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Tragisches Unglück mitten in der Urlaubszeit. In Lissabon ist eine berühmte Seilbahn entgleist – es gibt 16 Todesopfer. Auch Deutsche sind unter den Verletzten.
Das Wichtigste in
dieser Nachricht
- Lissabon-Seilbahn sollte eigentlich saniert werden – Gewerkschafter kritisiert Instandhaltung durch privates Unternehmen
- 16 Tote nach Seilbahnunfall in Portugal – 21 Personen teils schwer verletzt
- Schweres Seilbahn-Unglück in Lissabon – Behörden bestätigen Todesopfer und Verletzte
Update vom 7. September, 22.27 Uhr: Nach dem Seilbahn-Unglück meldeten lokale Medien zunächst, dass unter den Toten auch ein Familienvater aus Deutschland war. Als seine Familie anreiste, um seine Leiche zu identifizieren, stellte sich jedoch raus, dass es sich bei dem Verstorbenen doch nicht um den Familienvater handelte. Der Mann hatte überlebt und befand sich unter den Verletzten, die im Krankenhaus behandelt wurden. Doch wie konnte es zu der Verwechslung kommen?
Grund soll das Outfit des Mannes – genauer gesagt sein T-Shirt – gewesen sein. Der Familienvater soll zum Zeitpunkt des Unglücks ein Schalke-Trikot getragen haben, wie die Bild berichtet. Er war jedoch nicht der einzige Seilbahn-Fahrgast mit diesem Outfit. Auch ein Brite, der mit seiner Partnerin Urlaub in Lissabon machte, trug ein solches Trikot. Er war es, der den Unfall nicht überlebte. Auch seine Partnerin kam bei dem Crash ums Leben. „Die Beschreibung des deutschen Mannes, die den Behörden vorgelegt wurde, ähnelte stark der eines britischen Staatsbürgers“, erklärte die portugiesische Polizei auf Anfrage der Bild.
Update vom 7. September, 18.22 Uhr: Den ersten Zwischenergebnissen der Untersuchung des tragischen Seilbahn-Unglücks in Lissabon zufolge entgleiste der Waggon mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 Stundenkilometern. Er rauschte talwärts, kippte schließlich in einer Kurve um und prallte mit voller Wucht gegen ein Gebäude. Der gesamte Vorfall soll weniger als 50 Sekunden gedauert haben.
Update vom 7. September, 11.43 Uhr: Ein erster Bericht des portugiesischen Unfalluntersuchungsamts GPIAAF bestätigt, dass der Bremser vergeblich versuchte, das Seilbahn-Unglück zu verhindern. Alle Bremssysteme hätten versagt, nachdem das Verbindungsseil wenige Meter nach dem Start an der oberen Station Calçada da Glória gerissen sei, so GPIAAF.
Ein Unfall erschüttert Lissabon: Das Verbindungsseil einer Seilbahn riss kurz nach dem Start. Alle Bremssysteme versagten komplett. © Armando Franca/dpa
Das Seil habe bei der morgendlichen Routinekontrolle keine Auffälligkeiten gezeigt. Die entscheidende Bruchstelle sei jedoch nur im zerlegten Zustand erkennbar. Derzeit stehen alle historischen Standseilbahnen in Lissabon still, und ein Ende des Betriebsstopps sei momentan nicht absehbar.
Update vom 7. September, 6.57 Uhr: Bei der Untersuchung des Wracks vor Ort sei sofort festgestellt worden, dass das Kabel, das die beiden Wagen verbindet, an seinem Befestigungspunkt im oberen Teil des Unglückswagens nachgegeben habe, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Lusa aus dem Bericht. Die veranschlagte Lebensdauer eines solchen Kabels liege bei 600 Tagen. Das zum Unfallzeitpunkt vorhandene Kabel sei erst seit 337 Tagen im Einsatz gewesen, ging aus dem GPIAAF-Bericht hervor. Ausgetauscht werden sollte es demnach erst in neun Monaten.
