Nach dem schweren russischen Luftangriff mit mehr als 20 Toten in Kiew spricht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Moskau jeglichen Friedenswillen ab. „Dieser Schlag zeigt ganz klar, dass sich die Ziele Russlands nicht geändert haben“, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. „Russland greift derzeit alle Menschen auf der Welt an, die sich nach Frieden sehnen. Dies ist ein Schlag gegen die Ukraine. Dies ist ein Schlag gegen Europa“, sagte der ukrainische Staatschef. „Dies ist auch ein Schlag Russlands gegen Präsident Trump und andere globale Akteure.“

+++ 22:05 US-Botschaft verurteilt russische Angriffe auf Kiew +++
Die US-Botschaft in der Ukraine hat die jüngsten russischen Angriffe auf Kiew verurteilt und erinnert an die Worte des US-Präsidenten Donald Trump über die Verpflichtung beider Seiten, sich um eine Verhandlungslösung zu bemühen. Das berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung der US-Botschaft auf X. Die amerikanische Botschaft weist darauf hin, dass Angriffe auf zivile Ziele inakzeptabel seien und sofort eingestellt werden müssten. „Wir sprechen den Opfern und ihren Familien unser tiefstes Beileid aus. In Bezug auf diesen Krieg hat Präsident Trump deutlich gemacht: Das Töten muss aufhören und beide Seiten müssen sich um eine Verhandlungslösung bemühen“, heißt es in der Erklärung.

+++ 21:48 Selenskyj bespricht Sicherheitsgarantien mit Erdogan +++
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan telefoniert und nach eigenen Angaben dabei „ausführlich“ über Sicherheitsgarantien gesprochen. „Wir haben auch ausführlich über Sicherheitsgarantien gesprochen. Die nationalen Sicherheitsberater arbeiten derzeit an jeder einzelnen Komponente, und der gesamte Rahmen wird nächste Woche schriftlich festgehalten“, sagt Selenskyj laut Kyiv Independent. Der Aufruf erfolgte, nachdem Russland in der Nacht einen groß angelegten Luftangriff auf ukrainische Städte gestartet hatte. Dabei griff Moskau Kiew mit Raketen an und zielte auf Regionen weit entfernt von der Frontlinie. Während des Telefonats habe Selenskyj mit Erdogan „die aktuelle Lage“ und „die nächsten diplomatischen Schritte“ besprochen. Die Ukraine sei bereit, „sich im Format der Staats- und Regierungschefs zu engagieren, da dies das einzig wirksame Format ist. Leider ist es Russland, das dies vermeidet und seinen Krieg fortsetzt“, schreibt Selenskyj auf X.

+++ 21:30 Guterres verurteilt russischen Angriff auf Kiew +++
UN-Generalsekretär António Guterres hat die jüngsten Raketen- und Drohnenangriffe Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew scharf verurteilt. „Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur sind inakzeptabel und müssen sofort beendet werden“, schreibt Guterres auf X. Er rufe erneut zu einer vollständigen, sofortigen und bedingungslosen Waffenruhe auf, „die zu einem gerechten, umfassenden und nachhaltigen Frieden in der Ukraine führt“. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankt sich für die unterstützenden Worte des UN-Generalsekretärs.

+++ 21:14 Merz und Macron wollen gemeinsam Europa stärken +++
Kanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron haben bei ihrem Treffen in Südfrankreich die Bedeutung der Zusammenarbeit ihrer beiden Länder für ein starkes Europa beschworen. „Deutschland und Frankreich spielen in dieser Europäischen Union, auf diesem europäischen Kontinent eine zentrale Rolle“, sagt Merz. Beide Länder bildeten zusammen eine „Achse“ in der EU. Macron betont zudem die geopolitische Position im Ukraine-Konflikt angesichts des von Russland begonnenen Angriffskrieges. Das deutsch-französische Tandem sei nun perfekt aufeinander abgestimmt, sich „diesen Herausforderungen“ zu stellen. Man habe beschlossen „sich wieder zu bewaffnen“, um Europas Schutz zu gewährleisten.

+++ 20:45 Außen- und Verteidigungsminister beraten in Kopenhagen +++
Die Verteidigungsminister und Außenminister der EU-Staaten kommen an diesem Freitag zu Beratungen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zusammen. Bei beiden Treffen soll es vor allem um die weitere Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine gehen. Für die Verteidigungsminister stellt sich dabei unter anderem die Frage, wie sich die EU an militärischen Sicherheitsgarantien für die Ukraine beteiligen könnte, sollte es irgendwann einmal zu einem Waffenstillstandsabkommen zwischen Kiew und Moskau kommen. Die Außenminister wollen hingegen darüber sprechen, wie der Sanktionsdruck auf Russland weiter erhöht werden könnte und ob in der EU eingefrorene russische Vermögenswerte noch effizienter zur Finanzierung von Unterstützung für die Ukraine genutzt werden könnten. Bislang werden lediglich Zinserträge dafür verwendet. Neue Dynamik in die Beratungen könnten dabei auch die jüngsten schweren russischen Luftangriffe auf Kiew bringen. Bei ihnen wurde auch die EU-Vertretung in der ukrainischen Hauptstadt beschädigt.

