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Lage im Ukraine-Krieg: Wadephul fordert „Druck auf Putin“. Brände nach Angriffen auf russische Ölraffinerien. Der News-Ticker.
Update, 14.15 Uhr: Friedrich Merz rechnet damit, dass Russland den Ukraine-Krieg erst stoppt, wenn es ihn aus wirtschaftlichen und militärischen Gründen nicht mehr führen kann. „Alle Bemühungen der letzten Wochen sind beantwortet worden mit einer noch aggressiveren Vorgehensweise dieses Regimes aus Moskau gegen die Bevölkerung in der Ukraine“, sagte der Kanzler auf dem Landesparteitag der CDU-NRW. „Das wird auch so lange nicht aufhören, bis wir nicht gemeinsam dafür sorgen, dass Russland diesen Krieg zumindest aus wirtschaftlichen Gründen, vielleicht auch aus militärischen Gründen (…) nicht länger führt.“
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Lage im Ukraine-Krieg: Brände nach Angriffen auf russische Ölraffinerien
Update, 13.45 Uhr: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben Ölraffinerien in den russischen Städten Krasnodar und Sysran angegriffen. Das ukrainische Militär teilte mit, in Krasnodar im Süden Russlands habe es mehrere Explosionen gegeben und ein Feuer sei ausgebrochen. Auch in der Raffinerie in Sysran habe es infolge des Angriffs einen Brand gegeben. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in der Nacht elf ukrainische Drohnen über der Region Krasnodar abgeschossen zu haben.
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Update, 13.15 Uhr: Die russische Armee rückt nach Angaben des Moskauer Verteidigungsministeriums in der ostukrainischen Region Donezk weiter vor. Dort sei das Dorf Komyschuwacha eingenommen worden, teilte das Ministerium mit. Dem Militär werden darüber hinaus Erfolge bei Angriffen auf ukrainische Raketen- und Luftfahrtunternehmen sowie auf Militärflugplätze zugeschrieben. Zur Einordnung: Der Lagekartendienst DeepState meldete am 18. August, dass die russischen Streitkräfte seit November 2022 nur 5842 Quadratkilometer ukrainischen Territoriums erobert hätten, was etwa 0,97 Prozent der Landmasse des Landes entspricht
Im südostukrainischen Gebiet Saporischschja sind bei massiven russischen Angriffen mit Raketen und Drohnen mindestens ein Mensch getötet und 22 weitere verletzt worden. © Marina Moiseyenko/afpLage im Ukraine-Krieg: Wadephul dringt auf mehr Druck gegen Putin
Update, 12.15 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat angesichts der jüngsten russischen Angriffswelle auf die Ukraine stärkeren Druck auf Moskau gefordert. „Die Welt ist verhandlungsbereit, insbesondere die Ukraine ist verhandlungsbereit. Wer Krieg führen will, ist Wladimir Putin“, sagte Wadephul vor Beginn eines EU-Außenministertreffens in Kopenhagen am Samstag. Darum müsse die EU ihre „Maßnahmen verstärken, dass er an den Verhandlungstisch kommt“.
Lage im Ukraine-Krieg: USA zweifeln an Friedenswillen in Russland
Update, 11.35 Uhr: Die USA stellen nach den jüngsten russischen Angriffen auf die Ukraine den Willen Moskaus zum Frieden infrage. „Die Angriffe auf Kiew lassen Zweifel an der Ernsthaftigkeit von Russlands Friedenswillen aufkommen. Diese Angriffe auf zivile Gebiete müssen sofort aufhören“, sagte US-Diplomat John Kelley vor dem UN-Sicherheitsrat. „Die Vereinigten Staaten fordern die Russische Föderation auf, diese Konsequenzen zu vermeiden, indem sie die Gewalt stoppt und sich konstruktiv für die Beendigung des Krieges einsetzt“, so Kelley weiter vor dem 15-köpfigen Rat. Kurz danach startete Russland in der Nacht zum Samstag einen der schwersten Luftangriffe im gesamten Krieg.
Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj fordert „echte Schritte“ gegen Russland
Update, 11.00 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat Europa, die USA und „die ganze Welt“ aufgerufen, entschlossener gegen Russland vorzugehen. „Dieser Krieg endet nicht durch politische Erklärungen – gebraucht werden echte Schritte“, sagte er in einer bei Facebook veröffentlichten Mitteilung nach neuen schweren Angriffen in der Nacht. „Wir erwarten, dass Amerika, Europa und die ganze Welt handeln“, so der ukrainische Präsident. Er beklagte, dass Russland durch die jüngsten Attacken mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern gezeigt habe, dass es auf Worte allein pfeife. Es sei klar, dass Moskau die zuletzt vom Westen gegebene Zeit für die Vorbereitung eines Treffens auf höchster Ebene genutzt habe, um neue massive Angriffe zu organisieren.
