Das US-Außenministerium hat mögliche Waffenlieferungen im
Wert von fast einer Milliarde Dollar an die Ukraine bewilligt. Wie das
Ministerium mitteilte, wurde der US-Kongress über ein geplantes
Rüstungsgeschäft im Umfang von 825 Millionen Dollar (rund 706 Millionen Euro)
informiert. Der Kongress muss der Transaktion noch zustimmen.
Konkret geht es demnach um die Lieferung von 3.350
Eram-Raketen, ebenso vielen GPS-Geräten, Ersatzteilen und weiterer Ausrüstung.
Auch Schulungen und technischer Support sind Teil des Pakets. Die Finanzierung
soll durch eine US-Kreditgarantie sowie Beiträge der Nato-Verbündeten Dänemark,
Norwegen und Niederlande erfolgen.
„Dieser geplante Verkauf wird die außenpolitischen und
nationalen Sicherheitsziele der Vereinigten Staaten unterstützen, indem er die
Sicherheit eines Partnerlandes verbessert, das in Europa für politische
Stabilität und wirtschaftlichen Fortschritt sorgt“, heißt es in der
Mitteilung des US-Außenministeriums. Aus der Mitteilung geht nicht hervor, ob
ein Vertrag unterzeichnet wurde oder dass die Verhandlungen abgeschlossen sind.
Die Käufe sollen im Rahmen eines im vergangenen Monat von
US-Präsident Donald Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte vereinbarten
Mechanismus erfolgen. Dabei bezahlen andere Länder für Verteidigungssysteme und Munition aus
US-Lagern, die dann in die Ukraine geliefert werden.
Schwerer Luftangriff auf Kyjiw in der vergangenen Nacht
Am Donnerstag hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kyjiw erneut mit Drohnen und Raketen angegriffen. Mehr als 20 Menschen wurden dabei getötet.
Es handelte sich um den ersten größeren Angriff dieser Art auf Kyjiw seit dem
Treffen von Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin Anfang August in
Alaska, bei dem über ein Ende des von Russland begonnenen Krieges beraten wurde.
Trump sei
nicht glücklich über die Nachricht der jüngsten Angriffe, „aber auch nicht
überrascht“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Der
US-Präsident fordere „beide Seiten“ dazu auf, den Krieg zu beenden.
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