20:26 Uhr | Selenskyj beklagt neuen Angriff in Slowjansk
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Bomben eine weiteres Kraftwerk in der Ukraine attackiert. Getroffen worden sei das Wärmekraftwerk in Slowjansk, der größten noch unter Kiews Kontrolle stehenden Stadt im Gebiet Donezk, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Es seien auch zwei Menschen ums Leben gekommen, zudem gebe es Verletzte, teilte er mit. Der Angriff folgte einer der schwersten Kriegsnächte für die Ukraine mit zahlreichen Einschlägen in Energieobjekten. (Quelle: dpa)
19:05 Uhr | Armeechef Syrskyj: Keine Einkesselung von Pokrowsk
Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hat russischen Angaben über eine Einkesselung der bedrängten Stadt Pokrowsk im Donbass widersprochen. Syrskyj schrieb auf Facebook, die Situation sei komplex. Aber die Behauptung Russlands, dass die Verteidigungskräfte der Ukraine in Pokrowsk blockiert seien, entspreche nicht der Realität. Der General besuchte heute nach eigenen Angaben den Frontabschnitt im Osten und sprach mit den Kommandeuren der dort eingesetzten Truppen.
Nach mehr als einem Jahr andauernder Angriffe sind russische Soldaten mittlerweile von Süden in die Bergbaustadt Pokrowsk eingedrungen. Gefährdet ist auch die Nachbarstadt Myrnohrad.
Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hatte bei einer Sitzung unter Leitung von Kremlchef Wladimir Putin gesagt, die ukrainischen Truppen in Pokrowsk seien abgeschnitten. Militärbeobachter auf ukrainischer wie russischer Seite verzeichnen aber noch keine Umzingelung. (Quelle: dpa)
16:00 Uhr | 700 Drohnen und Raketen – schwerer russischer Luftangriff
Bei einem der schwersten Luftangriffe in mehr als dreieinhalb Jahren Krieg hat Russland die Ukraine mit Hunderten Kampfdrohnen, Marschflugkörpern und Raketen beschossen. Die nächtliche Attacke traf nach ukrainischen Angaben vor allem das Stromnetz und verursachte Notabschaltungen in mehreren Landesteilen. Besonders viele Opfer gab es in der südukrainischen Großstadt Saporischschja. Dort starben Behörden zufolge mindestens zwei Menschen, 23 wurden verletzt. Zudem wurden drei Menschen in der ostukrainischen Stadt Slowjansk getötet, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Die ukrainische Luftwaffe zählte bei dem Angriff 705 feindliche Flugobjekte, darunter 653 Drohnen, vier Hyperschallraketen, fünf ballistische Raketen und mehr als 60 Marschflugkörper. 623 Flugobjekte wurden nach diesen Militärangaben ausgeschaltet. Es habe Einschläge an 20 verschiedenen Stellen gegeben. Ausgehend von der täglichen Zählung des US-Instituts CSIS dürfte es der drittschwerste russische Luftangriff des Kriegs gewesen sein. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es habe sich um Vergeltung nach ukrainischen Drohnenangriffen gehandelt. Ziele der Raketen- und Drohnenschläge seien neben den Anlagen der Energieinfrastruktur auch Rüstungsunternehmen sowie Militärflugplätze in der Ukraine gewesen. (Quelle: dpa)
12:42 Uhr | Polen: Russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen
Polnische Kampfflugzeuge haben nach Regierungsangaben über der Ostsee ein russisches Aufklärungsflugzeug abgefangen. Dem polnischen Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz zufolge ist es der zweite derartige Vorfall in dieser Woche. Bereits am Dienstag hatten polnische Jets demnach ein russisches Flugzeug abgefangen, das ohne angemeldeten Flugplan und mit ausgeschaltetem Transponder unterwegs war. (Quelle: Reuters)
12:20 Uhr | Update: Russland intensiviert laut Ukraine Angriffe auf Pokrowsk
Russische Truppen intensivieren nach ukrainischen Angaben ihre Angriffe auf die östliche Stadt Pokrowsk. Dies teilt der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Olexander Syrskyj, auf Telegram mit. Die Ukraine verstärke ihre Verteidigung, um die Angriffe abzuwehren. „Die oberste Priorität ist es, das Leben unserer Soldaten zu retten“, fügt er hinzu. (Quelle: Reuters)