Der Ukraine sichern Frankreich und Deutschland angesichts anhaltender russischer Angriffe weitere Hilfe bei der Luftverteidigung zu. Die Luftverteidigung der Ukraine wollen beide Seiten weiter verstärken, wie es in der Abschlusserklärung des deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungsrates in Toulon heißt. Darin ist nicht konkret von dem künftigen Kampfjet FCAS die Rede, bei dem es weiter Unstimmigkeiten zwischen Berlin und Paris bei der Aufgabenverteilung gibt. Frankreich und Deutschland erklären lediglich, dass sie an dem mit Spanien entwickelten Vorhaben festhalten und bis Ende des Jahres einen Zeitplan vorlegen wollen.
+++ 21:21 Belgien verspricht Ukraine zusätzliche 100 Millionen Euro Militärhilfe +++
Im Rahmen eines von der Nato geführten Rüstungsprogramms hat Belgien der Ukraine zusätzliche 100 Millionen Euro an Militärhilfe zugesichert. „Diese Mittel kommen zu der Militärhilfe in Höhe von einer Milliarde Euro hinzu, die Belgien bereits geleistet hat“, schreibt der ukrainische Verteidigungsminister Denys Shmyhal auf X. „Ich bin meinem Amtskollegen (belgischer Verteidigungsminister Theo Francken) sowie dem belgischen Volk und der belgischen Regierung dankbar, dass sie die Ukraine in unserem Kampf für die Freiheit unterstützen!“, hebt der Minister hervor. Das Rüstungsprogramm bündelt Beiträge von Nato-Mitgliedern, um den Kauf von US-Waffen, Munition und Ausrüstung für Kiew zu finanzieren.
+++ 20:55 Nato-General skizziert Schwerpunkte der Militärhilfe für Ukraine +++
Artilleriemunition und Luftabwehrsysteme sind laut dem Nato-Generalmajor Maik Keller derzeit die wichtigsten Schwerpunkte der militärischen Unterstützung für die Ukraine. „Der dringendste Bedarf kommt natürlich von den ukrainischen Streitkräften. Und wenn man sich die operativen Bemühungen und Pläne der ukrainischen Streitkräfte ansieht, besteht einer davon darin, das Hinterland der Ukraine zu schützen. Und hier spielt die Luftabwehr eine entscheidende Rolle, um ballistische Raketen mit Patriot-Systemen und anderen abzufangen“, sagte Keller in einem Interview mit der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform. Die Luftverteidigung stehe „ganz oben auf der Tagesordnung“ und bleibe dies auch, was Systeme als und Abfangraketen betreffe. Zu den weiteren operativen Bemühungen der ukrainischen Streitkräfte gehöre die Verteidigung der Frontlinie, wo ein großer Bedarf an Artilleriemunition bestehe, so der stellvertretende Kommandeur der Nato Security Assistance and Training for Ukraine (NSATU).
+++ 20:00 Kreml: Putin besucht Indien im Dezember +++
Russlands Präsident Wladimir Putin wird nach Kreml-Angaben im Dezember für einen offiziellen Besuch nach Indien reisen. Putin werde am Montag bei einem regionalen Gipfeltreffen in China den indischen Premierminister Narendra Modi treffen, sagt Kreml-Berater Juri Uschakow vor Journalisten. Dabei würden „Vorbereitungen für den Besuch im Dezember“ besprochen. Nach China ist Indien der größte Ölkunde Russlands. Seit Beginn der russischen Militäroffensive in der Ukraine im Februar 2022 ist der Anteil russischen Öls an den indischen Importen von zwei auf fast 36 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. Zugleich gilt Russland als einer der wichtigsten Waffenlieferanten Indiens.
+++ 19:30 Merz strebt Gespräche mit USA über Ukraine an +++
Friedrich Merz strebt für kommende Woche Gespräche zwischen Europäern und den USA über das weitere Vorgehen bei den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs an. „Ich plädiere sehr dafür, dass wir gemeinsam – wir, das heißt die Europäer zusammen mit der amerikanischen Regierung – die nächsten Schritte sorgfältig besprechen“, sagte der Bundeskanzler auf einer Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach dem deutsch-französischen Ministerrat in Toulon. Ziel müsse es weiter sein, dass sich der russische Präsident Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffe – „gegebenenfalls mit weiteren Gesprächsteilnehmern“. Und es müsse zu diesem Treffen ein Waffenstillstand vereinbart werden.
