Borussia Dortmund und RB Leipzig haben sich im Verfolgerduell in der Fußball-Bundesliga unentschieden getrennt. Die Partie im Westfalenstadion am Samstagnachmittag endete 1:1 (1:1). Beide Teams verpassten es damit, zumindest bis zum Abend an Tabellenprimus Bayern München vorbei- bzw. gleichzuziehen. München tritt am Abend bei Eintracht Frankfurt an (18.30 Uhr).
Christoph Baumgartner brachte die Gäste aus Leipzig früh in Führung (7.), Mitte der ersten Hälfte glich Dortmund durch Yan Couto aus (23.). Ein weiteres Leipziger Tor durch Romulo (32.) wurde zurecht wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt.
Früher Rückstand für den BVB
Ein Foul im Mittelfeld von Kapitän Nico Schlotterbeck führte zur Führung für die Leipziger. Nach dem kurz ausgeführten Freistoß beförderte David Raum den Ball mit einem langen Schlag links tief in den Strafraum der Dortmunder. Assan Ouedraogo passte bei der einstudiert wirkenden Angriffsvariante den Ball sofort zurück an die Grenze des Fünfmeterraums, wo Baumgartner direkt mit links flach links unten ins Tor schoss. Gregor Kobel streckte sich, hatte jedoch keine Abwehrchance.
Die Borussia zeigte sich unbeeindruckt und blieb konzentriert. Dennoch fand das Team von Niko Kovac kein rechtes Mittel durch die geschickt gestaffelte Abwehr der Sachsen. Allerdings entdeckten Ramy Bensebaini und Maximilian Beier dann doch eine Lücke in der Fünferkette des Teams von Ole Werner: Abwehrmann Bensebaini schickte den Sturmkollegen halblinks in die Tiefe. Der fand von der Grundlinie aus Angreiferkollege Serhou Guirassy am Elfmeterpunkt. Leipzig konzentrierte sich auf die Verhinderung eines Torschusses des Dortmunders, der so drei Gegenspieler auf sich zog. Den so freigewordenen Raum nutzte Couto, der halbrechts freie Schussbahn hatte und von Guirassy perfekt angespielt wurde. Auch hier war der Tormann, in diesem Fall Peter Gulacsi, chancenlos.
Leipzig jubelte vor der Pause noch einmal – aber nur kurz. Denn Schiedsrichter Sascha Stegemann und sein Team erkannten eine Abseitsposition von Romulo richtig und erkannten seinen – an sich schön herausgespielten – Treffer nicht an. Nusa hatte nach einer schnellen Körperdrehung den Ball durch die Schnittstelle in der Dortmunder Abwehr gesteckt, sein brasilianischer MItspieler war aber einen Tick zu früh gestartet. Romula hatte den Ball durch die Beine von Kobel ins Tor bugsiert.
Dortmund und Leipzig auf Augenhöhe
In der umkämpften Partie zweier Teams auf Augenhöhe kam das Gästeteam druckvoller aus der Kabine. Romulo verfehlte den Dortmunder Kasten mit dem Kopf nur knapp (47.), Antonio Nusa prüfte Kobel nur eine Minute später, den Abpraller konnte Ouedraogo nicht abstauben.
Dortmund brauchte etwas Zeit, bis die erste Chance kreiert war: Karim Adeyemi legte für Guirassy auf, der aber an Gulacsi scheiterte. Nach einer gespielten Stunde – und das könnte man dem Heimteam vielleicht für den gesamten Spielverlauf vorhalten – spielte Adeyemi in der Offensive nicht konsequent und präzise auf den gut postierten Beier, der nicht an Leipzigs Nicolas Seiwald vorbeikam.
Gute Abwehrleistungen auf beiden Seiten
Beide Teams profitierten an diesem Samstagnachmttag von ihrer stabilen Abwehrarbeit. Großchancen blieben Mangelware. Baumgartner verpasste nach einer schönen Einzelaktion gegen Waldemar Anton bei einem Fernschuss die erneute Gästeführung (78.) und wenig später erneut, als Kobel den Ball aus dem – aus Schützensicht – rechten Winkel fischte.
Dortmund in München, Leipzig empfängt HSV
Dortmund spielt nach der Länderspielpause im „Klassiker“ gegen Bayern München am Samstagabend (18.30 Uhr). Leipzig empfängt den HSV schon am Samstagnachmittag (15.30 Uhr).