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In Köln demonstrierten bis zu 3.000 Menschen gegen Krieg und Wehrpflicht. Später eskalierte die Situation mit der Polizei.
Köln – Hunderte Menschen haben sich an einem Antikriegs-Marsch durch die Kölner Innenstadt beteiligt. Am Rande der Demonstration kam es am Abend zu Konflikten zwischen der Polizei und Demonstrationsteilnehmern.
Ein Sprecher der Demonstrierenden sagte, die Polizei habe Menschen eingekesselt. Es gebe 40 bis 60 Verletzte, die nicht ins Krankenhaus gelassen würden. Dagegen sagte ein Polizeisprecher, Demonstrierende hätten die Polizisten angegriffen. Ob es Verletzte auf Seiten der Demonstrierenden gebe, könne er aktuell nicht sagen. „Medizinische Hilfe wird da, wo sie erforderlich ist, mit Sicherheit zugänglich gemacht“, betonte der Polizeisprecher.
Polizei und Demonstranten im Einsatz: Bei einer Antikriegs-Demo in Köln kam es zu Auseinandersetzungen. © IMAGO/Mouafak Mahmalji3.000 Menschen in Köln auf der Straße: Veranstalter sprechen von starkem Signal gegen Kriegspolitik
Die Demonstration wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Einige Teilnehmer seien aufgefordert worden, ihre Vermummung abzulegen, sagte eine Polizeisprecherin. Zunächst war nach Angaben eines dpa-Reporters vor Ort alles friedlich geblieben.
Auf den Transparenten und Schildern der Demonstranten hieß es etwa „Wir sterben nicht in Euren Kriegen“ und „Nein zur Wehrpflicht“. Die Veranstalter sprachen von bis zu 3.000 Teilnehmern. (sot mit dpa)