Ein verheerender Brand hat am Sonntag das Hauptgebäude des ehemaligen Klosters der Kartause von Mont-Dieu in den französischen Ardennen zerstört. Das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk gilt als eine der ältesten Kartausen Frankreichs.
«In diesem Gebäude gab es viel Holz: Es gibt kein Dach mehr, keinen Boden mehr, nur noch die Mauern stehen», sagte Anne Fraipont, Bürgermeisterin des Dorfs Tannay-le-Mont-Dieu, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. «Es war das Notre-Dame der Ardennen», fügte sie betroffen hinzu.
Das abgelegene Kloster liegt inmitten eines dichten Waldgebiets und wurde im 12. Jahrhundert gegründet, im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut und 1946 unter Denkmalschutz gestellt. Während der Französischen Revolution mussten die Mönche die Anlage verlassen.
Das abgebrannte Hauptgebäude war nach Angaben der Bürgermeisterin unbewohnt. Spaziergänger hatten am Sonntagmorgen Rauch über dem Gelände bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.
Kurz vor 16 Uhr hatten die Einsatzkräfte das Feuer, das sich über Stunden ausbreitete, unter Kontrolle. Einige Brandherde mussten weiter gelöscht werden. Laut Feuerwehr besteht Einsturzgefahr. Kunstwerke oder wertvolle Einrichtungsgegenstände befanden sich nicht in dem Gebäude. Die Brandursache ist noch unklar.