Wie es dazu kommen konnte, dass sich das Kabel von dem Wagen löste, müsse jedoch bei weiteren Untersuchungen geklärt werden. Einen ausführlicheren Bericht beabsichtigt die Behörde nach Angaben ihres Direktors Nelson Oliveira in etwa 45 Tagen vorzulegen, einen umfassenden Abschlussbericht in einem Jahr.
Schweres Seilbahn-Unglück in Lissabon – Bilder zeigen das ganze Ausmaß
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Update vom 6. September, 21.53 Uhr: Die staatliche Untersuchungskommission hat ihren ersten vorläufigen Bericht zu dem tragischen Unglück in Lissabon mit 16 Todesopfern veröffentlicht. Ersten Erkenntnissen zufolge ist das Unglück durch einen Schaden an der Verbindung des Seils mit dem Unglückswagen verursacht worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Lusa mit Verweis auf die Untersuchungsbehörde GPIAAF mitteilte, löste sich das Seil vom Wagen. Wieso die Bremsen den Wagen nicht stoppten, ist noch unklar.
Fachleute prüfen rechtlich Ansprüche nach Seilbahn-Unglück in Lissabon
Update vom 6. September, 11.03 Uhr: Nach dem schweren Seilbahn-Unglück in Lissabon mit 16 Toten und 21 Verletzten beschäftigen sich Experten nun mit möglichen rechtlichen Konsequenzen und Schadensersatzansprüchen. Im Gespräch mit SIC Notícias warnt Anwalt Pedro Duro, dass möglicherweise niemand strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden könnte. „Es kann sein, dass niemand zur Verantwortung gezogen wird“, erklärte der Rechtsexperte. Dies wäre dann der Fall, wenn „alle die festgelegten Verfahren eingehalten haben und dass diese Verfahren gemäß der Marktpraxis und dem Gesetz klar definiert waren“.
Rechtliche Konsequenzen nach Lissabon-Katastrophe völlig offen – Experte sieht Schlupflöcher. © IMAGO/Zed Jameson
Der Anwalt sieht als mögliche Ursachen„bewusste oder unbewusste Fahrlässigkeit“, schließt aber Vorsatz aus. Sollte sich herausstellen, dass alle Beteiligten nach den geltenden Vorschriften gehandelt haben, würden lediglich neue Wartungsverfahren entwickelt, ohne dass jemand bestraft wird.
Unabhängig von der Schuldfrage haben Betroffene und Hinterbliebene Anspruch auf Entschädigung durch die Lissabonner Verkehrsgesellschaft Carris. Die Höhe der Zahlungen variiert je nach Einzelfall. Verletzte oder Angehörige der Todesopfer müssen entsprechende Anträge stellen. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern weiter an. Experten vermuten weiterhin, dass ein Seil gerissen sein könnte und möglicherweise auch die Bremsen versagt haben.
Update vom 6. September, 06.41 Uhr: Die Zahl der Todesopfer des Standseilbahn-Unglücks in Lissabon wurde auf 16 korrigiert, nachdem zunächst von 17 Opfern die Rede war. Die portugiesische Polizei hat alle Verstorbenen identifiziert: fünf Portugiesen, drei Briten, zwei Südkoreaner, zwei Kanadier, eine Französin, ein Schweizer, ein US-Bürger und ein Ukrainer. Kein deutscher Staatsbürger kam bei dem Unglück ums Leben, wie die portugiesische Polizei mitteilte. Das Auswärtige Amt bestätigte dies, obwohl zunächst der Tod eines Deutschen vermutet wurde. Unter den etwa 20 Verletzten befinden sich drei Deutsche, darunter ein dreijähriges Kind. Mindestens drei deutsche Staatsbürger mussten stationär behandelt werden.
Die Bekanntgabe der ersten Erkenntnisse zur Ursache des Unglücks wurde von der zuständigen Untersuchungsbehörde auf Samstag (6. September) verschoben. Ein Sprecher erklärte am Freitagabend: „Es ist nicht möglich, den Bericht heute zu veröffentlichen.“ In der Nacht auf Freitag wurde das Wrack der Standseilbahn „Gloria“ abtransportiert. Luis Neves, der Leiter der Kriminalpolizei, betonte, dass „nichts wird ausgeschlossen. Wir können nur Stellung beziehen, wenn wir uns sicher sind.“
Pedro Bogas, der Chef des Unternehmens Carris, versicherte, dass die Wartungspläne „gewissenhaft eingehalten“ wurden. Das Wartungsprotokoll, das am Morgen des Unglücks erstellt wurde, bestätigte, dass die Standseilbahn „alle Bedingungen“ für den Betrieb erfüllte.