+++ 20:21 Trump nicht erfreut über russischen Angriff +++
US-Präsident Donald Trump zeigt sich verärgert über den jüngsten russischen Angriff auf die Ukraine mit mindestens 15 Toten. Er sei über die Nachricht nicht erfreut, aber auch nicht überrascht, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Es handele sich um zwei Länder, die sich seit langer Zeit im Krieg befänden. Trump werde sich im Laufe des Tages (Ortszeit) erneut äußern.

+++ 19:44 Merz glaubt nicht mehr an Putin-Selenskyj-Treffen +++
Kanzler Friedrich Merz glaubt nicht mehr an ein Treffen von Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Offensichtlich komme dies nicht mehr zustande, sagt Merz im französischen Bresancon vor einem Treffen mit dem Präsident Emmanuel Macron. „Wir müssen uns mit diesem Thema heute erneut beschäftigen und dies vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es offensichtlich nicht zu einem Treffen zwischen Präsident Selenskyj und Präsident Putin kommen wird“, so Merz. Das Treffen der beiden Staatsoberhäupter sollte nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump ein wesentlicher Schritt hin zu einem Waffenstillstand sein.

+++ 19:10 Auf Krieg und Katastrophen vorbereiten: Polens Regierung veröffentlicht Handbuch +++
Polens Regierung hat ein Handbuch zur Vorbereitung auf Krisenfälle wie Krieg, Wirbelstürme und Waldbrände veröffentlicht. Auf rund 50 Seiten sind Notfallnummern und Hinweise zu Vorräten oder zum Verhalten im Ernstfall zusammengestellt. Das Handbuch ist derzeit nur online verfügbar, bis Ende des Jahres soll jedem Haushalt im Land ein Exemplar zugehen. Für den Ernstfall gibt das Handbuch in einfacher Sprache und anhand von Bildern unter anderem Hinweise zum Verhalten bei Luftangriffen, Terrorgefahr sowie chemischen und nuklearen Risiken. Betroffene sollen sich selbst schützen, aber auch für alte und schwache Menschen sowie für Kinder und Tiere sorgen können. Außerdem enthält der Ratgeber ein Kapitel zu Falschinformationen im Netz und Cybersicherheit.

+++ 18:25 Insider: Russisches Öl-Terminal nach Drohnenangriff nur noch halb ausgelastet +++
Das russische Öl-Exportterminal Ust-Luga wird Insidern zufolge im September nach ukrainischen Drohnenangriffen nur mit halber Kapazität arbeiten. Grund seien Schäden an der Pipeline-Infrastruktur nach Angriffen auf die Pumpstation Unetscha in der russischen Region Brjansk, erfährt die Nachrichtenagentur Reuters von zwei Industrievertretern. Die ausfallenden Ölmengen sollen zu den Häfen Primorsk und Noworossijsk umgeleitet werden. Die Reparatur sei in Arbeit, ein Zeitrahmen dafür wurde jedoch nicht genannt. Eine Stellungnahme der russischen Behörden oder des Pipeline-Betreibers Transneft liegt nicht vor.

+++ 18:04 Experte Mangott: „Trump hat sich russischen Standpunkt zu eigen gemacht“ +++
Russland setzt im Ukraine-Krieg weiterhin auf Angriffe gegen zivile Ziele. Rückenwind bekommt Putin dabei aus der eigenen Bevölkerung: Zwar wünschen sich viele Russen laut Gerhard Mangott eine „Verhandlungslösung“, allerdings nur „nach russischem Muster“. Doch auch Trump scheint ihm zu folgen.

+++ 17:18 Kreml „zufrieden“ mit deutschen Nord-Stream-Ermittlungen – weitere Aufklärung gefordert +++
Moskau hat die Festnahme eines verdächtigen Ukrainers im Zusammenhang mit der Sabotage der Nord-Stream-Gaspipelines im September 2022 begrüßt. „Es ist natürlich zufriedenstellend, dass die Ermittlungen laufen“, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. „Ich möchte glauben, dass sie zu Ende gebracht werden und dass nicht nur die Täter, sondern auch die Anstifter dieser terroristischen Handlungen identifiziert werden.“ Die Bundesanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche in Italien den 49-jährigen Ukrainer Serhii K. festnehmen lassen. Er soll die Angriffe auf die Pipelines in der Ostsee koordiniert haben. Italien verweigert bislang die Auslieferung des Mannes nach Deutschland.

