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Artikelzusammenfassung
Mario Draghi hielt eine Rede auf dem „Meeting für die Freundschaft unter den Völkern“ in Rimini, in der er die geopolitischen Herausforderungen der Europäischen Union kritisch beleuchtete. Er betonte, dass die EU ihre Werte verteidigen muss, um die wachsende Skepsis zu überwinden. Draghi forderte eine Anpassung der EU an die aktuellen geopolitischen Realitäten, da die Welt sich von multilateralen Regeln abwendet und Geoökonomie an Bedeutung gewinnt. Er betonte die Notwendigkeit einer stärkeren Integration im Binnenmarkt und in der Technologie, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Draghi mahnte zu einem einheitlichen Handeln der EU, um die Zukunft aktiv gestalten zu können.
Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.
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Mario Draghi, ehemaliger Leiter der Europäischen Zentralbank.
© Denise Nestor
Dieser Text ist eine übersetzte und leicht bearbeitete
Version einer Rede, die Mario Draghi am vergangenen Freitag auf dem
katholischen „Meeting für die Freundschaft unter den Völkern“ in Rimini
hielt.
Der in Rom geborene Ökonom Mario Draghi, 77, leitete von 2011 bis 2019 die Europäische Zentralbank. In dieser Rolle musste er die Eurokrise managen und wurde wegen der Niedrigzinspolitik der EZB viel kritisiert. Von Februar 2021 bis Oktober 2022 war er Ministerpräsident Italiens.
Jahrelang glaubte die Europäische Union, dass ihre wirtschaftliche Größe mit 450 Millionen Verbrauchern ihr geopolitische Macht und Einfluss in den internationalen Handelsbeziehungen verschaffen würde. Dieses Jahr wird als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem diese Illusion zerplatzte.