Update vom 5. September, 20.14 Uhr: Nach dem schweren Standseilbahn-Unglück in Lissabon sind nun alle 16 Todesopfer identifiziert worden. Die Polizei bestätigte, dass Menschen aus acht verschiedenen Ländern ums Leben kamen. Fünf Portugiesen, drei Briten, zwei Südkoreaner, zwei Kanadier, eine Person aus der Schweiz, eine aus der Ukraine, eine aus den USA und eine aus Frankreich starben bei der Tragödie.
Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an. Derzeit werde keine Spur ausgeschlossen, sagte der Leiter der Kriminalpolizei, Luis Neves. „Wir können nur Stellung beziehen, wenn wir uns sicher sind. In diesem Stadium müssen wir offen bleiben.“ Die für Flugzeug- und Eisenbahnunglücke zuständige Untersuchungsbehörde GPIAAF will am Samstagnachmittag (6. September) einen Bericht mit neuen Details vorlegen.
Blick auf den Unfallort der entgleisten und verunglückten Standseilbahn. © IMAGO/Zed Jameson
Update vom 5. September, 15.43 Uhr: Unter den Todesopfern des Standseilbahn-Unglücks befindet sich auch André Marques, der langjährige Bremser der Bahn. 15 Jahre lang war er für die Lissaboner Verkehrsgesellschaft Carris tätig und galt als „engagierter, freundlicher, lächelnder Profi“, berichtet RTL. Auf Facebook äußert sich nun sein Schwager João Santos mit bewegenden Worten: „Ich weiß, dass du dein Bestes gegeben hast, noch anzuhalten“. Er fügt hinzu: „Bis eines Tages, Schwager, ich weiß, dass wir uns wiedersehen werden“. Trotz seiner Erfahrung gelang es dem Bremser nicht, die Katastrophe abzuwenden.
Standseilbahn-Wunder in Lissabon: Deutsche Familie findet für tot erklärten Vater lebendig
Update vom 5. September, 12.25 Uhr: Ein deutscher Familienvater, der für tot gehalten wurde, lebt. Diese Information erhielt CNN Portugal von den Angehörigen. Die Familie war nach dem Seilbahnunglück über den vermeintlichen Tod des 46-Jährigen informiert worden, konnte ihn jedoch im Institut für Rechtsmedizin nicht unter den Verstorbenen identifizieren.
Daraufhin suchten die Angehörigen in verschiedenen Krankenhäusern und entdeckten den Vater schließlich lebend im Krankenhaus von São José. Am Tag zuvor hatte die portugiesische Polizei noch den Tod eines deutschen Staatsbürgers bestätigt. Nun stellt die Kriminalpolizei klar: „Der deutsche Staatsbürger, der am Donnerstag als eines der Todesopfer genannt wurde, in der Nacht aufgefunden.“
Laut der Mitteilung handelt es sich bei den Verstorbenen um fünf Personen aus Portugal, zwei aus Südkorea, drei aus Großbritannien sowie jeweils eine Person aus Kanada, Frankreich, den USA und der Ukraine.
Update vom 5. September, 11.10 Uhr: Aus dem Auswärtigen Amt heißt es: „Nach Kenntnis des Auswärtigen Amts befinden sich nach aktuellem Stand keine deutschen Staatsangehörigen unter den Todesopfern.“ Verletzte hingegen wurden bereits am Vortag bestätigt und auch jetzt schreibt die Behörde: „Mehrere deutsche Staatsangehörige sind vom Unglück betroffen. Unsere Gedanken sind bei den Opfern dieses tragischen Standseilbahnunglücks.“
Die neue Meldung, es befänden sich offenbar keine deutschen Staatsangehörigen unter den Todesopfern, widerspricht einer Meldung der portugiesischen Polizei vom Donnerstag. Sie hatte den Tod eines Deutschen bestätigt.
