für Angst und Schrecken“ +++
Auch wenn auf den großen politischen Bühnen der Welt über einen Waffenstillstand spekuliert wird, setzt Russland seine Angriffe in der Ukraine ungehindert fort. ntv-Korrespondent Jürgen Weichert schildert die Lage an der Front im Osten des Landes.
+++ 10:57 Selenskyj will Gespräche über Sicherheitsgarantien auf Chefebene +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert Gespräche der Staats- und Regierungschefs über Sicherheitsgarantien für sein Land. Es sei an der Zeit, die wichtigsten Prioritäten und Zeitpläne dafür zu erörtern. „Militärkommandeure, Verteidigungsminister und Sicherheitsberater bereiten auf verschiedenen Ebenen die Komponenten der künftigen Sicherheit vor“, schreibt Selenskyj bei X. „Wir beschleunigen den Prozess der Festlegung der Details.“
+++ 10:34 Ukraine meldet Angriffe auf Energie- und Gasinfrastruktur in sechs Regionen +++
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der ukrainischen Regierung in der vergangenen Nacht die Energie- und Gastransitinfrastruktur in sechs Regionen angegriffen. In Poltawa im Zentrum der Ukraine sei die Infrastruktur zum Gastransport erheblich beschädigt worden, teilt das Energieministerium in Kiew mit. Zudem sei die Ausrüstung eines der wichtigsten Umspannwerke in Sumy im Norden des Landes getroffen worden. Die bedeutendsten Gasproduktionsanlagen der Ukraine befinden sich in den Regionen Poltawa und Charkiw.
+++ 10:06 Kanadas Premier Carney: Putin hat Angst vor Treffen mit Selenskyj +++
Nach Ansicht des kanadischen Premierministers Mark Carney hat Kremlchef Wladimir Putin Angst davor, sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu treffen. Dies sagte der Kanadier bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz, wie die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform meldet. Carney sagte demnach, Putin habe immer wieder Bedingungen gestellt und die Dinge hinausgezögert, weil er Angst vor diesem Treffen habe, um Bedingungen für ein Kriegsende zu besprechen. Laut dem kanadischen Premierminister ist Selenskyj bereit, Putin auf neutralem Boden zu treffen.
+++ 09:36 ntv-Korrespondent Munz zu neuem Messenger in Russland: „Geht um Kontrolle“ +++
In Russland wird der US-amerikanische Messenger WhatsApp zunehmend eingeschränkt. Dafür wird die staatliche App Max stark beworben. Für die Nutzung braucht es unter anderem eine russische Simkarte, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz erklärt.
+++ 09:02 Ukrainische Luftverteidigung schießt 74 Drohnen in der Nacht ab +++
Die ukrainische Luftverteidigungskräfte zerstört 74 der 95 Drohnen, die die russischen Truppen seit gestern Abend bei Angriffen auf die Ukraine eingesetzt hatten. Das teilt die Luftwaffe der ukrainischen Streitkräfte mit. Russlands Militär startete demnach Drohnen vom Typ Shahed und verschiedene Drohnenattrappen aus den russischen Gebieten Kursk, Millerowo, Orjol, Primorsko-Achtarsk sowie aus Tschauda auf der besetzten Krim.
+++ 08:33 Ukraine: Stromausfälle nach russischem Angriff auf Energieinfrastruktur in Region Poltawa +++
Bei einem russischen Luftangriff in der zentralukrainischen Region Poltawa ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein Energieunternehmen beschädigt worden. Dadurch sei es vorübergehend zu Stromausfällen gekommen, teilt Regionalgouverneur Wolodymyr Kohut bei Telegram mit. Die Stromversorgung sei inzwischen wiederhergestellt worden.
