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Mehrere Fisch-Produkte sind von einem Rückruf betroffen. © Martin Wagner/Imago
Zahlreiche Fischprodukte sind von einem Rückruf betroffen. Diese könnten ein gefährliches Bakterium enthalten. Der Hersteller nennt Details.
Kassel – Fisch ganz frisch von der See. Das bieten viele Unternehmen aus dem Norden Deutschlands an. Meist werden die Produkte dann entsprechend verarbeitet, etwa geräuchert, und anschließend in Supermärkten in Deutschland verkauft. Ein Unternehmen musste jetzt allerdings einen großen Rückruf starten.
Diese Fisch-Produkte sind von einem Rückruf betroffen. © Carlos Castro/Europa Press/dpa/Ostsee Fisch
Es kam laut Hersteller zu einer möglichen Kontamination mit einem Bakterium, das bei Verzehr unter anderem Fieber und Durchfall zur Folge haben kann. Auch bei Rewe werden die vom Rückruf betroffenen Fisch-Produkte angeboten.
Zahlreiche Fisch-Produkte von Rückruf betroffen – auch Rewe hat sie im Angebot
Insgesamt sieben Produkte des Unternehmens Ostsee Fisch mussten aus dem Verkehr gezogen werden, wie aus einer Mitteilung des Herstellers hervorgeht. Betroffen sind folgende Fisch-Produkte mit nachfolgenden Daten:
Nach den derzeitigen Kenntnissen besteht „ein Verdacht auf eine bakteriologische Kontamination“. Vom Verzehr wird dringend abgeraten. Kunden, die eines der unter anderem bei Rewe angebotenen Produkte gekauft haben, können es gegen Rückerstattung des vollen Kaufpreises zurückgeben. Erst kürzlich gab es einen dringenden Käserückruf wegen gefährlicher Keime.
Salmonellen, Listerien, Fremdkörper – Was sind die häufigsten Gründe für Rückrufe?
Fotostrecke ansehenWarnung vor Listerien in Fisch-Produkten – besonders hohes Risiko für ungeborene Kinder
Der Plattform produktwarnung.eu zufolge kann eine Kontamination mit Listerien nicht ausgeschlossen werden. Dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zufolge kann es bei einer Infektion mit dem Bakterium zu verschiedenen Symptomen kommen. Bei gesunden Erwachsenen komme es demnach eher zu einem „harmlosen Verlauf“ mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Muskelschmerzen oder Erbrechen und Durchfall.
Bei bestimmten Risikogruppen, etwa bei älteren Menschen, Säuglingen oder immungeschwächten Personen kann es zu einem schweren, manchmal sogar tödlichen Verlauf kommen. Ebenso im Risiko stehen schwangere Frauen. Bei dem ungeborenen Kind kann es laut LGL „durch eine Infektion zu Totgeburt, Frühgeburt und Neugeborenenlisteriose bzw. zu Hirn- und Hirnhautentzündung sowie Sepsis (Blutvergiftung) kommen“. Die Inkubationszeit liegt bei acht Tagen bis zu acht Wochen, wenn man mit Listerien kontaminierte Lebensmittel verzehrt.
Besonders tierische Lebensmittel können das Bakterium übertragen. Etwa rohes Fleisch oder rohe Milch können verunreinigt werden. Bei dem Erhitzen von zum Beispiel Milch können Listerien abgetötet werden. Eine nachträgliche Kontamination, auch mit pflanzlichen Lebensmitteln, kann durch mangelnde Hygiene im Umgang mit den Rohstoffen erfolgen. Vor Kurzem musste auch ein Lidl-Snack zurückgerufen werden. (Quellen: produktwarnung.eu, lgl.bayern.de, ostseefisch.de) (ci)
Checkliste für Produktrückrufe
Wird ein Produkt oder ein Lebensmittel zurückgerufen, haben Sie als Verbraucher verschiedene Ansprüche. Diese Checkliste hilft dabei, die richtigen Schritte zu unternehmen und gibt Tipps, wo Sie schnell die wichtigsten Informationen finden.
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Immer wieder werden Produkte oder auch Lebensmittel zurückgerufen. Mit unserer PDF-Checkliste sind Sie bestens vorbereitet und können schnell reagieren. (Montage) © IPPEN.MEDIA