Die Europäische Union hat sich als weltweiter Vorreiter beim Klimaschutz etabliert. Die Treibhausgasemissionen sanken seit 1990 um 37 Prozent, vor allem durch weniger fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas.

Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung verdoppelte sich seit 2005. Weitere Fortschritte gab es bei Luftqualität, Recycling und Ressourceneffizienz sowie bei Innovationen in grünen Branchen.

Komplexe Umweltprobleme belasten Europa

Gleichzeitig kämpft Europa mit gravierenden Umweltproblemen. Die Artenvielfalt geht sowohl an Land als auch im Wasser zurück, verursacht durch unnachhaltige Produktions- und Konsummuster im Ernährungssystem.

Wasserressourcen stehen unter enormem Druck, besonders in Südeuropa. Der Verkehrssektor bleibt stark von fossilen Brennstoffen abhängig. Europa heizt sich zudem doppelt so schnell auf wie der globale Durchschnitt.

«Das Klima verändert sich in einem alarmierenden Tempo, was Sicherheit, die öffentliche Gesundheit, Ökosysteme, Infrastruktur und die Wirtschaft bedroht», warnt der Bericht. Ein Umdenken beim Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Umwelt sei nötig.

Politiker warnen vor Artensterben

«Wir können es uns nicht leisten, unsere Ambitionen bei Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit zu senken», forderte EEA-Exekutivdirektorin Leena Ylä-Mononen. Jutta Paulus, umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Europaparlament, warnte vor einem «stillen Massensterben».

«Europa erlebt ein stilles Massensterben und damit eine der größten Bedrohungen für unsere Wirtschaft, unsere Heimat und unsere Sicherheit», erklärte Paulus. In Deutschland sei bereits jede vierte Tier- und Pflanzenart vom Aussterben bedroht.

Deutschland mit gemischter Bilanz

Deutschland habe seine Klima- und Umweltschutzbemühungen intensiviert, heißt es im EEA-Länderprofil. Besonderes Augenmerk liege auf erneuerbaren Energien und Artenvielfalt. Trotz Fortschritten bei ökologischer Landwirtschaft setze sich der Artenverlust aber fort.

Im Verkehr und beim Heizen werde noch zu stark auf fossile Brennstoffe gesetzt. Dank des Deutschlandtickets nutzten Bürger zwar häufiger öffentliche Verkehrsmittel. «Echte Veränderung braucht aber bessere Infrastruktur», heißt es.

(dpa) Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz überarbeitet.