+++ 16:54 Von der Leyen spricht mit Selenskyj und Trump wegen russischen Angriffen mit Toten in Kiew +++
Nach dem Raketeneinschlag nahe der EU-Vertretung in Kiew hat die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und danach mit US-Präsident Donald Trump gesprochen. „Wir müssen einen gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine mit soliden und glaubwürdigen Sicherheitsgarantien sichern, die das Land in ein stählernes Stachelschwein verwandeln werden“, teilt von der Leyen im Anschluss auf X mit. Europa werde seinen Teil dazu beitragen, schreibt die Kommissionspräsidentin. Sie fordert außerdem, dass Kremlchef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch komme. In der EU wird darüber beraten, wie Russland nach einer möglichen Waffenruhe davon abgehalten werden könnte, die Ukraine erneut anzugreifen.

+++ 16:29 Ungarn verbietet Kiewer Drohnentruppenchef die Einreise – Selenskyj will reagieren +++
Ungarn hat den Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, mit einem dreijährigen Einreise- und Aufenthaltsverbot belegt. „Der jüngste schwere Luftangriff auf die Erdölpipeline „Druschba“ war ein Angriff auf die Souveränität Ungarns“, teilt der ungarische Außenminister Peter Szijjarto in einer Erklärung mit, die die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI veröffentlichte. Die ukrainische Armee hatte vor anderthalb Wochen eigenen Angaben zufolge die Ölpumpstation Nikolskoje im zentralrussischen Gebiet Tambow mit Drohnen angegriffen. Es kam zu einer erheblichen Beschädigung der Anlage. Ungarn und die Slowakei erhalten russisches Erdöl durch die betroffene Pipeline. Sollte Budapest dem Offizier tatsächlich die Einreise nach Ungarn und in die Schengen-Zone versperrt haben, sei dies empörend, schreibt Selenskyj auf X. Er wies das ukrainische Außenministerium an, die Fakten zu klären „und entsprechend zu reagieren“.

+++ 16:15 Merz verurteilt neue russische Luftangriffe auf Ukraine +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die schweren russischen Luftangriffe auf die Ukraine „auf das Schärfste“ verurteilt. „Russland hat in der Nacht wieder sein wahres Gesicht gezeigt“, schreibt Merz auf X zu den Attacken vor allem gegen die ukrainische Zivilbevölkerung. „Dass nun auch die EU-Vertretung ins Fadenkreuz geraten ist, zeugt von der wachsenden Skrupellosigkeit des russischen Regimes“, fügte er hinzu. Auch andere europäische Spitzenpolitiker verurteilten das russische Vorgehen.

+++ 15:59 Rutte verurteilt russische Angriffe auf Kiew +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die nächtlichen Luftangriffe Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew scharf verurteilt. Es sei eine „schreckliche Attacke“, die zeige, dass die russische Führung alles unternehme, um sich im Krieg in eine vorteilhafte Situation zu bringen, sagt Rutte in Würzburg, wo er Gast einer Klausur der Regierungskoalitionen war. „Menschen starben. Wir wissen, dass unschuldige Zivilisten und die zivile Infrastruktur getroffen werden“, sagt Rutte und warnte: „Wir sollten nicht naiv in Bezug auf Wladimir Putin sein. Und die vergangene Nacht ist Beweis dafür.“ Der Schluss daraus müsse sein, weiter alles zu unternehmen, um die Nato so stark wie möglich zu machen.

+++ 15:25 Berichte: Russland spioniert Deutschland mit Drohnen aus +++
Russland spioniert Medienberichten zufolge in Deutschland und anderen europäischen Staaten systematisch militärische Transportrouten aus, um Waffenlieferungen in die Ukraine zu überwachen. Das berichteten die „New York Times“ und die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf westliche Nachrichtendienste. „Westliche Dienste gehen davon aus, dass Russland gut informiert ist, welche Rüstungs- und Mischkonzerne für die Ukraine produzieren, und wie relevant die Produkte und die Menge der Waffen für den Verteidigungskrieg des Landes sind“, schreibt die „Wirtschaftswoche“. Der Kreml weist die Berichte als falsch zurück. Es sei schwer vorstellbar, dass die Deutschen dies nicht bemerkt und dazu geschwiegen hätten, sagt der Sprecher des russischen Präsidialamts, Dmitri Peskow. Nato-Generalsekretär Mark Rutte wollte sich zu den Berichten konkret nicht äußern.