+++ 08:21 Woody Allen verteidigt Auftritt bei Moskauer Filmfestival +++
US-Filmregisseur Woody Allen verteidigt seinen Auftritt beim Moskauer Filmfestival gegen Kritik aus der Ukraine. „Was den Konflikt in der Ukraine angeht, bin ich der festen Überzeugung, dass (Russlands Präsident) Wladimir Putin völlig im Unrecht ist“, sagte der 89-Jährige dem Sender CNN. Der Krieg, den Putin in der Ukraine begonnen habe, sei „entsetzlich“. „Aber ganz gleich, was Politiker getan haben – ich habe nicht das Gefühl, dass es jemals hilfreich ist, den künstlerischen Dialog abzubrechen.“ Allen war am vergangenen Wochenende im Rahmen des Moskauer Filmfestivals zugeschaltet worden, um einen Vortrag zu halten. Die Veranstaltung wurde vom kremlnahen Regisseur und Schauspieler Fjodor Bondartschuk moderiert. Wegen seiner Unterstützung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist Bondartschuk Ziel westlicher Sanktionen.
+++ 07:44 Nach Drohnenangriffen: Treibstoffmangel führt zu kilometerlangen Staus in Russland +++
Autofahren wird für viele Russinnen und Russen aktuell zum Geduldsspiel. Vor den Tankstellen müssen sie in einigen Regionen stundenlang warten und können dann mancherorts nicht einmal volltanken. Unter anderem sorgen ukrainische Drohnenangriffe für einen massiven Treibstoffmangel.
+++ 07:08 „Alles Blödsinn“: Trump reagiert auf Lawrows Angriffe auf Selenskyjs Legitimität als Staatschef +++
US-Präsident Donald Trump reagiert auf die jüngsten Angriffe des Kremls auf die Legitimität des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit deutlichen Worten. Vor Reportern im Weißen Haus weist Trump die Einwände in einer Stellungnahme als „Gehabe“ zurück, wie die ukrainische Zeitung „Kyiv Independent“ meldet. „Es ist alles Blödsinn, okay“, sagte Trump in einer Kabinettssitzung. Der Kommentar ist eine Reaktion auf den russischen Außenminister Sergej Lawrow, der in einem Interview mit NBC News am 22. August erklärte, der Kreml betrachte Selenskyj nicht als legitimen Führer der Ukraine. Der russische Präsident Wladimir Putin könne kein Friedensabkommen mit Selenskyj unterzeichnen, behauptete Lawrow, da Selenskyj nicht befugt sei, Rechtsdokumente zu unterzeichnen.
+++ 06:27 Gouverneur: Mehr als 430 Angriffe auf Siedlungen in Saporischschja binnen eines Tages +++
Russische Streitkräfte flogen innerhalb der vergangenen 24 Stunden 431 Angriffe auf 14 Siedlungen in der Region Saporischschja. Das teilt Iwan Fedorow, Leiter der regionalen Militärverwaltung von Saporischschja, laut Ukrinform mit. „Russische Truppen flogen sechs Luftangriffe auf Orichiv, Preobraschenka, Bilohirja und Poltawka“, schreibt Fedorow demnach. Das russische Militär habe 291 Drohnen verschiedener Typen, eingesetzt. Eine 25-Jährige sei dabei verletzt worden.
+++ 05:38 Kallas: Europäer müssen mehr als Waffenstillstand überwachen +++
Vor einem Treffen der EU-Außen- und Verteidigungsminister ab Donnerstag in Kopenhagen spricht sich die EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas für „glaubwürdige und robuste“ Sicherheitsgarantien zur Sicherung eines künftigen Friedens in der Ukraine aus. „Zur Rückversicherung für die Ukraine müssten die westlichen Friedenstruppen gut ausgerüstet und in der Lage sein, sich verteidigen zu können“, sagt Kallas der „Welt“. Es reiche darum künftig nicht, dass der Westen die Einhaltung eines Waffenstillstandes nur überwache. „Die Ukraine muss sich bei der Sicherung von Frieden auf den Westen verlassen können. Und der Kreml muss wissen, dass eine Verletzung der Waffenruhe auch zu ernsthaften Reaktionen der Verbündeten der Ukraine führen könnte“, so Kallas weiter.
+++ 04:29 Ukrainische Drohnentrümmer sorgen in russischer Region für Evakuierung +++
Die Trümmer einer zerstörten ukrainischen Drohne lösen in einem Wohnhaus in der südrussischen Stadt Rostow am Don Behörden zufolge ein Feuer. Wie der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljusar, via Telegram mitteilt, müssen 15 Bewohner evakuiert werden. Er fügt hinzu, dass das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht wurde. Zuvor hatte der Gouverneur erklärt, russische Flugabwehreinheiten hätten zehn ukrainische Drohnen über der Region Rostow zerstört.
