07:46 Uhr | Russland konzentriert Truppen am Donbass

Nach Angaben aus Kiew plant Russland eine weitere große Offensive im ostukrainischen Industriegebiet Donbass. Der Vorstoß könne im Raum um die Stadt Pokrowsk erfolgen, warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj laut der Nachrichtenagentur Interfax Ukraine bei einem Gespräch mit Medienvertretern. „Die Konzentration [an Truppen] dort liegt bei bis zu 100.000, das ist das, was wir heute Morgen haben“, sagte er. Die russischen Truppen bereiteten den Vorstoß vor. Aber die Ukraine sei darauf vorbereitet, und die Lage sei unter Kontrolle, sagte Selenskyj. (Quelle: dpa)

05:19 Uhr | Gouverneur: Massiver russischer Angriff auf Region Dnipropetrowsk

In der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk hat es am frühen Samstagmorgen nach Behördenangaben einen massiven russischen Angriff gegeben. Gouverneur Serhyj Lysak rief die Bevölkerung über Telegram auf, Schutzräume aufzusuchen. Betroffen seien die Städte Dnipro und Pawlograd. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor einer Rakete gewarnt, die sich auf das Gebiet zubewegte.

Dnipropetrowsk gehört nicht zu den Regionen, die Moskau als annektiert erklärt hat, und war bislang von schweren Angriffen weitgehend verschont geblieben. In dieser Woche hatte Kiew jedoch eingeräumt, dass Russland dort erstmals Geländegewinne erzielt hat. (Quelle: AFP)

04:56 Uhr | Marineinspekteur: Bundeswehr auf Ausspähaktionen vorbereitet

Die Bundeswehr sieht sich nach Angaben von Marineinspekteur Jan Christian Kaack auf gezielte Ausspähaktionen ausländischer Staaten eingestellt. „Wir haben die Sicherheitsmaßnahmen verbessert. Wir sind dabei, Stützpunkte in der Luft, unter Wasser und über Wasser besser zu schützen, auch mit eigenen Drohnenanlagen“, sagte der Chef der Seestreitkräfte dem Deutschlandfunk.

Hintergrund sind Berichte der „New York Times“, wonach Russland oder russische Unterstützer Routen im Osten Deutschlands mit Drohnen überwachen, die für Waffenlieferungen an die Ukraine genutzt werden. Kaack sprach von Ausspähversuchen mit Drohnen und durch Menschen, von Eindring- und Sabotageversuchen. Teilweise würden auch Soldaten auf ihrem Heimweg kontaktiert. „Insofern ist das auch in Teilen ein kleiner Wake-up-Call, dass wir mehr machen müssen, um unsere Menschen und unser Material zu schützen“, sagte Kaack. (Quelle: dpa)

04:13 Uhr | USA zweifeln nach Angriffen an Russlands Friedenswillen

Nach den jüngsten russischen Angriffen auf die Ukraine haben die USA den Friedenswillen Moskaus öffentlich infrage gestellt. „Die Angriffe auf Kiew lassen Zweifel an der Ernsthaftigkeit von Russlands Friedenswillen aufkommen. Diese Angriffe auf zivile Gebiete müssen sofort aufhören“, sagte US-Diplomat John Kelley vor dem UN-Sicherheitsrat. Die US-Regierung droht Russland mit weiteren wirtschaftlichen Maßnahmen, sollte der Krieg fortgesetzt werden. Kelley forderte Moskau auf, „diese Konsequenzen zu vermeiden, indem es die Gewalt stoppt und sich konstruktiv für die Beendigung des Krieges einsetzt“. (Quelle: Reuters)

02:52 Uhr | Vor China-Besuch: Putin kritisiert westliche Sanktionen

Kurz vor seiner Reise nach China hat Russlands Präsident Wladimir Putin die westlichen Handelssanktionen scharf kritisiert. Gemeinsam mit China lehne Russland „diskriminierende“ Maßnahmen im Welthandel ab, sagte er in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Putin wird von Sonntag bis Mittwoch in China erwartet. Geplant sind Gespräche mit Präsident Xi Jinping in Peking, die Teilnahme am SCO-Gipfel in Tianjin sowie an einer großen Militärparade. Der Westen wirft China vor, Moskau indirekt im Krieg zu unterstützen – Peking weist dies zurück. (Quelle: Reuters)