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Verena Zerbes aus Gröbenzell tritt bei The Voice of Germany 2025 auf.Verena Zerbes aus Gröbenzell tritt bei The Voice of Germany 2025 auf. © Joyn/André Kowalski

Verena Zerbes aus Gröbenzell steht erstmals auf großer Bühne: Sie tritt bei The Voice of Germany auf. Davor hat die 26-Jährige noch nie vor jemandem gesungen.

Gröbenzell – Eine Schnapsidee bringt Verena Zerbes aus Gröbenzell vor ein Millionen-Publikum: Am Donnerstag ist sie im Fernsehen bei The Voice of Germany zu sehen. Einer Castingshow, bei der die besten Sänger gesucht werden. Dabei hat die in Eichenau aufgewachsene 26-Jährige zuvor noch nie vor jemandem gesungen. Nicht mal die Familie wusste über ihr Talent Bescheid, wie Verena Zerbes im Interview erzählt.

Wie kam es dazu, dass Sie sich bei Voice of Germany beworben haben?

Zuerst muss ich sagen, dass es nie mein Plan war, bei so einer Castingshow mitzumachen. Letztes Jahr, beim Lernen für das zweite juristische Staatsexamen, haben meine Kommilitonen und ich uns aus Spaß überlegt, uns bei einer Castingshow zu bewerben – dann müssten wir nicht mehr lernen, wenn es klappt. (lacht) Es war aber nur ein Scherz, und ich habe die Bewerbung für The Voice nur halbherzig ausgefüllt.

Wann haben Sie dann erfahren, dass Ihre Bewerbung Erfolg hatte?

Das war im Dezember, als ich nach den schriftlichen Prüfungen dann im Urlaub war. Ich habe eine E-Mail bekommen, dass ich zum Scoutingprozess zur Vorstellung eingeladen werde. Dann ging es immer eine Runde weiter, bis irgendwann die Einladung zu den Blind Auditions kam.

Waren Sie sehr aufgeregt?

Es war eher Vorfreude statt Aufregung. Ich habe davor noch nie vor anderen gesungen. Nicht mal vor meiner Familie. Singen war immer ein Hobby, das ich nur für mich gemacht habe. Neben dem Singen spiele ich auch Gitarre und Klavier, was sich damit immer gut verbinden ließ. Und das war dann natürlich ein großer Sprung, von nur für mich singen zu auf der großen Bühne vor Publikum. Auch beim Casting wurde ich gefragt, wo ich sonst schon gesungen habe, und sie waren erstaunt, als ich gesagt habe, nur zu Hause.

Wie war die Reaktion Ihrer Familie, als Sie von der Teilnahme an der Show erzählt haben?

Als die Einladung zu den Blind Auditions kam und ich meinen Freunden endlich davon erzählen durfte, habe ich Screenshots von den Nachrichten mit den ganzen Reaktionen gemacht, weil alle perplex waren. „Du kannst singen?“, hieß es ganz oft. Und auch meine Familie war überrascht und meinte: „Bist du sicher, dass du das machen willst?“

Wer hat Sie denn dann nach Berlin begleitet?

Es waren um die 30 Leute dabei. Das hat mir sehr viel bedeutet, dass so viele den weiten Weg von München nach Berlin auf sich genommen haben. Mein Bruder und seine Partnerin haben mich Backstage begleitet. Der Rest saß im Publikum.

Je nachdem, wie es für Sie bei The Voice of Germany weitergeht – könnten Sie sich eine Musikkarriere vorstellen?

Dass ich Sängerin werde, stand eigentlich nie zur Debatte. Dafür habe ich auch zu lange studiert (lacht). Ich freue mich jetzt erstmal auf den Einstieg in den Anwaltsberuf. Aber man weiß ja nie was die Zukunft so bringt.