Hannover: Größte Geburtsklinik im Norden nimmt Betrieb auf | ndr.de

Stand: 02.10.2025 17:34 Uhr

In Hannover hat am Donnerstag das Mutter-Kind-Zentrum „Henrike“ im Stadtteil Bult den Regelbetrieb aufgenommen. Es ist auf jährlich etwa 4.500 Geburten ausgelegt. Die Investitionskosten liegen bei rund 100 Millionen Euro.

Für die neue Geburtsklinik hat der Betreiber Diakovere die Geburtsstationen des Henrietten- und Friederikenstifts in dem neuen Haus zusammengeführt. Der Standort am Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult habe den Vorteil, dass Geburtsmedizin und Kinderheilkunde besser verzahnt würden, heißt es von Diakovere. So müsse kein Kind mehr verlegt werden und Transporte entfielen.

Linus, das erste Baby im Zentrum „Henrike“

Die Nähe zum Kinderkrankenhaus ist der große Vorteil – vor allem dann, wenn es bei der Geburt Probleme gibt oder Babys zu früh geboren werden. Dann können die Neugeborenen schnell über den Flur auf die Intensivstation verlegt werden. „Wir wollen, dass man weiß: Man ist unter einem Dach und alle sind gut versorgt“, sagt Hebamme Sophie Theuerkauf. Das erste Kind ist schon am Mittwoch, dem letzten Tag im Probebetrieb, im neuen Zentrum zur Welt gekommen: Es heißt Linus. Der Junge und seine Mutter sind wohlauf.

Neun Kreißsäle im neuen Mutter-Kind-Zentrum

In dem Neubau gibt es 35 Zimmer mit Platz für bis zu 67 Mütter mit ihren Neugeborenen. Außerdem gibt es neun Kreißsäle und eine große Anzahl an Familienzimmern. Eigentlich sollte der Probebetrieb in der Geburtsklinik im Sommer 2024 starten und der Regelbetrieb in den ersten drei Monaten dieses Jahres aufgenommen werden. Wegen Problemen bei den Bauarbeiten kam es zu Verzögerungen. So begann der Probebetrieb erst im Dezember 2024.

100 Millionen Euro für Norddeutschlands größte Geburtsklinik

Die Gesamtkosten für die Geburtsklinik belaufen sich laut Diakovere auf rund 100 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land Niedersachsen 80 Prozent, den Rest der Summe teilen sich die Diakovere und das Kinderkrankenhaus Auf der Bult. Nach Angaben der Träger handelt es sich um Norddeutschlands größte Geburtsklinik. Das Haus sei ein „Leuchtturm“ für Niedersachsen, sagten die Vorstände beider Betreiber am Donnerstag: „Mit ‚Henrike‘ spielt Hannover in der allerersten Liga.“ Das betonte auch Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD). Werdende Mütter, Neugeborene und Kinder würden im Zentrum „exzellent medizinisch versorgt“.

Ein Kinderwagen wird über eine Brücke geschoben.

Mit einem Landesaktionsplan wollen SPD und Grüne bessere Bedingungen für Geburten schaffen. Kritik gibt es von der CDU.

In einer Geburtsstation in Hannover liegt ein Säugling in einem Bett.

Betreiber Diakovere will mit der größten Geburtsklinik im Norden im Herbst starten. Der Umzug könnte mehrere Wochen dauern.

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