Stand: 13.09.2025 16:02 Uhr

Der Karlsruher SC gewinnt in der 2. Fußball-Bundesliga mit 2:1 (1:1) gegen den 1. FC Nürnberg, der somit auf dem letzten Tabellenplatz bleibt.

Somit steigt der Druck auf Trainer Miroslav Klose, der schon die vierte Saisonniederlage seiner Mannschaft erlebte und auch im DFB-Pokal beim Regionalligisten FV Illertissen ausgeschieden war.

Klose glaubt an Zukunft beim „Club“

„Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft“, klagte Klose, „verzweifelt bin ich nicht, denn wichtig war, dass wir uns die Chancen herausspielen.“ Auf die Nachfrage der Sportschau, ob er glaube, auch weiterhin Trainer bleiben zu dürfen, sagte der Weltmeister von 2014: „Ich habe nichts anderes gehört.“

Burkhard Hupe, Sportschau, 13.09.2025 15:42 Uhr

Einen starken 1. FC Nürnberg hatte auch KSC-Trainer Christian Eichner gesehen. „Man muss dem Gegner heute ein sehr, sehr großes Kompliment machen. Das war für uns unfassbar schwer heute. Nürnberg hätte sich das Unentschieden verdient gehabt.“

Burkhard Hupe, Sportschau, 13.09.2025 15:42 Uhr

Marvin Wanitzek erzielte in der 75. Minute den Siegtreffer für den KSC, der noch ungeschlagen ist und elf Punkte auf dem Konto hat.

Fabian Schleusener (44. Minute) hatte die Mannschaft von Trainer Eichner in Führung gebracht, Henri Koudossou (45.+4) zwischenzeitlich ausgeglichen.

Nürnbergs Biron mit sehr frühem Foul und guter Chance

Ohne Sieg und mit nur einem Punkt waren die Nürnberger in den Wildpark gekommen. Nach ein paar Sekunden schon zeigte sich, dass sie willens waren, die Lage auch dank aggressiven Störens zu verbessern.

Allerdings übertrieb es Mickaël Biron, als er Wanitzek, der einen kurzen Rückpass mit dem Anstoß erhalten hatte, mit offener Sohle attackierte.

Es war aber nicht nur der Einsatz, der bei den Franken stimmte. Sie spielten auch ansehnlich, waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und kamen zu Chancen.

Eine davon vergab Biron, der nach einem Pass von Julian Justvan aber zu lange für den Abschluss benötigte und so noch erfolgreich von Torwart Hans Christian Bernat gestört wurde (14.).

Späte Treffer vor der Pause

Es ging schon streng auf die Pause zu, als die schon vorher möglichen Treffer erzielt wurden. Der erste gelang – etwas überraschend – den Karlsruhern, als David Herold ohne Druck des Gegners flankte und Schleusener in der Mitte direkt abnahm. Torhüter Jan Reichert war aufgrund der kurzen Distanz ohne Chance, den Ball abzuwehren.

Zu viel Wucht: Torwart Hans Christian Bernat lenkt den Schuss von Henri Koudossou ins Tor.

In der vierten Minute der Nachspielzeit glich der „Club“ aber noch verdientermaßen aus. Bernat hatte eine Hand zwar noch am Schuss von Koudossou, aber aufgrund der Wucht fand der Ball den Weg ins Netz.

Nürnbergs Reichert mit starkem Reflex

Auch nach der Pause sahen die 33.180 Zuschauer ein attraktives Spiel. Die besseren Chancen lagen zu Beginn der zweiten Halbzeit beim KSC. So kam Herold aus weniger als fünf Metern zum Kopfball, Reichert wehrte den Ball, der zur Hälfte schon die Torlinie überschritten hatte, mit dem Fuß ab (55.).

Die Nürnberger waren nach dem Seitenwechsel zwar nicht mehr überlegen, aber auch nicht schlechter als die Karlsruher. Bei den Torschüssen lag Kloses Team sogar deutlich vorne.

Wanitzek schiebt überlegt für den KSC ein

Aber die Nürnberger trafen nicht mehr, der KSC hingegen schon. Wanitzek schoss einen zu kurz und in die Mitte abgewehrten Ball überlegt ins Netz.

Der „Club“ vergab in der Nachspielzeit eine gute Chance zum Ausgleich und haderte erneut damit, ein Spiel verloren zu haben, ohne die schlechtere Mannschaft gewesen zu sein.

Nicht schlechter, aber wieder verloren: Nürnbergs Trainer Miroslav Klose

Karlsruhe in Kiel, Nürnberg empfängt Bochum

Am 6. Spieltag tritt Karlsruhe am Sonntagnachmittag bei Holstein Kiel (21.09.2025, 13.30 Uhr) an. Nürnberg empfängt den VfL aus Bochum am Abend zuvor um 20.30 Uhr zu einem Duell zweier Krisenteams.