+++ 18:53 Moskau: Eroberungen in der Ukraine gewinnen an Tempo +++
Nach Darstellung von Russlands Verteidigungsminister Andrej Beloussow läuft Moskaus Eroberungskrieg erfolgreich und hat zuletzt deutlich an Fahrt gewonnen. „Wenn wir zu Jahresbeginn jeden Monat 300 bis 400 Quadratkilometer befreit haben, so sind es jetzt 600 bis 700“, sagt Beloussow bei einer Sitzung des Ministeriums. Zum Vergleich: Die Stadt Hamburg hat eine Fläche von 755 Quadratkilometern. Zufrieden zeigte sich Beloussow auch mit den andauernden russischen Luftangriffen auf die Ukraine. In diesem Jahr seien bereits 35 solcher massiven Luftschläge gegen 146 strategisch wichtige Objekte des Gegners erfolgt. Dadurch sei die militärische Infrastruktur der Ukraine stark geschwächt worden, sagt der Minister. Erst am Vortag hatte Russland unter anderem die Stadt Kiew massiv beschossen – und dabei mehr als 20 Zivilisten getötet, darunter vier Kinder.
+++ 18:17 Ungarn blockiert EU-Erklärung zu russischem Raketenangriff +++
Eine gemeinsame Erklärung aller 27 EU-Staaten zur Verurteilung der jüngsten russischen Luftangriffe auf die Ukraine ist am Widerstand Ungarns gescheitert. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas konnte den Text deswegen nur im Namen von 26 Staaten veröffentlichen. Als ein möglicher Hauptgrund für die ungarische Blockade gilt die in der Erklärung enthaltene Zusage, die Unterstützung der Ukraine in allen Bereichen auszubauen und dabei auch die Arbeiten an einem 19. Paket mit Sanktionen gegen Russland zu beschleunigen. Die Regierung in Budapest behauptet immer wieder, dass die Strafmaßnahmen der EU mehr schadeten als nützten.
+++ 17:54 Merz wirft Putin mit Blick auf Ukraine-Verhandlungen gezielte Täuschung vor +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen, die Bereitschaft zu einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nur vorgetäuscht zu haben. „Er stellt Vorbedingungen, die geradezu unannehmbar sind“, sagt Merz nach Abschluss des deutsch-französischen Ministerrates in Toulon. „Mich überrascht das offen gestanden nicht, denn es gehört zur Strategie dieses russischen Präsidenten, genauso vorzugehen.“ Der französische Präsident Emmanuel Macron sagt: „Falls es bis Montag nicht zu dem Treffen zwischen Putin und Selenskyj kommt, (…) ist klar, dass Putin (US-Präsident Donald) Trump hat auflaufen lassen.“ Macron kündigt an, er und Merz würden am Wochenende mit Trump sprechen.
+++ 17:23 Selenskyj fordert schnellere Lieferung von US-Waffen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine schnellere Lieferung von US-Waffen für sein Land gefordert. Er wolle, dass die Lieferung funktioniere, „dass sie ein bisschen schneller funktioniert“, sagt Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Kiew und bezog sich damit auf vereinbarte Waffenlieferungen der USA, die von anderen Nato-Staaten finanziert werden. US-Präsident Donald Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatten sich im Juli auf einen gemeinsamen Mechanismus geeinigt: Die USA sollen demnach Waffensysteme und Munition für die Ukraine liefern, die andere Länder bezahlen. Am Donnerstag gaben die USA den geplanten Verkauf von Waffen an die Ukraine im Wert von umgerechnet rund 706 Millionen Euro bekannt.
+++ 17:04 Deutschland und Frankreich drohen Putin mit Sanktionen +++
Als Reaktion auf die jüngsten russischen Luftangriffe auf die Ukraine haben Deutschland und Frankreich der Regierung in Kiew weitere Hilfe bei der Luftverteidigung zugesichert und Russland mit einer Verschärfung von Sanktionen gedroht. „Trotz intensiver internationaler diplomatischer Bemühungen zeigt Russland keinerlei Bereitschaft, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden“, heißt es in einer Erklärung, auf die sich beide Regierungen beim deutsch-französischen Ministerrat in Toulon verständigt haben. Deswegen erwäge man neben verstärkter militärischer Hilfe die Verschärfung von Strafmaßnahmen, um „maximalen Druck“ auf Russland auszuüben, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Frankreich und Deutschland würden sich dafür in der G7 und der EU einsetzen. Die Sanktionen sollten sich auch gegen Unternehmen aus Drittstaaten richten, die den russischen Krieg gegen die Ukraine unterstützten.
