Sechs Frauen und zwei Männer sind offiziell für ihren Dienst in der Seelsorge im Bistum Münster beauftragt worden.

Mit ihren jeweils eigenen Hoffnungen, Erwartungen und Wünschen haben sich acht Pastoralreferentinnen und -referenten auf ihre mehrjährige Ausbildung eingelassen: in der Schulausbildung, im pastoralpsychologischen Basiskurs, in der pastoralen Ausbildung am Institut für Diakonat und pastorale Dienste (IDP) des Bistums Münster sowie in ihren Einsatzgemeinden. Am Sonntag, 28. September, wurden sie in einem Gottesdienst im Dom in Münster von Diözesan-Administrator Antonius Hamers offiziell für ihren pastoralen Dienst beauftragt. Dies berichtet die Bischöfliche Pressestelle.

Zahlreiche Familienangehörige, Freundinnen und Freunde sowie Mentorinnen und Mentoren waren in den Dom gekommen, um diesen besonderen Moment mitzuerleben.

Hamers: Seien Sie Menschen, die Spaltungen überwinden

In seiner Begrüßung nahm Christian Walbröhl im Namen der Beauftragten Bezug auf den Liedtitel „Seite an Seite“ von Christina Stürmer, den sie über den Gottesdienst gestellt hatten: „Seite an Seite sind wir einen in Teilen unbekannten, spannenden und prägenden Weg gegangen, um uns auf die zukünftigen Aufgaben vorzubereiten – auch auf Herausforderungen in einer sich verändernden Kirche, die wir heute nur erahnen können“, sagte er und dankte allen, die in den vergangenen Jahren „Seite an Seite“ mit ihnen unterwegs waren.

In seiner Predigt rief Hamers die neuen Seelsorgerinnen und Seelsorger dazu auf, Brücken zu bauen zwischen Menschen, Meinungen und kirchlichen Ufern. „Lassen Sie niemanden links oder rechts liegen. Seien Sie Menschen, die Spaltungen überwinden“, ermutigte er sie und betonte die Bedeutung aktiver Verständigung. Es gehe um lebendige Verbindungen, getragen von Menschen, die vermitteln. Der Titel Pontifex Maximus – der „größte Brückenbauer“ – sei nicht nur dem Papst vorbehalten, sondern gelte allen, die in der Kirche Dienst tun. Mit einem Zitat des brasilianischen Bischofs Dom Hélder Câmara unterstrich Hamers die Kraft des persönlichen Zeugnisses: „Vergiss nicht, dass dein Leben das einzige Evangelium ist, das viele Menschen lesen werden.“

Sechs Frauen, zwei Männer beauftragt

Der Dienst in der Kirche könne nur in tiefer Verbindung mit Christus gelingen – durch die Auslegung der Schrift und die Feier der Eucharistie. Verkündigung und Eucharistie seien die beiden Säulen, auf denen der seelsorgliche Auftrag ruhe. „Seien Sie aufmerksam für die Begegnung mit Christus in Ihrem eigenen Leben und im Leben anderer Menschen“, wandte sich Hamers an die Seelsorgerinnen und Seelsorger. Mit dem Bild vom „brennenden Herzen“ der Emmaus-Jünger wünschte er ihnen, selbst von Christus ergriffen zu sein und andere daran zu erinnern, was es heißt, für Gott zu brennen.

Zur Beauftragung stellte Maria Bubenitschek, Leiterin des IDP, die sechs Frauen und zwei Männer vor. Nach dem gemeinsamen Glaubensbekenntnis segnete Hamers sie zunächst gemeinsam und beauftragte sie anschließend einzeln für ihren Dienst. Begleitet vom Applaus der Gottesdienstgemeinde kehrten die neuen Seelsorgerinnen und Seelsorger auf ihre Plätze zurück, wo sie die ersten Glückwünsche entgegennehmen konnten.

Die neuen Pastoralreferenten für das Bistum Münster

Folgende Frauen und Männer wurden als Pastoralreferentinnen und -referenten beauftragt (in Klammern die Heimatgemeinde, Ausbildungsgemeinde und die jetzigen Einsatzstellen): Sarah Behne (St. Hedwig Ganderkesee, heute St. Marien Delmenhorst; St. Johannes der Täufer Billerbeck, bleibt bis Ende des Jahres und wechselt ab 2026 in den Offizialatsbezirk Oldenburg), Florian Bundesmann (St. Martinus Greven; St. Peter und Paul Bochum im Bistum Essen; Seelsorge am Universitätsklinikum Münster), Christiane Dettmer (St. Nikolaus in Ankum im Bistum Osnabrück; unterschiedliche Stationen im Bistum Osnabrück; St. Dionysius Recke, St. Agatha Mettingen, St. Margaretha Westerkappeln), Mirjam Dina Hamacher (St. Peter und Paul Grieth, heute St. Clemens Wissel; St. Christophorus und St. Johannes der Täufer in Emmerich; St. Christophorus und St. Johannes der Täufer in Emmerich), Rabea Kuhlmann (St. Mauritius Hausdülmen heute St. Viktor Dülmen; St. Antonius von Padua Rheine; St. Peter Recklinghausen), Ina Terwiel (St. Gudula Rhede; St. Lambertus Ascheberg; St. Remigius Borken und Mitarbeiterin im Pastoralen Raum), Diakon Christian Walbröhl (St. Ulrich Alpen; St. Magdalena Geldern; Krankenhausseelsorge und Koordinierung der Seelsorge in den Krankenhäusern und Altenheimen in St. Nikolaus Wesel sowie Mitarbeiter im Pastoralen Raum), und Charlotte Wiemeler (St. Martinus Greven; St. Nikomedes Steinfurt; St. Nikomedes Steinfurt).