Laut Informationen von IPPEN.MEDIA war bei drei deutschen Staatsangehörigen eine stationäre Behandlung erforderlich. Zudem ist nicht auszuschließen, dass sich weitere Staatsangehörige unter den verletzten Personen befanden, die sich nicht bei der deutschen Botschaft in Portugal gemeldet haben.
Update vom 5. September, 9.50 Uhr: Als die Standseilbahn in Lissabon am Mittwochabend entgleist, befindet sich der Tuk-Tuk-Fahrer Antonio Azevedo (45) in unmittelbarer Nähe, wie rtl.de berichtet. Nach dem Unfall traf er seinen Angaben zufolge auf eine Szenerie, die ihn an einen „Horrorfilm“ erinnert. Inmitten der Trümmer und Verletzten habe ein Helfer den 45-Jährigen darum gebeten, sich um einen weinenden dreijährigen Jungen zu kümmern, der verzweifelt nach seinem Vater rief.
Der Vater des Jungen soll bei dem Unfall gestorben sein. Bei dem Mann handelt es sich portugiesischen Medienberichten zufolge um einen deutschen Familienvater. Seine Frau würde zudem schwer verletzt auf der Intensivstation liegen. Das Kind soll den Unfall weitestgehend unverletzt überstanden haben. Jedoch sei bislang nicht bestätigt, ob es sich auch wirklich um das Kind handelt, um das sich Azevedo gekümmert hatte.
Lissabon-Seilbahn sollte eigentlich saniert werden
Update vom 5. September, 9.35 Uhr: Das Auswärtige Amt hatte bereits kurz nach dem Unglück befürchtet, dass deutsche Staatsangehörige von dem Unglück am Mittwochabend betroffen waren. Auf Nachfrage der dpa teilte das Berliner Ministerium jedoch mit: „Über die Anzahl gibt es derzeit noch keine verlässlichen Angaben“.
Update vom 5. September, 9.26 Uhr: Während die Lissabonner Verkehrsgesellschaft Carris Vorwürfe bezüglich unzureichender Wartung bereits zurückwies, äußerten Gewerkschaftsvertreter Bedenken hinsichtlich der Vergabe der Instandhaltungsarbeiten an eine private Firma. Laut einem Bericht von SIC Notícias, der sich auf Aussagen des Gewerkschafters Manuel Leal stützt, hätten Carris-Beschäftigte wiederholt vor dringend benötigten Wartungsarbeiten gewarnt.
Bei den drei Standseilbahnen, die seit dem 19. Jahrhundert ihren Dienst verrichten, hatte sich in Lissabon bislang kein vergleichbares Unglück ereignet.
Update vom 5. September, 8.15 Uhr: Eigentlich sollte die verunglückte Glória-Bahn zusammen mit den Bahnen Bica, Lavra und dem berühmten Aufzug Santa Justa saniert werden. Das Budget lag bei 1,9 Millionen Euro für alle vier Anlagen, für die Arbeiten war eine Dauer von drei Jahren vorgesehen, wie das portugiesische Portal Eco berichtet.
Auch zum Unfallablauf gibt es neue Erkenntnisse, wie Euronews berichtet. Die aufwärts fahrende Kabine stürzte demnach ein bis zwei Meter in die Tiefe auf das untere Ende der Gleise, wobei mehrere Menschen leicht verletzt wurden. Der abwärts fahrende Wagen hingegen löste sich von den Gleisen, raste mit hoher Geschwindigkeit weiter, kippte in einer Kurve um und prallte gegen ein Gebäude. Lissabons Bürgermeister Carlos Moedas rief derweil eine dreitägige Stadttrauer aus – über den bereits verkündeten nationalen Trauertag hinaus, wie Jornal de Notícias berichtet.
Update vom 4. September, 20.20 Uhr: SIC Notícias berichtet, die Behörden hätten mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ einen Deutschen, zwei Kanadier, einen Ukrainer und einen Amerikaner unter den Todesopfern der Tragödie in Lissabon identifiziert. Fünf Portugiesen, zwei Südkoreaner und ein Schweizer seien „vollständig identifiziert“, heißt es weiter.