+++ 03:00 Witkoff plant Gespräche mit Ukraine in dieser Woche +++
Der US-Gesandte Steve Witkoff will sich nach eigenen Angaben noch in dieser Woche mit Vertretern der Ukraine treffen. „Ich werde mich also diese Woche in New York mit ihnen treffen, und es ist ein wichtiges Signal, dass wir täglich mit den Russen sprechen“, sagt Witkoff dem US-Sender Fox News.
+++ 01:31 Deutsche Rüstungsexporte 2024 auf Rekordhoch +++
Die Bundesregierung genehmigt im vergangenen Jahr Rüstungsexporte in Höhe von 12,83 Milliarden Euro – Deutschland exportiert damit so viele Kriegsgüter wie noch nie. Auf dem ersten Platz bei den Empfängerländern steht die Ukraine mit einem Volumen von 8,15 Milliarden Euro, wie aus einem Rüstungsexportbericht hervorgeht, der dem Pro-Newsletter Industrie & Handel des Nachrichtenmagazins „Politico“ vorliegt. Die Rüstungsausfuhren erreichen demnach im vergangenen Jahr ein Rekordhoch. 2023 waren Waffen im Wert von 12,13 Milliarden Euro exportiert worden.
+++ 00:44 Selenskyj kann sich Friedensgespräche mit Russland in Europa vorstellen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bringt neben der Türkei auch die Golfstaaten und einige europäische Länder als Treffpunkt für mögliche Friedensverhandlungen mit Russland ins Spiel. Es werde noch in dieser Woche Gespräche mit Vertretern dieser Länder geben, die einen solchen Gipfel bei sich organisieren könnten, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. „Von unserer Seite wird alles maximal bereit sein, um diesen Krieg zu beenden“, verspricht er. Es sei aber wichtig, weiterhin Druck auf Moskau auszuüben, um dem Kreml die Verzögerungstaktik auszutreiben, fordert er.
+++ 23:14 Bericht: ExxonMobil arbeitet an Rückkehr nach Russland +++
Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge spricht ein hochrangiger Manager von ExxonMobil in diesem Jahr bereits mit dem russischen Konzern Rosneft über eine Rückkehr zum Sachalin-Projekt. Voraussetzung sei grünes Licht der USA und Russlands im Rahmen eines Friedensprozesses für die Ukraine, berichtet die Zeitung unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.
+++ 22:11 Ukrainische Sturmbrigade zeigt Einsatz von Pionieren in Toretsk +++
Die ukrainische Sturmbrigade Liut hat Archivaufnahmen veröffentlicht, die die Zerstörung eines Gebäudes im Kampfgebiet der Stadt Toretsk in der Region Donezk zeigen. Nach Angaben der Einheit der Nationalpolizei sprengten Pioniere der Brigade Ende 2024 ein ehemaliges Schwimmbad, um eine strategische Gefahr zu beseitigen. Es habe die Möglichkeit bestanden, dass das Gebäude unter russische Kontrolle gerate und als Ausgangspunkt für Angriffe genutzt werde. Von dort hätten russische Truppen fast bis an die ukrainischen Stellungen vorrücken können, heißt es weiter.
+++ 21:35 Trump droht Putin mit Sanktionen +++
US-Präsident Donald Trump droht Russland mit Wirtschaftssanktionen, sollte Präsident Wladimir Putin einem Waffenstillstand nicht zustimmen. „Wir wollen ein Ende“, erklärt Trump. Er verweist auf wirtschaftliche Sanktionen. „Ich spreche über Wirtschaft, denn wir werden keinen Weltkrieg beginnen.“
+++ 21:04 Fast 150 Bergleute in Region Donezk gerettet +++
Nach russischen Angriffen in der Region Donezk sind laut ukrainischen Angaben 146 eingeschlossene Bergleute gerettet worden. Dem Energieunternehmen DTEK zufolge kam ein Arbeiter ums Leben, drei weitere wurden verletzt. Der Angriff ereignete sich in der Gemeinde Dobropillia.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.