So will eine Bibliothek im Erzgebirge zum Treffpunkt werden
Zschopauer Einrichtung richtet sich mit neuem Angebot vor allem an Vertreter der jüngeren Generation

Von Andreas Bauer

06.11.2025, 19:51 Uhr


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Zschopau. 

Mit einem neuen Angebot will die Zschopauer Stadtbibliothek, die sich im Schloss Wildeck befindet, mehr Interesse bei Vertretern der jungen Generation wecken. „TreffpunktBIB“ heißt der Bereich im Obergeschoss, der nach Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten vor wenigen Tagen offiziell eingeweiht wurde. Bücher und Magazine laden dort ebenso zum Verweilen ein wie ein gemütliches Sofa sowie ein großer Tisch samt Sitzgelegenheiten. „Dort können unsere Gäste spielen“, erklärt Leiterin Silke Dost und verweist auf Brettspiele ebenso wie Computerspiele.

Ein Mix aus Tradition und Moderne

Zunächst sei eine Wand entfernt worden, um aus zwei kleineren Räumen eine größere Begegnungsstätte zu machen. Mithilfe von Fördermitteln des Kulturraums Erzgebirge/Mittelsachsen wurde außerdem moderne Technik angeschafft, sodass die Bibliothek nun auch über einen Beamer sowie eine ausfahrbare Leinwand verfügt. Vom Sofa aus können gerade die jungen Besucher so noch besser die Playstation nutzen. „Dieses Angebot wurde auch schon rege wahrgenommen“, freut sich Silke Dost. Oft sitzen Jugendliche aber auch in ruhiger Runde zusammen, schauen sich Manga- und Comic-Hefte an oder unterhalten sich einfach.

„Zusammenspiel“ wird gefördert

Auch junge Familien und deren Kinder sollen mit dem TreffpunktBIB angesprochen werden. So gibt es neben den monatlichen Bücherwurm-Erzählungen (ab 3 Jahre) neuerdings auch das „Zusammenspiel“. Jeden dritten Donnerstag im Monat wird von 15 bis 17 Uhr dazu eingeladen, gemeinsam zu spielen, zu lesen und sich auszutauschen. „Die erste Stunde ist für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren gedacht, in der zweiten Stunde reicht die Altersspanne von 11 bis 17 Jahre“, so Silke Dost, die jeden Tag aber auch auf individuelle Besuche hofft. Gerade in Zeiten, in denen Kinder und Jugendliche oftmals allein zuhause viel Zeit am Handy oder vor dem Bildschirm verbringen, sei es wichtig, dass es Orte gibt, an denen man sich spontan treffen kann.