16 Tote nach Seilbahnunfall in Portugal
Update vom 4. September, 16.50 Uhr: Der schwere Seilbahnunfall in Portugal hat 16 Menschenleben gefordert und 21 weitere Personen teils schwer verletzt. Die portugiesische Regierung korrigierte am Mittwochnachmittag ihre ursprüngliche Angabe von 17 Todesopfern. In der Nacht zu Mittwoch seien nicht zwei Menschen ihren Verletzungen erlegen, sondern nur einer.
Nach Informationen des Auswärtigen Amtes zählen auch deutsche Staatsbürger zu den Betroffenen des Unglücks. Ob sich unter ihnen nur Verletzte oder auch Todesopfer befinden, ist derzeit nicht bekannt. Das Institut für Rechtsmedizin teilte mit, dass detailliertere Angaben erst nach Abschluss der Obduktionen möglich sein werden.
„Das war ohrenbetäubend, ich und andere Passanten sind erst mal weggelaufen“, berichtet eine Augenzeugin dem staatlichen portugiesischen TV-Sender RTP den Vorfall. Der Wagon sei bergab gerast, gegen ein Gebäude gekracht und „wie ein Karton“ auseinandergefallen, so eine weitere Passantin.
Die genaue Unglücksursache wird noch ermittelt. Experten vermuten, dass ein Seil gerissen sein könnte und die Bremsen versagten. Ein Experte will das Seilbahn-Unglück sogar vorausgesagt haben. Vorwürfe bezüglich mangelhafter Wartungsarbeiten wies der Betreiber der Seilbahn, die Lissabonner Verkehrsgesellschaft Carris, entschieden zurück. „Die monatlichen und wöchentlichen Wartungsprogramme sowie die tägliche Kontrolle werden sorgfältig durchgeführt“, heißt es.
Urlauber aus Deutschland in Seilbahn-Unglück verwickelt
Update vom 4. September, 13.40 Uhr: Noch immer ist unklar, ob bei dem schweren Lissabon-Unglück auch Personen aus Deutschland ums Leben kamen. Dass Urlauber aus Deutschland bei dem Unglück verletzt wurden, wurde hingegen mittlerweile bestätigt. Der Zivilschutz in Lissabon sprach von zwei Deutschen unter den Verletzten, die Angaben zur Nationalität der Todesopfer sollen erst später folgen.
Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Vormittag, die deutsche Botschaft in Lissabon stehe „eng mit den örtlichen Behörden im Austausch“, um die Identität der Opfer zu klären (siehe Update von 10.30 Uhr). Nach aktuellen Angaben der örtlichen Rettungskräfte kamen bei dem Unglück am Mittwochabend 17 Menschen ums Leben. Zwei Menschen seien in der Nacht ihren Verletzungen erlegen, führte Margarida Castro vom städtischen Zivilschutz aus.
21 weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter mindestens elf Ausländer: zwei Deutsche, zwei Spanier, eine Französin, ein Italiener, ein Schweizer sowie jeweils ein Mensch aus Kanada, Korea, Marokko und den Kap Verde.
Lissabon-Unglück: Auch Mitarbeiter von gemeinnütziger Organisation verunglückt
Update vom 4. September, 12.49 Uhr: Unter den 17 Todesopfern sind auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gemeinnützigen Organisation Santa Casa Misericórdia in Lissabon, berichten portugiesische Medien. Eine Frau und ein Mann kamen bei dem Unfall im „Elevador da Glória“ ums Leben. Sieben weitere Kollegen und Kolleginnen wurden laut Correio da Manhã verletzt. Die Standseilbahn werde „häufig von mehreren Mitarbeitern benutzt“,
Update vom 4. September, 11.50 Uhr: Der schreckliche Unfall mit der historischen Standseilbahn „Elevador da Gloria“ erschüttert. Am Mittwochabend (3. September) um 18 Uhr entgleiste die Bahn auf dem Weg nach unten und krachte gegen ein Haus. Offenbar mit voller Wucht, wie Augenzeugen berichten.