+++ 14:58 Jäger sieht keine Fortschritte: US-Gesandter Witkoff „ist für Putin Sechser im Lotto“ +++
Der ehemalige ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba äußert kürzlich, dass ein Fortschritt bei den Gesprächen zwischen der Ukraine und Russland aktuell – trotz aller Bemühungen – nicht in Sicht sei. Dem stimmt Politologe Thomas Jäger zu und führt dies unter anderem auf Trumps Sondergesandten zurück.

+++ 14:44 Opferzahl nach Moskaus Angriff auf Kiew weiter gestiegen +++
In Kiew ist die Zahl der Todesopfer durch den kombinierten Angriff russischer Truppen auf 18 gestiegen (siehe auch Eintrag von 10:45 Uhr). Das meldet der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Kiew, Tymur Tkatschenko, auf Telegram. „Retter haben eine weitere Leiche geborgen. Damit beträgt die Zahl der Todesopfer durch Russlands Aktionen 18“, schreibt er. Laut Tkatschenko wurden die Folgen des russischen Angriffs an 33 Orten in der ganzen Stadt registriert, an 18 davon seien Rettungskräfte im Einsatz. Unter den Toten sind offiziellen Angaben zufolge auch vier Kinder. Getroffen wurden in Kiew neben Wohngebäuden auch die Büros der EU-Delegation in der Ukraine und der britischen Kulturorganisation British Council.

+++ 14:28 Rutte berät sich mit von der Leyen nach Angriff auf EU-Gebäude +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat sich nach dem russischen Angriff auf die EU-Vertretung in Kiew mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der Außenbeauftragten Kaja Kallas beraten. Der Angriff beweise erneut, dass man gegenüber Russland nicht naiv sein dürfe, sagt Rutte. Bei dem Angriff sei zudem erneut zivile Infrastruktur getroffen worden. Zu einem Zeitungsbericht zu Drohnenflügen über militärische Transporte in Deutschland will sich Rutte nicht äußern. Russland sei jedoch zu hybrider Kriegsführung fähig. „Wenn es aus ihrer Sicht notwendig ist, können sie sogar Mordanschläge verüben“, erklärt Rutte. Zudem versuche Russland, den zivilen Luftverkehr wie etwa in Deutschland und im Baltikum zu stören.

+++ 14:19 Söder: Fragebogen-Armee wird Putin nicht abschrecken +++
CSU-Chef Markus Söder hält die Beschlüsse der Bundesregierung für einen neu gestalteten Wehrdienst für unzureichend und fordert weiter eine allgemeine Wehrpflicht. „Der Beschluss jetzt ist ein Einstieg – aber das reicht natürlich nicht, denn (Russlands Präsident Wladimir) Putin wird sich nicht von einer Fragebogen-Armee abschrecken lassen“, sagt der bayerische Ministerpräsident der „Augsburger Allgemeinen“. Söder verweist auf die russische Bedrohungslage für die Nato-Staaten und sagt: „Deshalb dürfen wir eigentlich keinen Tag warten: Wir brauchen eine richtige Wehrpflicht.“ „Nach Einschätzungen von Militärexperten könnte Putin zwischen 2027 und 2029 bereit sein, die Nato herauszufordern“, warnt Söder und fordert: „Wir müssen unsere Bundeswehr massiv stärken, nur so können wir unsere Freiheit verteidigen.“ Dafür brauche es Geld und mehr Soldaten.

+++ 13:58 New York Times: Russische Drohnen über Ostdeutschland +++
Russland oder seine Stellvertreter überwachen einem Zeitungsbericht zufolge mit Drohnen Militärtransportrouten in Ostdeutschland. Die USA und ihre Verbündeten nutzten diese Wege auch zur Lieferung von Waffen an die Ukraine, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf US- und andere westliche Regierungsvertreter. Der Kreml weist den Bericht indes als falsch zurück. Es sei schwer vorstellbar, dass die Deutschen dies nicht bemerkt und dazu geschwiegen hätten, sagt der Sprecher des russischen Präsidialamts, Dmitri Peskow.

+++ 13:33 Moskau: Ausschließlich „militärische“ Ziele angegriffen +++
Die massive nächtliche Angriffswelle auf die Ukraine hat sich nach russischen Angaben nur gegen militärische Ziele gerichtet. Die Armee habe einen „Großangriff“ gegen „Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes und Militärflugplätze in der Ukraine“ gestartet, erklärt das russische Verteidigungsministerium. Nach ukrainischen Angaben überzog Russland das Land mit der zweitgrößten Angriffswelle seit Kriegsbeginn. Den Angriff auf die diplomatische Vetretung des Union bezeichnete EU-Ratspräsident António Costa als „vorsätzlich“. „Die EU lässt sich nicht einschüchtern. Russlands Aggression bestärkt uns nur in unserer Entschlossenheit, an der Seite der Ukraine und ihrer Bevölkerung zu stehen“, sagt er.

