Jug Dubrovnik kann kommen. Die Form des ASC Duisburg jedenfalls stimmt vor dem Euro-Cup-Heimspiel gegen den 36-maligen kroatischen Wasserball-Meister. Bei der Generalprobe überzeugte der ASCD mit Abstrichen. Beim 20:12 (5:4, 2:2, 7:2, 6:4) gegen die White Sharks Hannover ließen die Hausherren, bei denen Henri Riehn und Saison-Debütant Max Niechcial anstelle von Navin Satter und Jan Daszek in den Kader rückten, vor der Pause drei Überzahlsituationen und weitere Großchancen ungenutzt.

Wir sind schwer reingekommen ins Spiel, haben dann aber gezeigt, was wir können.

Elias Nosnik, Spieler des ASC Duisburg

„Wir sind schwer reingekommen ins Spiel, haben dann aber gezeigt, was wir können“, brachte es Elias Nosnik nach dem Abpfiff auf den Punkt. Der 18-Jährige, der in der Centerverteidigung und als zweifacher Torschütze zu gefallen wusste, gab auch ehrlich zu: „Unsere Köpfe waren schon beim Spiel am Donnerstag.“ Wer mag es dem Team verdenken?

Der Wasserball-Bundesligist ASC Duisburg in der Saison 2025/26. Hinten von links: Sascha Seifert, Elias Nosnik, Philipp Dolff, Joris Geurts, Kemal Gemalmazoglu, Oskar Halb, Oskari Ollila, Trainer Vuk Vuksanovic. Vorne vorne links: Vukasin Simic, Navin Satter, Max Niechcial, Henri Riehn, Lennox Metten, Elias Metten, Didac Garcia Plana, Joseph Enwena.

Nach dem Seitenwechsel gelang dem ASCD die Fokussierung auf die Pflichtaufgabe dann aber doch vortrefflich. Elias Metten, in der letzten Woche Rekord-Hattrickschütze, schnürte einen Fünferpack, und auch ansonsten lief die Tormaschinerie auf Hochtouren. Kurios war der Ausschluss mit Ersatz, den die Schiedsrichter gegen Philipp Dolff aussprachen (21.). Der Nationalspieler wurde zum zweiten Mal hinausgestellt, Hannover verkürzte in Überzahl zum 11:8. Danach pflaumte Dolff aus der Wechselzone einen Mitspieler an – und sah wegen ungebührlichen Benehmens die Rote Karte. Dem Duisburger Flow konnte das aber nichts anhaben.

Für den Höhepunkt gegen Jug Dubrovnik gibt es noch Karten, die über die ASCD-Homepage und die Geschäftsstelle bestellt werden können (Erwachsene: zwölf Euro, ermäßigt: sieben Euro). Spielbeginn ist am Donnerstag um 19.30 Uhr im Schwimmstadion.

Tore: Elias Metten (5), Seifert, Simic (je 4), Gemalmazoglu, Nosnik (je 2), Dolff, Gergelyfi, Halb.

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Zwar ohne Punkte, dafür aber mit einer wichtigen Erkenntnis kehrte der Duisburger SV 98 vom Spiel beim OSC Potsdam heim. Die Gäste begegneten dem Vorjahresvierten, der drei schwerwiegende Abgänge zu verzeichnen hat, bei der 9:11 (2:2, 3:3, 3:5, 1:1)-Niederlage auf Augenhöhe. Das schürt die Zuversicht für den weiteren Saisonverlauf. Bis ins dritte Viertel hinein gestalteten die 98er, bei denen der junge Montenegriner Stefan Kruta sein Debüt feierte, die Partie völlig ausgeglichen. Dass Potsdam sich dann auf drei Tore absetzte, ließ sich nicht mehr wettmachen, zumal im Angriff die Last zu sehr auf Djordje Tanaskovic lastete. Noa Burburan, kroatischer Neuzugang mit Torinstinkt, hatte sich kurz vor der Pause einen Ausschluss mit Ersatz eingehandelt.

„Das war das erste Spiel, in dem wir die Chance hatten, Punkte zu holen. Wir haben unsere vielen Chancen nicht genutzt“, resümierte Tanaskovic: „Potsdam war im dritten Viertel besser im Konterspiel, und das hat das Spiel entschieden.“ Mit Blick aufs große Ganze stellte der Serbe fest: „Wir haben gute Einzelspieler, aber als Team müssen wir noch wachsen.“ Am Samstag geht es für die 98er zu Rekordmeister Spandau 04 Berlin.

Tore: Tanaskovic (6), Covaci, Hennig, Stefanovic.