+++ 16:28 Russische Seedrohne soll Kriegsschiff angegriffen haben +++
Die ukrainische „Simferopol“ läuft 2021 vom Stapel und ist vor allem während des Angriffskrieges Russlands im Einsatz. Nun soll das Schiff russischen Berichten zufolge von einer Seedrohne getroffen worden sein. Die Ukraine bestätigt lediglich den Beschuss im Donau-Delta.
+++ 16:03 EU-Minister für Militärausbildung in Ukraine nach Waffenruhe +++
Die EU-Verteidigungsminister haben sich für eine Ausweitung der militärischen Ausbildungsmission auf die Ukraine ausgesprochen, sollte es zu einer Waffenruhe kommen. Es gebe „breite Unterstützung“ für den Schritt, sagt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem Treffen der Minister in Kopenhagen. Für eine Änderung des Mandats ist Diplomaten zufolge die Zustimmung aller 27 EU-Staaten erforderlich.
+++ 15:30 Russland: Macrons „Oger“-Äußerung eines Staatschefs unwürdig +++
Russland kritisiert Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron über Kreml-Chef Wladimir Putin. Macron hatte Putin in einem Interview in der vergangenen Woche als „Oger vor unseren Toren“ bezeichnet. Dies sei eines Staatschefs unwürdig, sagt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Macron mache ständig seltsame Aussagen, die sich zu „niederträchtigen Beleidigungen“ steigerten.
+++ 15:17 Selenskyj: Lage in der Region Pokrowsk „derzeit am besorgniserregendsten“ +++
Nach den Worten des ukrainischen Präsidenten ist die Lage in der Region Pokrowsk „derzeit am besorgniserregendsten“. Zugleich teilt Selenskyj mit, dass ukrainische Streitkräfte die russischen Truppen aus der nordöstlichen Grenzregion Sumy verdrängen würden. Pokrowsk ist ein wichtiger logistischer Knotenpunkt. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 zählt die Region rund um die Stadt zu den am heftigsten umkämpften Gebieten in der Ukraine.
+++ 14:45 Selenskyj: Kreml hat „bis zu 100.000“ Soldaten nahe Pokrowsk zusammengezogen +++
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nahe der ostukrainischen Stadt Pokrowsk „bis zu 100.000“ Soldaten zusammengezogen. „Dort findet eine Aufstockung und Konzentration des Feindes statt“, sagt Selenskyj vor Journalisten. „Sie bereiten in jedem Fall Offensivmaßnahmen vor“, so der Staatschef. Der ukrainische Oberbefehlshaber General Oleksandr Syrskyi hatte bereits Ende Juni gemeldet, dass Russland insgesamt etwa 111.000 Mann in Richtung Pokrowsk konzentriert habe.
+++ 14:26 Selenskyj fordert Gespräche über Sicherheitsgarantien auf Chefebene +++
Wolodymyr Selenskyj fordert, die Gespräche der Partner über Sicherheitsgarantien für die Ukraine „dringend“ auf die Ebene der Staats- und Regierungschefs zu heben. Zudem sollen die Verbündeten solche Garantien in ihren Parlamenten ratifizieren, sagt der ukrainische Präsident bei einem Pressegespräch in Kiew.
+++ 13:58 Ukraine bekennt sich zu Angriff auf russische Dieselpumpstation +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen koordinierten Angriff auf eine russische Dieselpumpstation in der russischen Region Brjansk ausgeführt. Das teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bei Facebook mit. Demnach sei die Anlage in Westrussland wichtig für die Versorgung der russischen Armee. Der Angriff wurde vom ukrainischen Militär zusammen mit Spezialeinheiten und dem Geheimdienst der Ukraine SBU verübt. „Auf dem Gelände der Anlage wurde ein Brand registriert“, berichtet der Generalstab. „Die Folgen des Angriffs werden derzeit ermittelt.“
+++ 13:25 Ukrainischer Geheimdienst: Russische Radarstation auf der Krim bei Drohnenangriff zerstört +++
Der ukrainische Militärgeheimdienst (HUR) hat nach eigenen Angaben eine russische Radarstation auf der annektierten Krim zerstört. Sie ist Teil des Luftabwehrsystems S-400 „Triumph“. Ein Video des Angriffs hat der HUR auf Facebook veröffentlicht.