+++ 12:58 Brüssel plant nach Angriffen weitere harte Sanktionen +++
Nach dem Einschlag von russischen Raketen in unmittelbarer Nähe der EU-Vertretung in Kiew kündigt die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine schnelle Vorlage von neuen Sanktionsvorschlägen gegen Russland an. „Wir werden in Kürze unser 19. Paket mit harten Sanktionen vorlegen“, sagt von der Leyen in Brüssel. Außerdem treibe die Kommission die Arbeiten voran, eingefrorene russische Vermögenswerte noch besser für die Ukraine zu nutzen. Zu den Ereignissen in der Nacht in Kiew sagt von der Leyen: „Es zeigt, dass der Kreml vor nichts zurückschreckt, um die Ukraine zu terrorisieren, indem er blindlings Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder tötet und sogar die Europäische Union ins Visier nimmt.“ Die Europäische Union bestellt außerdem den russischen Gesandten in Brüssel ein. Das teilt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. „Keine diplomatische Vertretung sollte jemals ein Ziel sein“, schreibt sie auf X.

Von der Leyen erläuterte, innerhalb von 20 Sekunden seien zwei Raketen in einem Radius von 50 Metern um die Delegationsbüros eingeschlagen.

Von der Leyen erläuterte, innerhalb von 20 Sekunden seien zwei Raketen in einem Radius von 50 Metern um die Delegationsbüros eingeschlagen.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 12:39 Auch britisches Kulturinstitut in Kiew bei Luftangriff beschädigt +++
Bei dem russischen Angriff auf Kiew ist auch das Gebäude des Kulturinstituts British Council beschädigt worden. Dieses sei „stark beschädigt“ und müsse deshalb vorerst geschlossen werden, teilt das Institut in einem Facebook-Beitrag mit. Die Zusammenarbeit mit den ukrainischen Partnern im Bildungs- und Kulturbereich werde jedoch fortgesetzt. Der britische Premierminister Keir Starmer schreibt auf der Plattform X: „Meine Gedanken sind bei allen, die von den sinnlosen russischen Angriffen auf Kiew betroffen sind, durch die das Gebäude des British Council beschädigt wurde.“ Der russische Präsident Wladimir Putin töte Kinder und Zivilisten und sabotiere damit die Hoffnung auf einen Frieden.

+++ 12:08 Von der Leyen: EU-Mitarbeitende sind in Sicherheit +++
Ursula von der Leyen, Kommissionspräsidentin der Europäischen Union, hat bestätigt, dass bei den russischen Angriffen auf Kiew keine Mitarbeitenden der EU-Vertretung verletzt wurden. „Eine weitere Nacht unerbittlicher russischer Bombenangriffe hat zivile Infrastruktur getroffen und Unschuldige getötet“, schreibt sie auf X. „Auch unsere EU-Delegation in Kiew wurde getroffen. Unsere Delegationsmitarbeiter sind in Sicherheit. Russland muss seine wahllosen Angriffe auf zivile Infrastruktur sofort einstellen und sich an Verhandlungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden beteiligen.“

+++ 11:47 Ukraine bestätigt Angriffe auf zwei russische Raffinerien +++
Nachdem russische Telegram-Kanäle von einem ukrainischen Angriff auf die Raffinerie Novokuibyshevsk in der Oblast Samara berichtet haben, hat die Ukraine die Meldungen nun bestätigt. Das ukrainische Militär habe die Anlage angegriffen, zudem sei eine weitere Raffinerie in Afipsky in der Oblast Krasnodar attackiert worden. Der Brand in Afipsky konnte örtlichen Behörden zufolge gelöscht werden.

+++ 11:20 Zehntausende Ukrainer offenbar ohne Strom +++
Laut dem Stromnetzbetreiber in der Ukraine wurden in mehreren Regionen Energieanlagen beschädigt und lokale Stromausfälle verursacht. Der russische Angriff auf kritische Infrastruktur in der zentralukrainischen Region Winnyzja habe die Stromversorgung von 60.000 Verbrauchern unterbrochen.

