Berlin – Eine gewaltige Explosion soll eine wichtige russische Ölpipeline erschüttert haben, welche u. a. Moskau versorgt.

Wie das ukrainische Portal „Kyiv Independent“ unter Berufung auf Geheimdienstquellen berichtet, kam es bereits am Dienstagabend zu einem „mächtigen Feuerball“ in Bozhatkovo, einem Außenbezirk von Rjasan, einer Stadt in Zentralrussland. Die betroffene Region liegt nur rund 180 Kilometer südöstlich von Moskau und ist etwa 500 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.

► Aufnahmen, die in den sozialen Netzwerken kursieren, zeigen einen massiven Feuerball. Noch sind Ursachen und Hintergründe allerdings unklar. Es ist aber denkbar, dass es sich um einen ukrainischen Sabotageakt handeln könnte. Fakt ist: Die Ukrainer nehmen vermehrt russische Erdöl-Infrastruktur ins Visier.

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Videos und Bilder, die u. a. auf X (ehemals Twitter) im Umlauf sind, zeigen eine gewaltige Explosion sowie dichte Rauchwolken, die kilometerweit sichtbar waren. Nach Angaben des Militärgeheimdienstes (HUR) der Ukraine wurde der Transport von Erdölprodukten in Richtung Moskau „auf unbestimmte Zeit ausgesetzt“.

Kreml-Despot Putin werden die vermehrten Angriffe auf russische Energie-Infrastruktur nicht gefallen

Kreml-Despot Wladimir Putin (72) werden die vermehrten Angriffe auf russische Energie-Infrastruktur nicht gefallen

Foto: Vyacheslav Prokofyev/via REUTERS

Ein Geheimdienst-Sprecher sagte laut dem Nachrichtenportal, dass „die Explosion den Hauptversorgungsstrang nach Moskau schwer getroffen habe“.

Der staatliche Betreiber Transneft hat sich bisher noch nicht zu den Vorfällen geäußert. Auch lassen sich die Berichte bisher nicht unabhängig überprüfen.

Rjasan-Moskau-Pipeline von militärischer Bedeutung

Klar ist: Die Pipeline gilt als wichtige Treibstoffzufuhr für die Kreml-Metropole. Vor allem fließt Autobenzin durch die Leitung – das wiederum auch an Putins Militär geht.

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Die Ukraine hat russische Energieanlagen als Schwachstelle des Putin-Imperiums ausgemacht. So wie die Russen die ukrainischen Energieeinrichtungen ins Visier nehmen, greifen die Ukrainer mit Drohnen seit Anfang des Monats vermehrt russische Öldepots, Raffinerien oder eben Pipelines an.

Durchaus mit Erfolg: Im August haben die Ukrainer mehrere Ölraffinerien getroffen. Möglich ist dieser Erfolg, weil die Ukraine dieses Jahr die eigene Drohnen-Produktion intensiviert hat.