Update, 10.25 Uhr: In der Ukraine haben mehrere Regionen erneut massive russische Drohnen- und Raketenangriffe gemeldet. Dabei gab es Opfer und schwere Schäden. Nach Saporischschja haben auch die Behörden im Gebiet Dnipropetrowsk von zahlreichen Schäden an der Infrastruktur und von mehreren Bränden nach russischen Drohnen- und Raketenangriffen berichtet. Über mögliche Opfer war zunächst nichts bekannt.
Lage im Ukraine-Krieg: Saporischschja beklagt Opfer nach Angriff von Russland
Update, 9.45 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf Saporischschja hat es nach Angaben des Regionalgouverneurs ein Todesopfer gegeben. Zudem seien mindestens 24 Menschen verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Unter den Verletzten seien drei Kinder. Bei dem Angriff seien Wohngebäude und Infrastruktur beschädigt worden.
Anwohner betrachten ihr zerstörtes Haus nach einem russischen Luftangriff auf Saporischschja. © Kateryna Klochko/dpaRussland attackiert Ukraine
Update, 9.00 Uhr: Die Ukraine hat Zahlen zum massiven russischen Luftangriff aus der Nacht veröffentlicht. Der Luftwaffe zufolge hat Russland mit 537 Drohnen und 37 Marschflugkörpern und neun ballistischen Raketen angegriffen. Davon seien 510 Drohnen und 38 Raketen abgefangen worden. An sieben Orten seien Einschläge von 24 Drohnen und fünf Raketen festgestellt worden. Der nächtliche Angriff zählt damit zu den schwersten seit Beginn des Ukraine-Kriegs.
Lage im Ukraine-Krieg: Kiew meldet aktuelle Verluste für Russland
Update, 8.25 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 850 russische Soldaten verloren. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der russischen Verluste auf rund 1.081.330 Soldaten. Mit Verlusten sind stets getötete oder schwer verwundete Soldaten gemeint. Die Zahlen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.
Update, 7.45 Uhr: Die USA sind zur Lieferung mehrerer Patriot-Flugabwehrsysteme und anderer Waffen an den Nato-Partner Dänemark bereit, der die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland unterstützen will. Das Außenministerium in Washington genehmigte den Deal, dessen Umfang mit 8,5 Milliarden US-Dollar (7,3 Mrd Euro) beziffert wurde. Neben sechs Abschussrampen umfasst das Paket auch Radar- und Leitsysteme sowie entsprechende Raketen.
Russland startet neue Angriffe
Update vom 30. August, 6.40 Uhr: Das russische Militär hat in der Nacht eine Reihe von ukrainischen Städten mit Kampfdrohnen und Marschflugkörpern angegriffen. Vor allem die Städte Saporischschja und Dnipro lagen diesmal im Visier der russischen Angriffe. Die beiden Städte wurden nach Medienberichten von schweren Explosionen erschüttert. Auch aus Kiew und anderen Städten wurden Angriffe mit Kamikazedrohnen gemeldet.
In Saporischschja seien drei Menschen verletzt worden, teilte Militärverwalter Iwan Fedorow mit. Mehrere Wohngebäude seien nach Treffern in Brand geraten. Aus den anderen angegriffenen Städten lagen zunächst keine Informationen über mögliche Opfer oder Schäden vor.
Lage im Ukraine-Krieg: Kein Frieden? Russland schiebt Kiew die Schuld in die Schuhe
Update, 20.34 Uhr: Russland behauptet weiter, dass „Gegner“ einer Einigung im Ukraine-Krieg im Weg stehen würden. Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow erklärte gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass: „Wir arbeiten derzeit daran, Gegner der Bemühungen zur Lösung der Situation in und um die Ukraine daran zu hindern, die in Anchorage erzielte Einigung zu untergraben. Das hat für uns oberste Priorität.“ In Anchorage im US-Bundesstaat Alaska kamen Wladimir Putin und Donald Trump zu einem Treffen zusammen.
Wen genau Rjabkow mit den „Gegnern“ meint, ist nicht gänzlich klar. Allerdings hat Russland in den vergangenen Tagen wieder verstärkt behauptet, westliche Verbündete der Ukraine stünden einem Frieden im Ukraine-Krieg im Weg. Dabei zeigt Russland selbst wenig Bewegung hin zu einer Friedenslösung. Erst in der Nacht auf Donnerstag flog die russische Armee schwere Luftangriffe auf Kiew. Zudem warnen Experten vor einer neuen Großoffensive im Pokrowsk.
