
AUDIO: Sanierung des Stammsiels Kuhmühle am Hamburger Hafen (1 Min)
Stand: 15.10.2025 16:13 Uhr
Bei der Sanierung von Hamburgs mehr als 100 Jahre alter Kanalisation steht das nächste Großprojekt an. Das Stammsiel Kuhmühle im Hafen wird ertüchtigt. Es ist einer der größten und ältesten Abwassersammler der Stadt.
Von Außen erkennt man das Kuhmühlenstammsiel an dem markanten Steinhäuschen am Baumwall, dass 1904 extra für Kaiser Wilhelm II. errichtet wurde. Er wollte sich damals eines der modernsten Abwasserprojekte anschauen. Für diesen Anlass bekam er einen eigenen Einstieg.
Siel unter der U3: Abwasser aus fünf Stadtteilen

Der Einstieg zum Siel am Baumwall wurde extra für Kaiser Wilhelm II. errichtet.
Im Siel direkt unter der Trasse der U-Bahn-Linie U3 fließt das Abwasser aus den fünf Stadtteilen Uhlenhorst, Hohenfelde, St. Georg, Hafencity und Neustadt zusammen. Von dort fließt es weiter in Richtung Klärwerk Hamburg. Das gemauerte Bauwerk zählt mit einer Breite von 4,30 Metern und einer Höhe von 3,70 Metern zu den größten Sielen im Hamburger Abwassersystem. Es ist nach mehr als 120 Jahren marode und muss grundlegend saniert werden. Dafür werden in das bestehende Siel neue Rohrelemente eingezogen.
„Alte Riesen“ werden fit für die Zukunft gemacht
Die jetzt beginnenden Arbeiten sind der Auftakt für das Sanierungsprogramm „Alte Riesen“‘, bei dem in den kommenden Jahre sechs der alten, gemauerten Stammsiele fit für die Zukunft gemacht werden. Die genauen Kosten stehen noch nicht fest, aber allein die Sanierung der ersten 530 Meter des Stammsiels Kuhmühle schlagen mit 6,5 Millionen Euro zu Buche.

Hamburg Wasser setzt bei den neuen Abwasserleitungen auf eine besondere Technik, mit der die Arbeiten schneller gehen sollen.