+++ 11:11 Ungarn und Slowakei: Wieder russische Öllieferung über Druschba-Pipeline +++
Ungarn und die Slowakei werden über die Druschba-Pipeline wieder mit russischem Rohöl versorgt. Das teilen der ungarische Ölkonzern MOL und die slowakische Regierung mit. In der vergangenen Woche war die Lieferung nach einem ukrainischen Angriff auf russisches Gebiet unterbrochen worden. „Ich hoffe, dass der Betrieb stabil bleibt und es keine weiteren Angriffe auf die Energieinfrastruktur geben wird“, teilt die slowakische Wirtschaftsministerin Denisa Sakova auf Facebook mit. Im Gegensatz zu den meisten anderen EU-Ländern sind die Slowakei und Ungarn weiterhin stark von russischem Öl abhängig, das sie über die Pipeline aus der Sowjetzeit beziehen.

+++ 10:45 Behörden melden mindestens 14 Tote und 38 Verletzte in Kiew +++
Die örtlichen Behörden in der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben nach den massiven russischen Angriffen in der Nacht die Opferzahl erneut erhöht. Mindestens 14 Menschen wurden demnach getötet, darunter drei Kinder und Jugendliche im Alter von 2, 14 und 17 Jahren. Weitere 38 Menschen wurden verletzt, ein Teil davon schwer.

Sicherheitskräfte suchen in Trümmern nach Überlebenden.

Sicherheitskräfte suchen in Trümmern nach Überlebenden.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 10:33 Ukraine: Russland hat mit fast 600 Drohnen angegriffen +++
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht mit fast 600 Drohnen und über 30 Raketen angegriffen. 563 der insgesamt 598 russischen Drohnen seien abgefangen und zerstört worden, teilt die Luftwaffe mit. Zudem habe die Flugabwehr 26 der insgesamt 31 russischen Raketen abgeschossen. An 13 Orten seien Einschläge verzeichnet worden, an 26 Orten außerdem der Absturz von Trümmern zerstörter Geschosse.

+++ 09:58 Wadephul will Sicherheitszusammenarbeit im Ostseeraum vertiefen +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul will angesichts des aggressiven russischen Vorgehens im Ostseeraum die Sicherheitszusammenarbeit mit Estland und Dänemark vertiefen. „Die Sicherheit des Baltikums ist auch unsere Sicherheit in Deutschland“, sagt der CDU-Politiker zu seinen Antrittsbesuchen bei den EU- und Nato-Partnern Estland und Dänemark. Die Sicherheit sei auch zentrales Thema im Austausch mit den dänischen Nachbarn. Wie bedroht diese Sicherheit sei, spüre man im Ostseeraum besonders stark, sagt Wadephul. „Dort treibt die russische Schattenflotte ihr Unwesen, dort werden Kabel durchtrennt, Bojen versetzt, GPS-Signale gestört – dort erleben wir das ganze Instrumentarium der hybriden Aggression Russlands.“ Wie real diese Gefahren seien, davor hätten Estland und die baltischen Staaten früh gewarnt. „Wir profitieren in der EU und NATO heute von ihrer Weitsicht und Expertise – diese Zusammenarbeit wollen wir weiter vertiefen“, sagt er.

+++ 09:30 EU-Ratspräsident: Gebäude von EU-Vertretung in Kiew bei Angriff beschädigt +++
Bei dem massiven nächtlichen russischen Luftangriff auf die Ukraine ist nach Angaben von EU-Ratspräsident António Costa auch das Gebäude der EU-Vertretung in Kiew beschädigt worden. „Meine Gedanken sind bei den ukrainischen Opfern und auch bei den Mitarbeitern der EU-Vertretung, deren Gebäude bei diesem vorsätzlichen russischen Angriff beschädigt wurde“, schreibt Costa auf X.

+++ 09:01 „Erde hat gebebt in Kiew, mehrere Wohnanlagen getroffen“ +++
Den Gesprächen über Friedensverhandlungen zum Trotz nehmen die Streitkräfte des Kreml erneut die ukrainische Hauptstadt Kiew ins Visier. Jüngste Verhaftungen im Fall der beschädigten Nordstream-Pipeline schlagen zusätzlich Wellen. ntv-Reporter Jürgen Weichert berichtet.

+++ 08:33 Selenskyj: Mindestens acht Tote bei russischem Angriff auf Kiew +++
Bei russischen Angriffen auf Kiew sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Nacht mindestens acht Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden. „Russland entscheidet sich für Raketen anstelle des Verhandlungstischs“, sagt Selenskyj. Der russische Staatschef Wladimir Putin habe kein Interesse an „echter Diplomatie“. Die Ukraine erwarte eine „Reaktion“ anderer Staaten auf die nächtlichen Angriffe.

Häuser in der ganzen Stadt wurden zerstört.