+++ 12:51 Nach Angriff auf Marineschiff: Ukraine sucht weiter nach vermissten Seeleuten +++
Nach dem russischen Angriff auf ein ukrainisches Marineschiff dauern die Such- und Rettungsaktionen an. Die Zahl der bestätigten Todesopfer ist auf zwei gestiegen, wie der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletenchuk, laut Ukrinform im ukrainischen Fernsehen sagt. „Leider haben wir nun einen zweiten bestätigten Todesfall. Die Such- und Rettungsaktionen gehen weiter. Natürlich werden wir alle unsere vermissten Seeleute finden – es sind mehrere. Einige Soldaten wurden verwundet, aber der Großteil der Besatzung ist in Sicherheit“, sagt Pletenchuk.
+++ 12:15 Acht Menschen in Kiew nach tödlichen Luftangriffen vermisst +++
Nach den russischen Angriffen auf Kiew am frühen Morgen mit mindestens 23 Toten werden nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj noch immer acht Menschen vermisst. 53 weitere Menschen seien verletzt worden, erklärt Selenskyj in den sozialen Medien. „Russland versteht nur Stärke und jetzt wird Stärke gebraucht“, fügt er hinzu und fordert erneut von den Verbündeten verschärfte Sanktionen gegen Moskau. Unter den Toten befanden sich nach ukrainischen Angaben auch vier Kinder. „Die Jüngste, ein kleines Mädchen, war nicht einmal drei Jahre alt“, erklärte Selenskyj. Die ukrainische Regierung ruft für heute einen Tag der Trauer für die Opfer aus.
+++ 11:38 Ukrainisches Militär fängt 46 von 68 russischen Drohnen in der Nacht ab +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben in der vergangenen Nacht 46 von 68 russischen Drohnen abgewehrt. Wie das ukrainische Luftwaffenkommando bei Telegram mitteilt, griffen 22 Drohnen Ziele an neun Standorten an. Demnach startete das russische Militär die Angriffe ab 20 Uhr von Kursk, Millerowo, Brjansk und Primorsko-Achtarsk aus.
+++ 11:16 Nach russischem Angriff auf Kiew: EU-Chefdiplomatin will Druck auf Putin erhöhen +++
Nach dem Einschlag russischer Raketen in unmittelbarer Nähe der EU-Vertretung in Kiew wirbt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas eindringlich für noch stärkeren Druck auf Kremlchef Wladimir Putin. „Diese Angriffe zeigen, dass sich Putin über jegliche Friedensbemühungen einfach nur lustig macht“, sagte die frühere Regierungschefin Estlands bei einem EU-Verteidigungsministertreffen in Kopenhagen. Was man nun tun müsse sei, den Druck auf Russland weiter zu erhöhen. „Genau das ist es, was sie wirklich verstehen“, sagte sie mit Blick auf Putin und dessen Regierung. Als mögliche Handlungsoptionen für die EU nennt Kallas neue Sanktionen und einen Ausbau der militärischen Unterstützung für die Ukraine.
+++ 10:34 ntv-Korrespondent Munz: Putins Gastgeschenk „zeigt, wie stark Russland von China abhängig ist“ +++
Neben Verhandlungen über den Ukraine-Krieg soll es zwischen Russland und den USA längst auch Austausch zu wirtschaftlichen Projekten geben. ntv-Korrespondent Rainer Munz erklärt, in welchen Fällen es sogar schon konkret wird und welches unübliche Geschenk Russland China macht.
+++ 10:11 Estland: Nato-Mitgliedschaft beste Sicherheitsgarantie für Ukraine +++
Estland sieht in einer Nato-Mitgliedschaft der Ukraine die beste Sicherheitsgarantie für das kriegsgeschundene Land. Das sagt Verteidigungsminister Hanno Pevkur beim informellen Treffen der EU-Ressortchefs in Kopenhagen. Litauens Verteidigungsministerin Dovile Sakaliene sagt, sekundäre Sanktionen gegen Russland wären der effizienteste Weg, die Finanzströme für die Regierung in Moskau zu unterbinden. Solche Sanktionen würden Länder wie China und Indien treffen, die nach wie vor mit Russland Handel treiben.
+++ 09:29 Ukraine meldet zwei Tote bei russischen Angriffen in Region Dnipropetrowsk +++
Bei russischen Angriffen in der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk sind ukrainischen Angaben zufolge über Nacht zwei Menschen getötet worden. Es handele sich bei den Opfern um einen Mann und eine Frau, erklärte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Serhij Lysak, bei Telegram. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, ein Mann befinde sich in einem „ernsten Zustand“. Kiew hatte am Dienstag erstmals das Vordringen russischer Truppen in die Region Dnipropetrowsk eingeräumt. Die russische Armee hatte bereits im Juli verkündet, in die Region vorgerückt zu sein. Seither meldete die Armee immer wieder die Einnahme einzelner Ortschaften. Moskau hat in der Region bislang jedoch keine Gebietsansprüche als Bedingung für eine Beendigung des Krieges erhoben.
