
Stand: 29.10.2025 16:09 Uhr
Eine gerappte Museumsführung an der Uni oder doch lieber in Lenins Krankenakte eintauchen? #seeforfree am Reformationstag macht’s möglich: Erneut lädt Hamburg am 31. Oktober zum Tag des freien Eintritts in mehr als 50 Museen ein. Hier fünf Tipps.
Hamburger Kunsthalle: Tanzen zwischen Meisterwerken
In der Hamburger Kunsthalle gibt es den ganzen Tag Führungen in den aktuellen Ausstellungen. Wer auf eigene Faust unterwegs ist, kann Live-Speaker mit Fragen löchern. Die trifft man in den Räumen und man kann sie einfach ansprechen. Familien können sich im „Hamburger Kinderzimmer“ treffen und selbst malen. Außerdem gibt es in der Kunsthalle auch Tanz-Workshops – mit K-Pop Musik oder zu lateinamerikanischen Rhythmen.
UKE: Emergency Room gestern und heute
Lepra in Eppendorf – die vergessenen Kranken vom UKE! Allein für dieses Thema lohnt sich schon die Anreise ins Medizinhistorische Museum am Universitätsklinikum. Henrik Eßler spricht über diese wenig bekannte Episode der Hamburger Medizingeschichte. Es geht auch um die Krankenakte von Lenin. Denn unter den Ärzten, die an sein Sterbebett gerufen wurden, war der Hamburger Max Nonne. Seine Aufzeichnungen stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung. Außerdem geht es um die Vermessung des Geistes – die Geschichte des Intelligenztests.
Rieck Haus: Bienen in Gefahr
Im Freilichtmuseum Rieck Haus erfährt man von Buer Ernie auf Hoch- und auf Plattdeutsch, wie man damals in den Vierlanden gelebt hat. Außerdem geht es um die Biene: Warum ist sie so wichtig? Welche Arten kommen bei uns vor? Was können wir tun, um ihren Lebensraum zu erhalten? Das ist alles zu erleben im Rieck Haus in Curslack, einem der ältesten erhaltenen Bauernhäuser Norddeutschlands, in dem die Familie Rieck über mehrere Jahrhunderte gelebt hat.
Universitätsmuseum: Gereimt durch die Geschichte

Reimt sich auch: Das berühmteste Transparent der deutschen 68er-Bewegung ist im Universitätsmuseum zu sehen.
Im Universitätsmuseum im historischen Uni-Hauptgebäude wird einmal durch die Geschichte gerappt. Um 12 und 15 Uhr gibt es eine Führung im Sprechgesang. Da geht es dann um die Gründung des Kolonialinstituts, die Hamburger Universität während der NS-Diktatur und die 68er-Bewegung. Und eine 68er-Ikone ist im Museum auch wieder zu sehen: Das Banner „Unter den Talaren Muff von tausend Jahren“, ist zurück im Museum, nach dem es lange als Leihgabe auf Reisen war.
Retro Spiele Club: Daddeln wie früher
Der Retro Spiele Club in Ohlsdorf ist ein bespielbares Museum. Hier stehen Computer, Konsolen und Software aus den letzten 50 Jahren und bieten eine spannende Reise in die Vergangenheit von Computerspielen: von C 64 über Nintendo bis Atari.
Einen Überblick über alle Häuser und Programme am Reformationstag gibt beim Webauftritt von #seeforfree.

Von Schweden-Idylle bis High-Society-Porträts: Die Hamburger Kunsthalle widmet dem schwedischen Maler eine große Einzelschau.

Rund 700 Werke sind ständig ausgestellt, dazu kommen Sonderausstellungen, die Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart zeigen.

Wie haben die Bauern früher in Hamburgs Gemüsegarten, den Vierlanden, gelebt? Das Rieck Haus lohnt einen Abstecher.