Update vom 4. September, 10.30 Uhr: Das Auswärtige Amt (AA) steht eigenen Angaben zufolge über die Botschaft mit den örtlichen Behörden im engen Austausch, um die Identitäten der Opfer zu klären. „Leider müssen wir davon ausgehen, dass sich auch deutsche Staatsangehörige unter den Betroffenen befinden. Über die Anzahl gibt es derzeit noch keine verlässlichen Angaben“, teilt das Auswärtige Amt auf Anfrage von IPPEN.MEDIA mit. Die Lage sei derzeit zum Teil noch unübersichtlich.
Zahl der Todesopfer in Lissabon steigt erneut
Die Zahl der Todesopfer ist auf 17 gestiegen, berichtet CNN Portugal unter Berufung auf die Direktorin des Katastrophenschutzes der Stadt Lissabon Margarida Castro. Demnach sei die Nationalität von vier Verletzten zunächst noch unklar. Bei der Tragödie kamen 17 Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt.
Update vom 4. September, 9.45 Uhr: Nach dem tödlichen Unglück des „Elevador da Glória“ steht der Betreiber der Standseilbahn in Kritik. Eine Zeitung erinnert an einen Vorfall im Jahr 2018.
Update vom 4. September, 8.40 Uhr: Über die Identitäten und Nationalitäten der Opfer gibt es zunächst keine offiziellen Informationen. Die Behörden kündigten am Donnerstag weitere Informationen an. Eines der ersten identifizierten Todesopfer sei der Bremser des „Elevador da Glória“ in Lissabon gewesen, heißt es beim Correio da Manhã. Kollegen hätten seinen Tod in den sozialen Medien betrauert.
Deutscher Vater unter den Todesopfern beim Seilbahn-Unglück in Lissabon
Update vom 4. September, 8.12 Uhr: Unter den Todesopfern ist laut portugiesischen Medienberichten ein deutscher Vater. Seine Frau wurde bei dem Unglück schwer verletzt. Sein dreijähriger Sohn wurde leicht verletzt. Laut dem Correio da Manhã wurde der deutsche Junge von der Polizei aus dem Wrack gerettet.
Update vom 4. September, 8 Uhr: Das tödliche Unglück in Lissabon wirft viele Fragen auf. Die historische Standseilbahn war seit mehr als 100 Jahren in Betrieb, eine Fahrt mit der „Elevador da Gloria“ ist für viele Touristen ein Muss. Die Bahn fährt dabei eine Strecke von 265 Metern und überwindet etwa einen Höhenunterschied von 45 Metern.
Am Mittwochabend (2. September) war die Bahn auf dem Weg nach unten, als sie plötzlich von den Schienen abkam, mit lauten Krachen die Straße herunterrutschte und seitlich gegen ein Gebäude krachte. „Das war ohrenbetäubend, ich und andere Passanten sind erst mal weggelaufen“, sagte eine Augenzeugin laut der Nachrichtenagentur dpa. „Es war wie im Actionfilm“, so eine andere.“
„Wie ein Pappkarton auseinander gefallen“ – Augenzeugen schildern schrecklichen Moment
Update vom 4. September, 6.30 Uhr: Portugal trauert. 15 Menschen sind in Lissabon ums Leben gekommen, es gibt 23 Verletzte, darunter befinden sich fünf in einem kritischen Zustand. Die historische Standseilbahn „Elevador da Gloria“ entgleiste am Mittwochabend (3. September) gegen 18 Uhr – die Ursache dafür ist zunächst unklar. Unter den Opfern befinden sich vermutlich auch Touristen aus dem Ausland. Über die Nationalitäten ist bislang noch nichts bekannt.
Laut dem portugischen Portal Sapo riss nach Augenzeugen ein Seil, das die Bahn zieht. „Es ist mit brutaler Wucht gegen ein Gebäude geprallt und wie ein Pappkarton auseinander gefallen“, zitiert das Portal die Zeugin. Der Wagon der Seilbahn sei dann mit enormer Wucht aufgeschlagen. Es habe keinerlei Bremsen gegeben.