+++ 08:43 ntv-Reporter Weichert: „Für Kiew deutet nichts auf Russlands Einlenken hin“ +++
In der ukrainischen Hauptstadt ist die Freude über genehmigte Waffenlieferungen aus den USA groß, wie ntv-Reporter Jürgen Weichert in Kiew erfährt. Denn trotz der diplomatischen Bemühungen sehe man dort die Hoffnungen auf direkte Gespräche oder gar eine Waffenruhe als „unrealistisch“ an.
+++ 08:21 Russland: Haben 54 ukrainische Drohnen in der Nacht abgeschossen +++
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der vergangenen Nacht 54 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Die russische Führung nennt nur die abgefangenen gegnerischen Geschosse.
+++ 07:42 Selenskyj: Russischer Luftangriff auf Kiew ist der zweitgrößte seit Beginn der Invasion +++
Bei dem schweren russischen Luftangriff sind mehr als 20 Menschen in Kiew ums Leben gekommen. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj handelt es sich um den zweitgrößten Angriff seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022. Das berichtet Reuters. Der verheerende Luftangriff auf zivile Ziele in der ukrainischen Hauptstadt sei Moskaus Antwort auf die diplomatischen Bemühungen, den Krieg zu beenden, so Selenskyj. Der ukrainische Staatschef erneuert seine Forderungen an die Verbündeten, der „russischen Kriegsmaschinerie“ etwas entgegenzusetzen wie weitere Sanktionen, aber auch militärische Unterstützung und Klarheit in der Debatte um Sicherheitsgarantien für sein Land. „Russland tötet jeden Tag. Daher müssen sie jeden Tag Schmerz für das empfinden, was sie tun. Und das ist möglich“, schrieb Selenskyj in den sozialen Medien.
+++ 06:58 Portugiesischer Präsident nennt Trump einen „sowjetischen oder russischen Agenten“ +++
Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa bezeichnet US-Präsident Donald Trump als „sowjetischen oder russischen Agent“. Das berichtet die portugiesische Seite „Portugal Pulse“, wonach Rebelo de Sousa diese Bemerkung während einer Veranstaltung der Sozialdemokratischen Partei in Castelo de Vide äußerte. Trumps Führungsstil sei ein Beispiel für einen „neuen, emotionaleren politischen Führungsstil“, so der portugiesische Präsident. „Der oberste Führer der größten Supermacht der Welt ist objektiv ein sowjetischer oder russischer Agent. Er agiert als solcher“, sagte der portugiesische Präsident. Er betonte, dass dies kein Bündnis sei, das auf Freundschaft oder wirtschaftlicher, ideologischer oder doktrinärer Komplizenschaft basiere. „Ich behaupte, dass die neue amerikanische Führung der Russischen Föderation objektiv strategische Vorteile gebracht hat“, sagte Rebelo de Sousa und bezog sich dabei auf Trumps Politik im Kontext des russischen Krieges gegen die Ukraine.
+++ 06:10 Ukrainischer Soldat verliert mehr als 50 Kilogramm in russischer Kriegsgefangenschaft +++
Kürzlich haben Moskau und Kiew wieder Gefangene ausgetauscht. Unter was für schwierigen Bedingungen die Gefangenen in Russland leben mussten, zeigt sich sehr deutlich an einem Mann, der am 24. August in die Ukraine zurückgekehrt ist: Der ukrainische Soldat Andrii Koval aus der Region Ternopil verlor während seiner 20-monatigen Haft 55 Kilogramm Gewicht. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform, die mit seiner Ehefrau gesprochen hatte. „In der Gefangenschaft verlor Andrii sein Gewicht von 120 auf 65 Kilogramm und erlitt grausame Folter. Er wurde geschlagen, musste zehn Stunden lang auf der Stelle laufen, wurde mit Elektroschocks gefoltert und lange Zeit eisiger Kälte ausgesetzt“, sagte seine Frau Olena Koval demnach. „Andrii gestand mir, dass es Momente gab, in denen er einfach nicht wusste, woher er die Kraft nehmen sollte, das alles durchzustehen. Aber in den schwersten Tagen träumte er oft von unseren Kindern – das half ihm zu überleben“, so Koval.
