Fliegerbombe wird entschärft: Evakuierung in Weilimdorf – 3200 Menschen müssen Wohnungen verlassen Die Polizei ist mit zahlreichen Beamten in Weilimdorf eingetroffen. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Am Sonntagmorgen müssen 3200 Menschen in Stuttgart-Weilimdorf aus ihren Wohnungen. Die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist geplant.

Die Vorbereitungen auf die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg laufen: 3200 Menschen sind in Stuttgart-Weilimdorf von einer umfassenden Evakuierung betroffen und müssen am Sonntagmorgen aus ihren Wohnungen.

„Wir gehen von Tür zu Tür und schauen, ob noch Menschen in den Wohnungen sind“, sagte ein Polizeisprecher unserer Redaktion am Morgen.

Die Fliegerbombe soll am Sonntag geborgen und unschädlich gemacht werden. Dafür wird seit 9 Uhr ein Sicherheitsbereich im Radius von 400 Metern um die Fundstelle eingerichtet.

Bombenentschärfung in Stuttgart: Bundesstraße gesperrt

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind in Weilimdorf in den Morgenstunden eingetroffen und in den anliegenden Straßen unterwegs. Betroffen sind die Mainzer Straße, die Oppenheimer Straße, die Niersteiner Straße und der Schützenhausweg am Rande des Stadtteils Wolfbusch zum Stötzlenwald hin.

Auch die Feuerwehr und der Rettungsdienst sind vor Ort. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Vorübergehend muss die durch Weilimdorf führende Bundesstraße 295 gesperrt werden. Der Verkehr wird örtlich umgeleitet.

Stadt Stuttgart stellt Sammelunterkunft

Die Polizei geht davon aus, dass die Evakuierung in etwa bis 11 Uhr abgeschlossen sein dürfte. Im Anschluss soll die Entschärfung beginnen.

Für diejenigen, die in der Zeit nirgendwo anders unterkommen können, stellt die Stadt eine Sammelunterkunft in der Sporthalle der Wolfbuschschule (Köstlinstraße 76) zur Verfügung. „Die ersten sind schon eingetroffen“, sagte ein Polizeisprecher am Morgen.

Blindgänger bei Sondierung entdeckt

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden‐Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart hatte den Blindgänger bei einer Sondierung im Lindental entdeckt.

Die rund 3200 betroffenen Menschen waren vom Amt für öffentliche Ordnung im Vorfeld schriftlich auf die bevorstehenden Maßnahmen hingewiesen worden. Die Stadt Stuttgart hatte am Montag öffentlich über die geplante Entschärfung und die Evakuierung informiert.

Wenn alle Anwohnerinnen und Anwohner in Sicherheit sind, soll die Bergung und Entschärfung der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg beginnen.