Lage im Ukraine-Krieg: Militärexperte warnt vor möglicher Russland-Offensive in Pokrowsk
Update, 20.09 Uhr: Nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einer neuen russischen Offensive gewarnt hat, äußert sich Militärexperte Carlo Masala zu den möglichen Hintergründen, der russischen Aktion. Selenskyj hatte berichtet, dass Russland „bis zu 100.000“ nahe der ostukrainischen Stadt Pokrows zusammengezogen habe. „Die 100.000 Soldaten könnten darauf hindeuten, dass man versucht, eine klassische Offensive zu starten, um jetzt noch zusätzliches Territorium zu erobern. Ein konventioneller Angriff mit so vielen Soldaten wäre eine sehr große Attacke“, ordnet Masala gegenüber der Bild-Zeitung ein.
Putin wolle „noch zusätzliches Territorium erobern, was letzten Endes die Ukraine dazu zwingen soll, auf Putins Forderungen einzugehen“, glaubt der Militärexperte. „Wenn sie die Offensive machen und diese erfolgreich sein sollte, dann hat das natürlich auch etwas mit Washington zu tun. Putin will Trump vermitteln: Die Ukrainer können hier nicht lange standhalten.“
Update, 19.02 Uhr: Nach Darstellung von Russlands Verteidigungsminister Andrej Beloussow läuft Moskaus Eroberungskrieg erfolgreich und hat zuletzt deutlich an Fahrt gewonnen. „Wenn wir zu Jahresbeginn jeden Monat 300 bis 400 Quadratkilometer befreit haben, so sind es jetzt 600 bis 700“, sagte Beloussow bei einer Sitzung des Ministeriums.
Zufrieden zeigte sich Beloussow auch mit den andauernden russischen Luftangriffen auf die Ukraine. In diesem Jahr seien bereits 35 solcher massiven Luftschläge gegen 146 strategisch wichtige Objekte des Gegners erfolgt. Dadurch sei die militärische Infrastruktur der Ukraine stark geschwächt worden, sagte er. Erst am Vortag hatte Russland unter anderem die Stadt Kiew massiv beschossen – und dabei mehr als 20 Zivilisten getötet.
Lage im Ukraine-Krieg: Merz und Macron drohen Putin – und kündigen Trump-Gespräch an
Update, 17.39 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drohen Russland mit weiteren Sanktionen und drängen mit Blick Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs auf Tempo. Merz hatte bereits am Donnerstag betont, dass er nicht von einem baldigen Treffen zwischen Kreml-Chef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ausgehe. Vor diesem Hintergrund kündigten Merz und Macron Entscheidungen in der kommenden Woche an, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Macron verwies darauf, dass die Zweiwochen-Frist auslaufe, die US-Präsident Donald Trump für das Treffen gesetzt habe: „Offensichtlich hat sich Putin über Trump hinweggesetzt, das kann nicht ohne Folgen bleiben.“ Zudem erklärte er: „Wir werden weiterhin Druck ausüben, damit zusätzliche Sanktionen verhängt werden – und wir sind dazu bereit –, aber auch von den USA, um Russland zu zwingen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“ Die Sanktionen sollten sich auch gegen Unternehmen aus Drittstaaten richten, die den russischen Krieg gegen Ukraine unterstützten. Macron kündigte an, er und Merz würden am Wochenende mit Trump sprechen.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland wirft Macron Grenzüberschreitung vor – nach Kommentar über Putin
Update, 16.39 Uhr: Moskau reagiert mit Empörung auf einen Kommentar von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Der französische Präsident hatte Kreml-Chef Wladimir Putin in einem Interview als ein „Raubtier, ein Ungeheuer vor unseren Toren“ bezeichnet. Nun erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, laut Bericht der Nachrichtenagentur Reuters bezogen auf die Äußerungen: „Sie überschreiten nicht nur die Grenze des Vernünftigen, sondern auch die des Anstands und sind vulgäre Beleidigungen gegenüber Russland.“ Moskau greift Macron und Frankreich immer wieder für deren Unterstützung Kiews im Ukraine-Krieg an.
Russland zieht 100.000 Soldaten zusammen
Erstmeldung: Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj nahe der ostukrainischen Stadt Pokrowsk „bis zu 100.000“ Soldaten zusammengezogen. „Dort findet eine Aufstockung und Konzentration des Feindes statt“, sagte Selenskyj am Freitag vor Journalisten. „Sie bereiten in jedem Fall Offensivmaßnahmen vor“, sagte Selenskyj.