Update vom 3. September, 22.58 Uhr: Bei dem Seilbahn-Unglück in Lissabon starben mindestens 15 Menschen – Was wir wissen und was nicht lesen Sie hier.
Update von 22.51 Uhr: Die Carris, verantwortlich für die Verwaltung des „Elevador da Glória“, versichert, dass „alle Wartungsprotokolle“ der Standseilbahn „durchgeführt und eingehalten wurden“. In einer Mitteilung gibt das Unternehmen an, dass die „Generalwartung, die alle vier Jahre stattfindet und 2022 durchgeführt wurde“, und die „Zwischenreparatur, die alle zwei Jahre erfolgt und zuletzt 2024 stattfand“, durchgeführt wurden. Es fügt hinzu, dass „die monatlichen, wöchentlichen Wartungsprogramme und die tägliche Inspektion gewissenhaft eingehalten wurden“.
Unfall der Seilbahn Elevador da Glória in Lissabon aktuell: Mindestens 15 Tote bei Unglück
Update von 22.49 Uhr: Das Hospital Santa Maria in Lissabon bestätigt, dass sechs Verletzte des Aufzugunfalls eingeliefert wurden, einer davon in schwerwiegendem Zustand. Unter den leicht Verletzten befindet sich auch ein dreijähriges Kind.
Update von 21.42 Uhr: Bei der Entgleisung der Standseilbahn „Elevador da Glória“, die die Restauradores mit dem Jardim de São Pedro de Alcântara in Lissabon verbindet, sind am Mittwoch mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Dies berichten portugiesische Medien mit Verweis auf die Polizei.
Der Unfall forderte außerdem 18 Verletzte, von denen sich mindestens fünf in schwerem Zustand befinden, wie eine Quelle des Notdienstes INEM vor Ort mitteilte. Mindestens sieben der Verletzten wurden ins Hospital de São José eingeliefert, wie eine offizielle Quelle bestätigte. Auch das Hospital de Santa Maria und das Hospital de São Francisco Xavier nahmen Verletzte auf.
Update von 21.30 Uhr: Auch die portugiesische Regierung und Ministerpräsident Luís Montenegro bekundeten in einer versandten Mitteilung ihr „tiefes Bedauern über den heute Nachmittag im Elevador da Glória in Lissabon ereigneten Unfall“. Die Regierung betonte, sie verfolge „seit den ersten Momenten die Situation und die Reaktion der verschiedenen öffentlichen Behörden für medizinische Notfälle, Gesundheitseinrichtungen, Katastrophenschutz, Sicherheitskräfte und Verkehr“ und stehe „in ständigem Kontakt und enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung“.
Lissabons Bürgermeister spricht von „tragischem Tag“: Carlos Moedas bezeichnete den schweren Unfall mit dem Elevador da Glória vor Ort gegenüber Journalisten als „tragischen Tag“ für die portugiesische Hauptstadt. „Es ist ein sehr harter Tag für uns alle“, sagte der Bürgermeister und sprach den Familien der Todesopfer sein Beileid aus. „Lissabon trauert, es ist ein tragischer Moment für unsere Stadt.“
Update von 21.25 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen äußerte sich auf X zum schweren Unfall des Elevador da Glória. „Mit Trauer habe ich von der Entgleisung des berühmten „Elevador da Glória“ erfahren. Den Familien der Opfer gilt mein Beileid“, schrieb von der Leyen in portugiesischer Sprache.
Update von 21.20 Uhr: Eine Augenzeugin berichtete dem Correio da Manhã: „Der untere Aufzug kam langsam herunter, wie normal, aber etwa eineinhalb Meter vor dem Ende versagten die Bremsen und das gab uns das Warnsignal, weil er dann mit großer Kraft auf den Gehweg prallte und die Menschen drinnen begannen verängstigt zu schreien.“ Eine weitere Person vor Ort berichtete, dass „ein enormer Knall“ sofort ihre Aufmerksamkeit erregte und sie „die Straßenbahn völlig zerstört durch den Aufprall auf das Gebäude sah, etwas Staub stieg auf, und viele Menschen schrien“.