Häuser in der ganzen Stadt wurden zerstört.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 07:53 Ex-Außenminister Kuleba: „Alle tun so, als kämen wir dem Frieden näher“ +++
Der ehemalige ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat Erwartungen an ein baldiges Kriegsende nach den Gipfeln in Alaska und Washington zurückgewiesen. „Alle tun so, als kämen wir dem Frieden näher. Aber alle erkennen, dass dies nicht der Fall ist. Der Krieg wird weitergehen“, sagte er dem Spiegel. Putin vermeide ein Treffen mit Präsident Selenskyj „mit allen Mitteln“, so Kuleba. Er gebe vor, zu einem Deal bereit zu sein, lasse seine Diplomaten aber das Gegenteil tun. Putin glaube weiterhin an einen Sieg und an eine nachlassende Unterstützung des Westens. Für die kommenden Wochen erwartet Kuleba Druck aus Washington. Die USA würden Russland als kompromissbereit darstellen und gleichzeitig Europa und die Ukraine zu Zugeständnissen drängen. „Ohne uns habt ihr keine Karten in der Hand“, sei die Botschaft. Entscheidend sei die Geschlossenheit Europas: „Wenn Europa intern vereint bleibt, können weder Trump noch Putin uns auseinanderbringen.“ Eine Entsendung europäischer Kampftruppen lehnt Kuleba ab. Möglich sei allenfalls eine kleine Präsenz fernab der Front als politisches Signal.

+++ 07:27 China: Putin und Kim nehmen an Militärparade in Peking teil +++
Der russische Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un werden an der großen Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans in Peking teilnehmen. Das teilte das chinesische Außenministerium mit. Insgesamt werden 26 Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter Belarus’ Präsident Alexander Lukaschenko, Irans Präsident Massud Peseschkian, Indonesiens Präsident Prabowo Subianto und Südkoreas Parlamentspräsident Woo Won-shik. Die Parade am 3. September soll Chinas militärische Stärke und die Solidarität mit Russland sowie dem Globalen Süden demonstrieren. Präsident Xi Jinping wird sie gemeinsam mit ausländischen Gästen und der chinesischen Führung auf dem Platz des Himmlischen Friedens abnehmen. Gezeigt werden auch moderne Waffensysteme wie Kampfjets, Raketenabwehr und Hyperschallwaffen.

Im Mai besuchte Xi Jinping Wladimir Putin anlässlich der Militärparade der Russischen Armee auf dem Roten Platz in Moskau.

Im Mai besuchte Xi Jinping Wladimir Putin anlässlich der Militärparade der Russischen Armee auf dem Roten Platz in Moskau.

(Foto: picture alliance / SvenSimon-TheKremlinMoscow)

+++ 06:55 Anwohner berichten von nächtlichen Drohnenangriffen auf die Krim +++
Am späten Abend des 27. August hat die Ukraine eine Serie von Drohnenangriffen auf die von Russland besetzte Krim gestartet. Das berichtete der pro-ukrainische Telegram-Kanal Crimean Wind. Ab etwa 23 Uhr Ortszeit seien in den Städten Sewastopol und Jewpatorija mehrere Explosionen zu hören gewesen, hieß es unter Berufung auf Anwohnerberichte. Dutzende ukrainische Drohnen sollen auf dem Weg zur Halbinsel gewesen sein. Die Detonationen hielten die ganze Nacht über an. Gegen 23:35 Uhr wurden in der Nähe von Kap Lukull, nördlich von Sewastopol, besonders heftige Explosionen gemeldet.

+++ 06:26 Russland meldet Brand von Ölraffinerie im Südosten +++
Die Raffinerie in Nowokuibyschewsk in der russischen Oblast Samara ist in der Nacht von Drohnen getroffen worden. Das berichtete der russische Telegram-Kanal Astra unter Berufung auf lokale Quellen und Videomaterial. Die Anlage, rund 900 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt, wird vom russischen Ölkonzern Rosneft betrieben. Bereits Anfang August soll die Raffinerie ihre Arbeit eingestellt haben, nachdem sie durch ukrainische Drohnenangriffe beschädigt worden war. Astra veröffentlichte Fotos und Videos, die einen Großbrand auf dem Gelände zeigen. Darauf sind Explosionen, dichter Rauch und hohe Flammen zu sehen. Russische Behörden haben sich bislang nicht zu dem mutmaßlichen Angriff geäußert.

+++ 05:45 Nach Angriff auf Kiew: Zahl der Toten steigt +++
Die Zahl der Toten bei einem massiven Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist auf mindestens drei gestiegen. Darunter sei auch ein Kind, berichten die örtlichen Behörden. Zwölf Menschen seien verletzt worden. Bei dem Angriff seien zahlreiche Gebäude in mehreren Teilen der Stadt in Brand gesetzt worden, darunter auch zwei Hochhäuser.