+++ 02:50 Zahl der Toten nach russischem Großangriff auf Kiew steigt weiter an +++
Bei dem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens 23 Menschen gestorben. Die Rettungskräfte suchten in der Nacht zum Freitag weiterhin nach verschütteten Menschen.
+++ 01:33 Selenskyj fordert von Europa konkrete Sicherheitsgarantien +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert laut seiner offiziellen Internetseite von den europäischen Verbündeten konkrete Sicherheitsgarantien für sein Land. Bei einer Videoschalte mit dem polnischen Präsidenten Karol Nawrocki und den Staats- und Regierungschefs von Estland, Lettland, Litauen und Dänemark am Donnerstag sagte Selenskyj demnach, es brauche klare Antworten darauf, wer der Ukraine bei einem erneuten russischen Angriff „zu Lande, in der Luft und zur See“ helfen werde. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gehe es weiterhin nur darum, den Krieg fortzusetzen.
+++ 00:06 USA: Verkaufen Ukraine Waffen im Wert von 706 Millionen Euro +++
Die USA wollen der Ukraine Waffen im Wert von 825 Millionen Dollar (rund 706 Millionen Euro) verkaufen. Kiew werde den Kauf von 3350 luftgestützten Raketen vom Typ Extended Range Attack Munition (ERAM) und der dazugehörigen Ausrüstung mit Mitteln aus Dänemark, den Niederlanden und Norwegen sowie einer US-Kreditgarantie tätigen, teilt die US-Behörde für die Verteidigungszusammenarbeit (DSCA) mit. Das Außenministerium hatte den möglichen Verkauf genehmigt.
+++ 22:39 Selenskyj: Putins Angriff auch „ein Schlag Russlands gegen Präsident Trump“ +++
Nach dem schweren russischen Luftangriff mit mehr als 20 Toten in Kiew spricht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Moskau jeglichen Friedenswillen ab. „Dieser Schlag zeigt ganz klar, dass sich die Ziele Russlands nicht geändert haben“, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. „Russland greift derzeit alle Menschen auf der Welt an, die sich nach Frieden sehnen. Dies ist ein Schlag gegen die Ukraine. Dies ist ein Schlag gegen Europa“, sagte der ukrainische Staatschef. „Dies ist auch ein Schlag Russlands gegen Präsident Trump und andere globale Akteure.“
+++ 22:05 US-Botschaft verurteilt russische Angriffe auf Kiew +++
Die US-Botschaft in der Ukraine hat die jüngsten russischen Angriffe auf Kiew verurteilt und erinnert an die Worte des US-Präsidenten Donald Trump über die Verpflichtung beider Seiten, sich um eine Verhandlungslösung zu bemühen. Das berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung der US-Botschaft auf X. Die amerikanische Botschaft weist darauf hin, dass Angriffe auf zivile Ziele inakzeptabel seien und sofort eingestellt werden müssten. „Wir sprechen den Opfern und ihren Familien unser tiefstes Beileid aus. In Bezug auf diesen Krieg hat Präsident Trump deutlich gemacht: Das Töten muss aufhören und beide Seiten müssen sich um eine Verhandlungslösung bemühen“, heißt es in der Erklärung.
+++ 21:48 Selenskyj bespricht Sicherheitsgarantien mit Erdogan +++
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan telefoniert und nach eigenen Angaben dabei „ausführlich“ über Sicherheitsgarantien gesprochen. „Wir haben auch ausführlich über Sicherheitsgarantien gesprochen. Die nationalen Sicherheitsberater arbeiten derzeit an jeder einzelnen Komponente, und der gesamte Rahmen wird nächste Woche schriftlich festgehalten“, sagt Selenskyj laut Kyiv Independent. Der Aufruf erfolgte, nachdem Russland in der Nacht einen groß angelegten Luftangriff auf ukrainische Städte gestartet hatte. Dabei griff Moskau Kiew mit Raketen an und zielte auf Regionen weit entfernt von der Frontlinie. Während des Telefonats habe Selenskyj mit Erdogan „die aktuelle Lage“ und „die nächsten diplomatischen Schritte“ besprochen. Die Ukraine sei bereit, „sich im Format der Staats- und Regierungschefs zu engagieren, da dies das einzig wirksame Format ist. Leider ist es Russland, das dies vermeidet und seinen Krieg fortsetzt“, schreibt Selenskyj auf X.
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