Seilbahn-Unfall in Lissabon: Nationalitäten der Opfer noch nicht bekannt
Update von 21.13 Uhr: Unterdessen sind die Nationalitäten der Opfer und Verletzten noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort übernommen. Das Büro für Prävention und Untersuchung von Flugzeug- und Eisenbahnunfällen (GPIAAF) kündigte an, die Unfallursachen zu untersuchen, wird jedoch erst am Donnerstag mit der Beweissammlung vor Ort beginnen.
Update von 21.09 Uhr: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet unter Berufung auf lokale Medien, dass noch mehrere Menschen in der Seilbahn feststecken sollen. Fernsehbilder zeigten, dass die Bahn umkippte und stark beschädigt wurde.
Update von 21.01 Uhr: Eine Augenzeugin berichtete dem portugiesischer Fernsehsender SIC, dass der „entgleiste“ Aufzug „mit brutaler Kraft gegen ein Gebäude prallte und sich wie eine Pappschachtel zerlegte“. Nach Angaben von Experten könnte ein gerissenes Zugkabel die Ursache für den Unfall gewesen sein, wodurch die normalerweise funktionierenden Bremsen versagten, berichtet das portugiesische Portal Sapo.
Schweres Seilbahn-Unglück in Lissabon
Update von 20.56 Uhr: Mittlerweile liegen erste Details zu den Opfern und zum Hergang des Unglücks vor. Die berühmte Standseilbahn Elevador da Glória ist am Mittwoch um 18:05 Uhr entgleist und stürzte ab, wobei sie gegen ein Gebäude prallte. Das Unglück forderte drei bestätigte Todesopfer und mehrere Verletzte. Sieben Verletzte wurden ins Hospital São José gebracht, fünf davon in kritischem Zustand, während drei weitere schwer Verletzte ins Hospital Santa Maria eingeliefert wurden
Seilbahn-Unfall in Lissabon aktuell: Elevador da Glória vor allem bei Touristen beliebt
Update von 20.50 Uhr: Mittlerweile berichten örtliche Medien von etwa 20 Verletzten. Der Touristenmagnet, der die Praça dos Restauradores in der Unterstadt mit dem Bairro Alto verbindet, kann bis zu 42 Personen transportieren und gilt als eines der Wahrzeichen der portugiesischen Hauptstadt. Die historische Standseilbahn wird häufig von Touristen genutzt, die die portugiesische Hauptstadt besuchen
Update von 20.42 Uhr: Das aktuelle Unglück ist nicht der erste Unfall mit dem historischen Aufzug, der 2002 zum Nationaldenkmal erklärt wurde. Bereits 2018 war die Standseilbahn aufgrund von Wartungsfehlern entgleist, jedoch ohne Verletzte.
Seilbahn-Unfall in Lissabon: Verletzte in kritischem Zustand
Update von 20.35 Uhr: Die Polizei bestätigte Tote, nannte aber keine genaue Zahl. Nach Angaben des portugiesischen Rettungsdienstes INEM befinden sich mindestens neun der Verletzten in kritischem Zustand. Die Standseilbahn, die die Restauradores mit dem Jardim de São Pedro de Alcântara verbindet und bis zu 42 Personen transportieren kann, gilt als Wahrzeichen Lissabons und ist bei Touristen sehr beliebt.
Vor Ort sind 62 Einsatzkräfte mit 22 Fahrzeugen im Einsatz, während die Mordkommission der Kriminalpolizei die Unfallursache untersucht, berichtet CNN Portugal. Präsident Marcelo Rebelo de Sousa sprach den betroffenen Familien sein Beileid aus.
Erstmeldung: Lissabon – Die berühmte Standseilbahn Elevador da Glória ist entgleist und hat offenbar mindestens drei Todesopfer und 20 Verletzte gefordert. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.
Ursache für Seilbahn-Unglück in Lissabon: Offenbar Aufzugkabel defekt
Nach Angaben des portugiesischen Portals Sapo soll sich Afzugkabel gerissen sein, was zu dem schweren Unfall führte.