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Ein beliebter Klassiker wird zur Gesundheitsgefahr: Hersteller warnt vor Verzehr seines Produkts (Symbolbild) © Unai Huizi/ imagebroker/ Imago
Wegen Listerien-Gefahr wird ein Raclette-Käse zurückgerufen, das auch bei Rewe im Sortiment ist – Verzehr kann schwerwiegende Gesundheitsschäden verursachen.
Kassel – Ob in der Pfanne, auf dem Grill oder im Raclette-Pfännchen: Der aromatische Schmelzkäse zählt zu den Favoriten in der kalten Jahreszeit. Doch ein Raclette-Käse könnte mit gefährlichen Bakterien belastet sein. Wie Rewe in einer Mitteilung informiert, ruft die Firma Sales & Service Aktuell GmbH aus Gründen „des vorbeugenden Verbraucherschutzes“ vorsorglich den Artikel „Raclette Entremont“ Scheiben in drei verschiedenen Verpackungsgrößen zurück.
Gesundheitsrisiko durch Listerien: Hersteller ruft Raclette-Käse zurück (Symbolbild) © Michael Bihlmayer/ Bihlmayerfotografie/ Imago
Wie mitgeteilt wird, bestehe der Verdacht auf Befall mit Listerien. Von dem Verzehr der betroffenen Produkte wird dringend abgeraten. Rückrufe wegen Listerien-Gefahr sind leider keine Seltenheit. Erst kürzlich mussten mehrere Wurst-Produkte wegen der gefährlichen Bakterien zurückgeholt werden.
Rückruf wegen möglicher Listerien: Hersteller stoppt den Verkauf von Raclette-Käse
Nach Angaben des Unternehmens haben man umgehend reagiert und die entsprechende Ware aus dem Verkauf genommen.
Nachfolgend die genauen Eckdaten im Überblick (Stand: 22. Oktober 2025):
- Hersteller/ Inverkehrbringer: Sales & Service Aktuell GmbH
- Produktname: Raclette Entremont, in Scheiben
- Verpackungsgröße: 125 Gramm
- Betroffene Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD): 15.11.2025, 22.11.2025 und 27.11.2025
- Verpackungsgröße: 200 Gramm
- Betroffene Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD): 22.11.2025, 23.11.2025
- Verpackungsgröße: 1 Kilogramm
- Betroffenes Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 18.11.2025
Kunden, die eines der oben genannten Produkte besitzen, können diese nach Angaben des Unternehmens gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons im Markt zurückgeben. „Von der vorsorglichen Maßnahme sind Produkte mit anders lautenden Mindesthaltbarkeitsdaten nicht betroffen“, heißt es weiter. Jüngst musste ein Käsehersteller zum wiederholten Mal eines seiner Produkte zurückholen – Grund sind E. coli-Bakterien.
Salmonellen, Listerien, Fremdkörper – Was sind die häufigsten Gründe für Rückrufe?
Fotostrecke ansehenLebensmittelinfektion mit Listerien: Welche Symptome auftreten können
Listerien sind stäbchenförmige Bakterien, die sehr widerstandsfähig sind und in der Regel sowohl Prozesse des Tiefgefrierens als auch Trocknens gut überstehen. Die Lebensmittelkeime können laut dem Robert Koch Institut (RKI) in erster Linie für Neugeborene, Schwangere, ältere oder kranke Menschen gefährlich werden.
Folgende Symptome treten laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meist bei einer Listerien-Infektion auf:
- Grippeähnliche Symptome wie Fieber und Muskelschmerzen
- Übelkeit, Durchfall und Erbrechen
- Bei schweren Verläufen kann es zu Blutvergiftungen sowie Gehirn- und Hirnhautentzündungen kommen
- Während einer Schwangerschaft kann es zu Früh- und Fehlgeburten führen
Kürzlich waren auch Edeka und Marktkauf von einem Rückruf betroffen – in einem beliebten Eiscreme-Riegel der Marke Gut&Günstig konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich darin gefährliche Glassplitter befinden. (Quellen: Rewe-Pressemitteilung, RKI, LGL) (vw)