Eine Woche vor der Stichwahl um das Oberbürgermeister-Amt hat in Dortmund der Versand der Briefwahlunterlagen begonnen. Es gibt schon mehr als 112.000 Anträge.

Erneut Post vom städtischen Wahlbüro werden an diesem Wochenende viele Dortmunderinnen und Dortmunder im Briefkasten haben. In diesen Tagen werden die schon vorbestellten Briefwahl-Unterlagen für die Oberbürgermeister-Stichwahl am 28. September verschickt.

Das geschieht in den meisten Fällen automatisch, denn die meisten Wahlberechtigten, die zur Kommunalwahl am 14. September Briefwahl beantragt hatten, haben dies auch schon für die Stichwahl am 28. September getan. Das gilt für mehr als 112.000 der 118.000 Briefwahl-Anträge, heißt es aus dem städtischen Wahlbüro. Die meisten davon – rund 87 Prozent – waren online gestellt worden.

Bei der Stichwahl am 28. September fällt die Entscheidung über das OB-Amt zwischen den beiden Bestplatzierten vom 14. September, Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) und CDU-Herausforderer Alexander Omar Kalouti. Dazu sind auch noch neue Briefwahl-Anträge, sowohl schriftlich mit dem Einsenden der Mitte August verschickten Wahlbenachrichtigung als auch online, möglich.

Doch dabei drängt die Zeit. Denn für den Hin- und Her-Versand der Briefwahlunterlagen müssen mehrere Tage einkalkuliert werden. Die Möglichkeit, online Briefwahl für die Stichwahl zu beantragen, endet deshalb wieder am Mittwoch vor der Wahl, also am 24. September.

Wahlleiter Norbert Dahmen mit einem Wahlhelfer im Briefwahlzentrum am 14. September.Am Wahlsonntag werden wieder die Briefwahlstimmen im Briefwahlzentrum an den Westfalenhallen ausgezählt – wie hier am 14. September.© Oliver Schaper

Generell gilt die Bitte, Briefwahlstimmen möglichst direkt im städtischen Wahlbüro am Königswall abzugeben. Das ist noch bis zum Freitag vor der Wahl um 15 Uhr möglich. Briefwahlunterlagen, die zu Hause ausgefüllt werden, sollten möglichst umgehend wieder auf den Postweg gegeben werden, damit sie rechtzeitig vor dem Wahlwochenende bei der Stadt eintreffen. Nur in Notfällen – etwa bei plötzlicher Krankheit – sind Briefwahl-Anträge auch noch am Wahlwochenende selbst, dann bei persönlicher Abholung der Unterlagen im Wahlbüro, möglich.

Alle Briefwahl-Unterlagen müssen spätestens bis zum 28. September um 16 Uhr in den städtischen Briefkästen gelandet sein. Die Auszählung der Briefwahlstimmen beginnt dann, wie in den Wahllokalen, am Stichwahl-Sonntag um 18 Uhr.

Hoher Briefwähler-Anteil

Wie groß der Einfluss der Briefwahl auf das Wahlergebnis sein kann, zeigte die Kommunalwahl am 14. September. Dort hat sich das Resultat in den einzelnen Wahllokalen durch die Briefwahl-Ergebnisse am Ende vor allem zu Ungunsten der AfD verändert, deren Wähler die Briefwahl weniger nutzen. Immerhin gab zur Kommunalwahl fast die Hälfte der Wählerinnen und Wähler (45,8 Prozent) ihre Stimme per Briefwahl ab.