+++ 05:04 Raketenangriff: Ein Mensch in Kiew getötet +++
Kiew ist in der Nacht laut Angaben örtlicher Behörden erneut massiv mit russischen Raketen angegriffen worden. Der Chef der Militärverwaltung Kiews, Timur Tkachenko, schreibt auf Telegram, mindestens ein Mensch sei bei dem Raketenangriff gestorben, mehrere Gebäude stünden in Flammen, darunter ein Kindergarten. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilt mit, vier Personen seien in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

+++ 03:58 Russland schießt ukrainische Drohen ab +++
Russland berichtet von ukrainischen Drohnenangriffen. Im Gebiet Lipezk habe es zeitweise Luftalarm gegeben, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Laut dem russischen Militär seien ukrainische Drohnen über den Gebieten Rostow, Belgorod, Smolensk und über der Schwarzmeer-Halbinsel Krim abgeschossen worden. Der Flughafen der Stadt Wolgograd musste den Betrieb sicherheitshalber einschränken.

+++ 01:45 Nato: Alle Mitgliedsländer erreichen 2025 Zwei-Prozent-Ziel +++
Nach Einschätzung der Nato werden in diesem Jahr alle Mitgliedstaaten die Zielvorgabe erreichen und mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Verteidigung ausgeben. Ausgenommen davon ist Island, das nicht über eigene Streitkräfte und daher auch nicht über ein Verteidigungsbudget verfügt. Bis Ende 2024 hatten 22 Staaten das Ziel erreicht, darunter Deutschland. In den von der Nato veröffentlichten Schätzungen für 2025 kommen nun auch Länder wie Spanien, Italien oder Belgien auf Verteidigungsausgaben in Höhe von zwei Prozent ihres Haushalts. Die höchsten Verteidigungsausgaben gemessen am BIP wird 2025 mit 4,48 Prozent Polen haben, vor Litauen (vier Prozent) und Estland (3,38 Prozent). Die USA kommen der Schätzung zufolge in diesem Jahr auf 3,22 Prozent.

+++ 00:21 Kiew erwägt, Kriegsdaten von „unschätzbarem Wert“ für KI zu teilen +++
Die Ukraine prüft die Weitergabe ihrer umfangreichen Daten vom Kriegsgeschehen an Verbündete und will diese als „Trumpf“ bei Verhandlungen über weitere Unterstützung einsetzen. „Die Daten, die wir haben, sind für jedes Land von unschätzbarem Wert“, sagt der für die Digitalisierung zuständige stellvertretende Ministerpräsident Mychajlo Fedorow. Die Ukraine sei bei der Weitergabe derzeit jedoch „sehr vorsichtig“. Die riesigen Datensätze sind für das Training von Modellen der Künstlichen Intelligenz (KI) zur Mustererkennung und für Vorhersagen von entscheidender Bedeutung. Seit der russischen Vollinvasion im Februar 2022 hat die Ukraine eine Fülle von akribisch protokollierten Statistiken vom Schlachtfeld und Millionen Stunden an Videomaterial von Kampfeinsätzen aus der Luft gesammelt.

+++ 22:50 Luftalarm über weiten Teilen der Ukraine – Drohnenangriff auf Kiew +++
Die russische Armee greift die Ukraine am Abend erneut großflächig mit Kampfdrohnen an. Mit dem Vordringen der Drohnen weitet sich der Luftalarm von Osten nach Westen aus. Über der Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko ist die Flugabwehr im Einsatz. Eine russische Drohne sei in den Hof eines neunstöckigen Wohnhauses gefallen, ohne zu explodieren. Explosionen werden auch aus den Städten Sumy im Norden und Saporischschja im Süden gemeldet.

+++ 22:06 Mehrheit der US-Bürger befürwortet Sanktionen gegen Russlands Handelspartner+++
Laut einer Umfrage unterstützt eine Mehrheit der US-Bürger Sanktionen gegen Russlands Handelspartner, um Moskau unter Druck zu setzen, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. 62 Prozent der Befragten befürworten dies in einer Umfrage für Reuters. Dabei wird die statistische Fehlertoleranz mit drei Prozentpunkten angegeben. Seit diesem Mittwoch gelten für viele indische Produkte Einfuhrzölle von 50 Prozent: Zu dem bereits bestehenden Strafzoll von 25 Prozent kam ein neuer Strafzoll von 25 Prozent hinzu, der wegen indischer Öl-Käufe von Russland verhängt wurde. Ausnahmen bestehen unter anderem für Pharma-Produkte und Computer-Chips. Nach China ist Indien der größte Ölkunde Russlands.

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